Produktbericht vom 03/26/2013

Gerdes Gefängnis in New Orleans ist mobilfunkfreie Zone

Die Gerdes AG installierte erfolgreich ein Mobilfunk-Detektionssystem im Bezirksgefängnis von New Orleans. Das System erlaubt die Entdeckung verbotener Handyaktivität innerhalb von 200 Millisekunden.

Bild: Gerdes
Der Mobilfunk-Detektor Mobilewall meldet unerlaubte Handynutzung im Gefängnis. (Bild: Gerdes)

Illegal in die Haftanstalten geschmuggelte Handys stellen nicht nur in Deutschland, sondern weltweit eines der größten Probleme im Strafvollzug dar. Nur zu gerne und häufig werden die kleinen Mobilfunkgeräte von Haftinsassen für die Fortführung krimineller Geschäfte, Drogenbeschaffung oder Einschüchterung von Zeugen missbraucht. Haftraumdurchsuchungen zählen daher zu den regelmäßigen Pflichten von Gefängnisbediensteten, können jedoch in der Praxis aufgrund des mit ihnen verbundenen Zeitaufwands und allgemein dünner Personaldecke zumeist nur stichprobenartig durchgeführt werden.

Dies könnte sich jetzt ändern: Mobilewall nennt sich die neue Techniklösung der Meckenheimer Gerdes AG, die jede Form unerlaubter Handyaktivität innerhalb von Millisekunden entdeckt, lokalisiert und die Anstaltsbediensteten entsprechend in Kenntnis setzt. Die Konfiszierung des geschmuggelten Mobilfunkgeräts ist für diese somit ein Leichtes.

Seit vier Wochen ist Mobilewall jetzt erfolgreich im Orleans Parish Prison im Einsatz, dem weltweit berüchtigten Bezirksgefängnis von New Orleans und neuntgrößten seiner Art in den Vereinigten Staaten. Das Projekt ist ein gemeinsamer Meilenstein der Gerdes AG als Entwickler und Lieferant der Technik und des US-Sicherheitstechnik-Anbieters Talktelio, der die exklusiven Mobilewall-Vertriebsrechte für den gesamtamerikanischen Markt innehat.

Die Einführung war bedingt durch den besonderen Einsatzort zunächst einmal mit erheblichen Herausforderungen verknüpft. So konnte die Technik nur an der Außenfassade des Gefängnisses installiert werden. Die Mobilewall-Systeme müssen somit durch massive, zusätzlich stahlverstärkte Betonwände mit einem sechsfachen Außenanstrich aus Bleifarbe hindurch detektieren. Und auch die sich an die Außenwand anschließenden Hafträume, denen die Überwachungsmaßnahme in erster Linie gelte, seien noch einmal durch in die Wände eingelassene Stahlkäfige gesichert und mit schweren Stahltüren ausgestattet.

In New Orleans setzt die Gefängnisleitung dabei nur auf die Hälfte des eigentlich möglichen Funktionsumfangs von Mobilewall: den Mobilfunk-Detektor. Er stellt sicher, dass jede Form unerlaubter Handynutzung, seien es Telefonate, SMS, MMS oder anderer Datentransfer, zwar umgehend entdeckt und gemeldet wird, sie wird jedoch anschließend nicht unterbunden. Diesen zweiten Schritt übernimmt ein Eliminierungsmodul, das eine zusätzliche Ausstattungsoption der Mobilewall-Technik darstellt. Erst dieses sorgt dafür, dass die mittels Detektor aufgespürte Handyaktivität auch unmittelbar – und zwar innerhalb von 300 Millisekunden nach Mobilfunk-Detektion – unterbrochen wird.

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Im Gegensatz zu vielen bis dato bereits auf dem Markt erhältlichen und umgangssprachlich unter dem Begriff „Handy-Blocker“ bekannten Systemen erreicht Mobilewall dies mittels einer die Gesundheit nicht gefährdenden technischen Lösung. Da überhaupt nur in der Eliminierungsphase Strahlung entstehe, die darüber hinaus nicht höher ist, als die eines üblichen Mobilfunkgeräts bei aktiver Nutzung, sei diese damit im Vergleich zu Dauerblocker-Lösungen, die rund um die Uhr Strahlung absetzten, auf ein Minimum reduziert.

Auch in Deutschland ist die Technologie bereits im Einsatz. In Nordrhein-Westfalen wurden erst vor wenigen Wochen entsprechende Systeme in einer Justizvollzugsanstalt aktiviert.

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