Fachartikel aus PROTECTOR 4/2017, S. 30 bis 31

Videomanagement im Krankenhaus Zentrale Notfallplanung

Das Universitätskrankenhaus Norfolk and Norwich (NNUH) führt jährlich nahezu eine Million ambulante und stationäre Untersuchungen und Behandlungen durch. Bei der Modernisierung der Videosicherheitsanlage entschied sich die Krankenhausleitung für eine Neugestaltung des Kontrollraums, eine Umstellung von analoger auf digitale Technologie und ein aktuelles Videomanagementsystem.

Bild: Flir
  (Bild: Flir)

Ein effizientes und komfortables Videosicherheits- system ist entscheidend für die Sicherheit der Patienten, Besucher und Mitarbeiter des Universitäts- krankenhauses. Als das Videosicherheits- system des NNUH an seine technischen Grenzen stieß, entschied sich die Krankenhausleitung für eine umfassende Modernisierung des Kontrollraums. Allerdings ist der Kontrollraum die Kommunikationszentrale des Krankenhauses, in der rund um die Uhr Notrufe entgegengenommen werden. Deshalb verlangte NNUH eine nahtlose Umstellung.

Modernisierung des Kontrollraums

Den Auftrag zur Modernisierung des Kontrollraums erhielt Check Your Security Ltd., ein Integrator aus Norfolk, der sich auf IP- Sicherheitstechnologie spezialisiert hat und Systeme für Videosicherheit, Zutrittskontrolle sowie Perimeterschutz plant, installiert und wartet. Das Unternehmen arbeitet für viele Universitäten und Krankenhäuser im Osten Englands und verfügt daher über umfassende Erfahrung. Check Your Security evaluierte zunächst das bestehende physische Sicherheitssystem des NNUH, um zukunftssichere Produkte und Lösungen im Hinblick auf die langfristige Digitalisierung empfehlen zu können. Dazu wurde ein sogenannter Enterprise Audit Report (EAR) erstellt, in dem Check Your Security die Struktur der Einrichtung, die zentralen Beteiligten und die bestehenden Möglichkeiten nach dem Stand der Technik beschreibt.

Lageerkennung in Echtzeit

Auf der Grundlage des EAR schlug Check Your Security vor, das NNUH mit einem neuen Kontrollraum sowie moderner vollintegrierter und ergonomischer Leitstellenstechnik auszustatten. Diese Arbeitsumgebung hat jetzt ein effizientes Notfallplanungszentrum, das den Anforderungen des NNUH entspricht. Für die Echtzeit-Lageerkennung wird die aktuelle Latitude VMS-Version von Flir eingesetzt. Außerdem gibt es eine Videowand für wichtige Kameras sowie Verbindungen zu Schranken, Zutrittskontrollsystemen und Notruf- Wechselsprechanlagen. Das VMS Latitude 7.0 von Flir liefert dabei nahtlos Bilder in forensischer Qualität und lässt sich über eine komfortable webbasierte und mobile Client-Software bedienen. Die skalierbare Architektur unterstützt Systeme aller Größen und Architekturen an unterschiedlichen Standorten, die auch geografisch weit voneinander entfernt liegen können.

Server und Encoder

Bild: Flir
Der Kontrollraum hat jetzt ein effizientes Notfallplanungszentrum, das den Anforderungen des NNUH gerecht wird. Für die Echtzeit-Lageerkennung wird die aktuelle Latitude VMS- Version eingesetzt. (Bild: Flir)

Im Rahmen der Umstellung auf die digitale Plattform wurde die analoge Aufzeichnungstechnik ausgemustert. Bestehende Kameras wurden auf Server und Analogvideo-Encoder von Flir umgestellt. Es wurden 76 externe PTZ-Kameras, interne statische Kameras, Notruf- Wechselsprechanlagen und Schranken integriert. Die Encoder ermöglichen die nahtlose Migration bestehender analoger Infrastrukturen. Dabei konvertiert die Encoderserie Ariel, die auch H.264 und bidirektionales Audio unterstützt, analoge Videosignale in digitale Videostreams, die über LAN, Internet oder Intranet in Echtzeit übertragen werden.

Reibungslose Umstellung

Im Sicherheitsnetzwerk und in der Kontrollraumumgebung des NNUH mussten viele veraltete technische Komponenten berücksichtigt werden. Dennoch gelang die Bereitstellung des Videomanagementsystems reibungslos. Check Your Security konnte die Lösung ohne Probleme in die bestehende Infrastruktur des NNUH integrieren. Der neue Kontrollraum bietet eine extrem benutzerfreundliche und ergonomische Arbeitsumgebung mit reduzierten Betriebskosten, besserer Patientensteuerung und höherer Dienstleistungsqualität.

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Die Gesamtlösung kommt nicht nur mit weniger Platz aus, sondern verbraucht auch weniger Energie. Der wichtigste Vorteil für die Mitarbeiter des NNUH-Kontrollraums ist jedoch, dass sie für interne Untersuchungen 25 Prozent weniger Zeit benötigen. Ein wichtiger Grund dafür ist das VMS Latitude mit seiner klaren und modernen Weboberfläche, optimierter Nutzung von Touchscreens, einer Suchfunktion mit Minibildern für die präzise Identifizierung gewünschter Videos sowie der fokussierten Darstellung wichtiger Daten und handlungsrelevanter Informationen.

Frank Liebelt, freier Journalist & Bertrand Völckers, Flir Commercial Vision Systems Deutschland

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