Fachartikel aus PROTECTOR 9/2017, S. 39

Aktives System für Ruhrmetropole Neue Wege in der Prävention

Nach der Stadt Köln hat sich auch Essen für den Einsatz der patentierten Panomera-Technologie entschieden, um die Polizei bei der Wahrnehmung ihres Schutzauftrages zu unterstützen. Den Ermittlungsbehörden steht damit ein leistungsfähiges Videobeobachtungssystem zur Verfügung, das die Arbeit der Polizei erleichtert und die Sicherheit im Stadtgebiet erhöht.

Bild: Dallmeier
Auch in Essen sorgen Panomera-Kameras von Dallmeier jetzt für flächendeckende Absicherung. (Bild: Dallmeier)

In Köln hat Dallmeier nach kurzer Einarbeitungszeit in die Projektanfor-derungen ein Videobeobachtungs-system zur Erhöhung der öffentlichen Sicherheit realisiert. Durch den Einsatz der patentierten Panomera-Technologie, war es möglich, eine umfassende und dennoch diskrete Videolösung aufzubauen, welche die gestellten Anforderungen nicht nur erfüllt, sondern sogar übertrifft. Dallmeier hat damit gezeigt, wie eine sinnvolle Videobeobachtung im öffentlichen Raum aussehen kann. Bisher schien der Aufbau großer Anlagen mit möglichst vielen Kameras als der einzig logische Weg, um weitläufige und unüberschaubare Areale umfassend absichern zu können. Jedoch stellte sich in den meisten Fällen heraus, dass solch ein Vorgehen zum einen den Kostenrahmen sprengen würde. Zum anderen war es technisch schlichtweg nicht möglich, befriedigende Lösungen zu schaffen. „Deshalb wurden in der Vergangenheit mindestens 30 bis 40 Prozent solcher Projekte erst gar nicht realisiert“, so Dieter Dallmeier, Gründer und CEO des seit über 30 Jahren weltweit tätigen deutschen Video-Herstellers Dallmeier. Ein entscheidender Vorteil der Panomera-Technologie ist, dass mit ihr von einem einzigen Standort aus große Flächen überblickt werden können. Die Auflösung lässt sich dabei nahezu beliebig skalieren, um den jeweiligen polizeilichen Beobachtungsauftrag optimal erfüllen zu können.

Gezielter Einsatz

Die Essener Polizei wählte einen als Kriminalitätsschwerpunkt charakterisierten Bereich der nördlichen Innenstadt als erstes Einsatzgebiet für die neue Videolösung. „Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung ist beeinträchtigt, und deswegen haben wir in diesem Bereich des Rheinischen Platzes die Videobeobachtung installiert“, so ein Vertreter der Polizei. Die um den Platz herum installierten Kameragehäuse, die mit bis zu acht Objektiven ausgestattet sind, ersetzen bis zu 30 Einzelkameras. Die Multifocal- Sensorsysteme bieten der Polizei Aufnahmen mit höchster Detailauflösung in jeder Entfernung. Das Hauptanliegen des Projektes war es, das Sicherheitsempfinden der Bürger zu stärken und dafür zu sorgen, dass insbesondere der Bereich um den dortigen Zugang zur U-Bahn nicht länger als Angstraum wahrgenommen würde. Passive Videoüberwachung hat sich zu diesem Zweck in der Vergangenheit bereits andernorts als unzureichend erwiesen. Mit der durch die Dallmeier-Systeme ermöglichten aktiven Videobeobachtung gehen nun auch die Ermittlungsbehörden in Essen neue und nachhaltige Wege in der Verbrechensprävention und der Aufklärung von Straftaten. Erste Erfolge, die für mediales Interesse sorgten, waren die Vereitelung eines unmittelbar bevorstehenden Banküberfalls sowie Festnahmen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Rauschmitteln.

Umfassender Datenschutz

Der Schutz personenbezogener Daten ist in Deutschland gesetzlich streng geregelt. Selbstverständlich wurden auch bei der Planung für das Essener System die in Deutschland gesetzlich verankerten hohen Anforderungen an den Schutz personenbezogener Daten in vollem Umfang berücksichtigt. So können bestimmte Bildbereiche von der Kameraerfassung vollständig ausgeblendet oder Gesichter und KFZ-Kennzeichen durch Verpixelung unkenntlich gemacht werden. Zudem ist die Datenvorhaltung zeitlich begrenzt – eine Sicherung erfolgt nur in begründeten Verdachtsfällen und zu Beweiszwecken vor Gericht.

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