Fachartikel vom 02/01/2017

Lebensretter Alarmanlage Vernetzter Rauchwarnmelder verhindert Großbrand

Sonntag, 7:28 Uhr: Die Alarmsirenen im Haus reißen Bernd Schaible aus dem Schlaf. Er schreckt hoch, stürmt in das Wohnzimmer, wo der Rauchwarnmelder an der Decke unaufhörlich piept. Schaible stockt der Atem: Der Adventskranz brennt, die Flammen schlagen zwei Meter hoch.

Bild: Telenot Electronic GmbH
Bernd Schaible zeigt Spuren des Feuers: das Parkett und die Flöte mit Brandflecken sowie die ausgebrannte Schale, in der zuvor der Adventskranz war. (Bild: Telenot Electronic GmbH)

Sie drohen, sich im Raum auszubreiten. Ihm gelingt es, seine Familie in Sicherheit zu bringen und das Feuer zu löschen. Heute ist der 44-Jährige überzeugt: „Nur durch unsere Telenot-Alarmanlage mit vernetzten Sirenen und Meldern haben wir den Brand rechtzeitig bemerkt. Sie hat unser Leben und das Haus gerettet.“

Eigentlich will Bernd Schaible an diesem Sonntag ausschlafen. Bis kurz vor Mitternacht hatten sich er und seine Frau Martina mit Freunden am Esstisch im Wohnzimmer unterhalten. Die drei Kerzen auf dem selbstgemachten Adventskranz vor ihnen brannten. „Es war richtig gemütlich. Als wir ins Bett gingen, haben wir die Kerzen natürlich ausgepustet“, sagt der 44-Jährige und nippt an seiner Tasse mit frischgebrühtem Tee, Beruhigungstee. Diesen trinke er im Moment jeden Tag. Denn das, was knapp acht Stunden nach dem Zubettgehen passierte, kann er noch immer nur schwer fassen. „Das muss ich erst verarbeiten. Ich dachte, so etwas passiert nur anderen.“

Vermutlich war es ein Funke, der beim Auspusten der Kerzen auf einem Blatt Papier neben dem Adventskranz landete. Stundenlang glimmte er vor sich hin, bis er die trockenen Deko-Holzäste des Kranzes entzündete und sich das Feuer ausbreitete. „Erst durch den ohrenbetäubenden Alarm im Haus bin ich wachgeworden“, sagt Schaible.

Vor zwei Jahren in Sicherheitstechnik investiert

Ausgelöst wurde der Alarm von der im Haus installierten Alarmanlage Compact Easy. Sie stammt von Telenot, einem Hersteller von Sicherheitstechnik. Dieser hat seinen Stammsitz im schwäbischen Aalen-Hammerstadt, unweit von Schaibles Haus im Aalener Ortsteil Hüttlingen. Bevor Schaible in die Medizinbranche wechselte, machte er bei Telenot eine Ausbildung zum Kommunikationselektroniker und arbeitete dort. Dass er sich beim Umbau seines Hauses vor zwei Jahren eine Telenot-Alarmanlage mit Rauchwarnmeldern, gebäudeinternen Alarmsirenen sowie Bewegungsmeldern und einer elektronischen Zutrittskontrolle einbauen ließ, war für ihn selbstverständlich.

Bild: Telenot Electronic GmbH
Die Alarmzentrale hat dafür gesorgt, dass im ganzen Haus auf den Brand aufmerksam gemacht wurde. (Bild: Telenot Electronic GmbH)

„Sicherheit ist das höchste Gut. Damit darf man nicht leichtsinnig umgehen.“ Sämtliche Sicherheitskomponenten sind mit der Alarmzentrale im Abstellraum vernetzt. Registriert einer der Melder ein Feuer oder einen Einbruch, löst die Zentrale im gesamten Haus Alarm aus. So war es auch beim Brand des Adventskranzes. Den Alarm eines einzelnen Rauchwarnmelders ohne Vernetzung zur Alarmanlage Compact Easy hätten seine Familie und er wahrscheinlich nicht gehört, so Schaible.

„Als ich im Wohnzimmer die knapp zwei Meter hohen Flammen sah, dachte ich zunächst: ‚Jetzt brennt unser Haus ab’“, erinnert er sich und nimmt einen weiteren Schluck Tee. Seiner achtjährigen Tochter Jasmin hatte er einmal erklärt, wie sie sich verhalten soll, wenn die Sirenen im Haus losgehen: Ihr Kinderzimmer verlassen und durch den Hinterausgang raus in den Garten rennen. „Sie hat genauso gehandelt.“ Seinen vierjährigen Sohn Daniel bringt Schaible am Brandmorgen auf die Terrasse. Frau Martina ist zu diesem Zeitpunkt unterwegs.

Den Flügel vor den Flammen bewahrt

Als die Feuerwehr eintrifft, hat Schaible die Flammen bereits unter Kontrolle gebracht: Nasse Handtücher, den feuchten Überwurf der Gartenmöbel, auch leere Pfannen und Töpfe landeten auf dem brennenden Kranz. „Ich habe in dieser Ausnahmesituation alles genommen, was ich zum Löschen finden konnte. Im Nachhinein weiß ich, das war nicht die Ideallösung und gefährlich“, betont der Hobbymusiker, der durch seinen Einsatz auch den Flügel im Wohnzimmer vor den Flammen rettete.

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Der Brandschaden beträgt mehrere tausend Euro: Das Parkett und der Esstisch sind mit zahlreichen Brandflecken gezeichnet. An der Zimmerdecke haben sich Rußspuren festgesetzt. Der Plastikdeckel einer Abzweigdose an der Wand mit dahinterliegenden Elektrokabeln ist geschmolzen. „Dafür haben wir zum Glück eine Versicherung“, so Schaible. Beim Verarbeiten der Erinnerungen an diesen Adventssonntag kann ihm die Versicherung nicht helfen. Das werde die Zeit bringen, ist er überzeugt und betont: „Nur durch den Alarm im Haus hatten wir eine Chance, den Brand noch rechtzeitig zu entdecken und das Schlimmste frühzeitig zu verhindern.“

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