Fachartikel aus W&S 3/2009, S. 24 bis 25

Videoüberwachung Fronius International durch Kameras geschützt

Im neuerrichteten zentralen Produktions- und Logistik-Standort der österreichischen Fronius International GmbH kommt eine Videosicherheitslösung zum Einsatz, um alle sicherheitsrelevanten Bereiche und die gesamte Außenhaut des Gebäudes zu schützen.

Bild: Mobotix
Der Fronius-Produktions- und Logistikstandort Sattledt ist mit einer maßgeschneiderten Sicherheitslösung ausgestattet. (Bild: Mobotix)

Das Komplett-System mit HiRes-Kameras übernimmt Überwachungs-dienste – sogar als elektronischer Pförtner. Diese Einsatzmöglichkeit schafft nicht nur Sicherheit sondern bietet zusätzlichen Komfort für Autofahrer, da der Einsatz von Parktickets überflüssig wird. „Bereits in der Planungsphase des unseres neuen Standortes Sattledt suchten wir einen kompetenten Partner für Entwurf und Umsetzung effizienter Sicherheitsstrategien,“ erklärt Jürgen Strasser, Bereichsleiter Werks- und Infrastrukturschutz bei Fronius.

„Wir wollten das Gebäude bereits auf dem Papier mit einem maßgeschneiderten Überwachungskonzept versehen.“ Die Entscheidung fiel zugunsten der Valeo IT GmbH aus dem bayerischen Schwandorf. 2004 gegründet, beschäftigt die Firma heute 22 Mitarbeiter an drei Standorten. Dabei bietet das Unternehmen einen Rundumservice der Systemintegration, der von Planung über Hardwareauswahl, Adaption marktgängiger Programme oder exklusiver Vertrieb spezifischer Software bis hin zu Bauüberwachung und After-Sales-Support reicht.

Intelligente Kamera

Norbert von Breidbach-Bürresheim, Security Consultant bei Valeo IT, überzeugte Jürgen Strasser schnell von einem Mobotix-basierten Sicherheitskonzept: Bereits seit Längerem erzielte Fronius mit den Lösungen aus der Pfalz beste Ergebnisse bei der punktuellen Überwachung von IT-Serverräumen und anderen sicherheitskritischen Bereichen. Das gemeinsam erarbeitete Konzept sah nun eine 24-Stunden-Außenhautsicherung durch hochauflösende IP-Kameras der Modelle M12D, D12 und M22M vor. „Wegen der höheren Detailgenauigkeit der Megapixel-Technologie sind weniger Kameras erforderlich als dies bei konventionellen Lösungen der Fall wäre,“ erläutert Norbert von Breidbach-Bürresheim. „Die Auswertung von Alarmkriterien, Pufferung und Kompression von Bild- und Tonsequenzen wird von der Kameraintelligenz übernommen, also kameraintern durchgeführt.“

Automatischer Schrankenwärter

Bild: Mobotix
Vier in Säulen vor den Schrankenpfosten eingebaute Mobotix-Kameras erfassen bei Ein- und Ausfahrt die Nummernschilder. (Bild: Mobotix)

Bereits nach ihrer Installation fanden die Kameras neben der regulären Videoüberwachung einen weiteren Einsatz: Die Ein- und Ausfahrten zum Werksgelände werden mit der Videosicherheitslösung kontrolliert. Für Fahrzeuge, deren Kennzeichen in einem Steuerrechner abgelegt sind, öffnen sich die Barrieren automatisch. „In die Säulen vor den Schrankenpfosten sind vier Kameras eingebaut, die auf die Nummernschilder ausgerichtet sind,“ beschreibt Norbert von Breidbach-Bürresheim den Aufbau des mechanischen Schrankenwärters. „Eine von unserem Partner, der Schmitz GmbH, speziell entwickelte Software übernimmt die Mustererkennung. Durch die automatisierte Zufahrtskontrolle können Lieferanten, Mitarbeiter oder Sicherheitsdienste ungehindert ein- und ausfahren, unbekannte Besucher dagegen müssen sich per Sprechkontakt mit der Rezeption ausweisen.“

Kennzeichenerkennung

Die Zutrittskontrolle mittels Kennzeichenerkennung findet heute in den unterschiedlichsten Bereichen wie Einfahrten zu Werksgeländen, in Sicherheitszonen, Tankstellen, Parkhäusern oder beim Fuhrparkmanagement ihre Anwendung. Neben dem naheliegenden Sicherheitsaspekt spielt auch der Komfort für den Autofahrer eine immer größer werdende Rolle. Bei der Fronius International GmbH werden die Kennzeichen von einer M22M-Sec-Night-Kamera aufgenommen und vom System automatisch gelesen. Dadurch kann das Fahrzeug identifiziert und die Berechtigung für die Zufahrt ohne Ticketeinsatz überprüft werden. Da die gesamte Technologie komplett IT-basiert arbeitet, bietet sich der Einsatz der IP-Kameras von Mobotix besonders an.

Dr. Ralf Hinkel, Mobotix AG

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