Fachartikel aus PROTECTOR 4/2017, S. 38 bis 39

Intelligente Videoanalyse Überwachen, erkennen, analysieren

IP-Kameras mit intelligenter Videoanalyse (IVA) brauchen keinen zentralen Analyseserver – sie liefern die smarten Funktionen gleich mit. Zuverlässig überwachen sie sensible Zonen, setzen virtuelle Stolperdrähte, erkennen Gesichter und identifizieren auftauchende Objekte. Darüber hinaus helfen ihre Analysewerte, Geschäftsprozesse zu optimieren.

Bild: Santec BW
Videoüberwachung im Industriegebiet: Mit der „Intelligenten Videoanalyse (IVA)“ lassen sich sensible Bereiche effektiv überwachen. (Bild: Santec BW)

Kameras mit integrierter IVA benötigen keinen externen Server. Interessant sind sie für Unternehmen und Organisationen aller Branchen und Größenordnungen. „Die gezielte Ereigniserkennung entlastet Geschäftsführung, Mitarbeiter und Sicherheitspersonal. Und ermöglicht Anwendern punktgenaue Reaktionen auf gefährliche und ungewöhnliche Situationen“, so Eileen Kuhn, Sales Director bei Santec BW, ein Tochterunternehmen von Burg-Wächter. Der Spezialist für Videoüberwachung hat neue IP-Kameras mit integrierter IVA im Programm, die unter der Bezeichnung „IVA+“ zusätzlich über die Funktionen Heatmap und Personenzählung verfügen.

Sirenen und Scheinwerfer an

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Intelligente Kameras überwachen und helfen, Geschäftsprozesse zu optimieren. (Bild: Santec BW)

Mit vielfältigen Features reagiert die intelligente Videoanalyse auf individuelle Anforderungen. Ihr virtueller Stolperdraht aktiviert in Ein- und Ausfahrten oder auf Parkplätzen bei ungewöhnlichen Ereignissen Sirenen oder Scheinwerfer. Die Zonenüberwachung, etwa auf Freiflächen, in Parkverbotsbereichen oder entlang von Fluchtwegen, sichert sensible Bereiche minutiös. „Diese Funktion registriert jede Veränderung und informiert Anwender unverzüglich, zum Beispiel mit Push-Nachrichten“, erklärt Kuhn. An Eingängen kommt die Gesichtserkennung zum Einsatz: Sie speichert Bilder der Eintretenden und macht jeden Zutritt nachvollziehbar.

Verdächtige Gepäckstücke

Vor allem auf Flughäfen und Bahnhöfen registriert die Funktion „Objekt hinzugefügt“ das Auftauchen von verdächtigen Gepäckstücken. In Tunneln zeigt sie Ladungsverluste von LKW an, in Lagern und Produktionsbereichen erfasst sie das Entfernen von Teilen. Die smarte Software schützt auch vor Sabotage: Jede Veränderung der Kameraausrichtung löst ein Signal aus.

Erweiterte Funktionen der IVA+

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Neben dem Sicherheitsaspekt optimiert die erweiterte „Intelligente Video Analyse (IVA+)“ von Santec BW auch Geschäftsprozesse. Im Handel generiert IVA+ unter anderem Kennzahlen zu Besucherströmen und -frequenzen. Sie misst das Konsumverhalten und unterstützt die Optimierung am Point of Sale – samt der Einsatzplanung für das Personal. Eine „Heatmap“ identifiziert nachgefragte und weniger begehrte Warengruppen. Anwender können stark frequentierte Gebäudebereiche selektieren und Produktplatzierungen anpassen. Das Feature „Personenzählung“ zeigt auch die Relation zwischen Interessenten und Käufern.

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