Fachartikel vom 08/30/2017

Kohlenmonoxid-Melder Wie schütze ich mich vor einer Kohlenmonoxid-Vergiftung?

Unfälle mit Kohlenmonoxid enden oft tödlich. Doch wie helfen Kohlenmonoxid-Melder dabei, vor der unsichtbaren Gasgefahr zu schützen? Defekte Gasthermen, verstopfte Kamine sowie die Verwendung von Heizgeräten, Grills oder Verbrennungsmotoren in geschlossen Räumen setzen das gefährliche Atemgift frei.

Bild: Fireangel
Die elektrochemische Sensortechnologie eines Kohlenmonoxid-Melders warnt bereits, wenn sich eine gefährliche CO-Konzentration entwickelt. (Bild: Fireangel)

Es braucht für die Entstehung von Kohlenmonoxid nicht unbedingt offenes Feuer und wahrnehmbaren Brandrauch. In jeder Garage hängt das Schild „Vorsicht beim Laufenlassen der Motoren Vergiftungsgefahr!“, und warnt vor dem unsichtbaren Kohlenmonoxid in den PKW-Abgasen. Auch Heizlüfter und Kamine können eine CO-Vergiftung verursachen. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig die geeigneten Messgeräte für eine Gasdetektion und Kohlenmonoxid-Melder zu installieren.

Kohlenmonoxid: die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen

Unabdingbar ist es, Heizungsanlagen mit Gas oder Öl, Gasthermen, Schornsteine und Kamine regelmäßig warten zu lassen. Zudem dürfen keine Lüftungen blockiert werden. Einen wirksamen und preiswerten Schutz können auch Kohlenmonoxid-Melder liefern. Der Warnmelder überwacht permanent die Kohlenmonoxid-Konzentration der Umgebungsluft, erkennt bereits geringe Mengen des gefährlichen Gases und schlägt Alarm. Besonders im Schlaf sind die CO-Melder ein wirksamer Schutz, da die Wirkung von Kohlenmonoxid die Opfer normalerweise nicht aufwachen lässt.

„Kohlenmonoxid-Melder sind lebensrettende Frühwarnsysteme und geben zuverlässig ein akustisches Alarmsignal. Das ist preislich vergleichbar mit einem Rauchwarnmelder“, ergänzt Hövelmann. Kohlenmonoxid-Melder sollten in allen Räumen mit einem brennstoffbetriebenen Gerät installiert werden sowie in jedem Schlafzimmer. Auch im Heizungsraum oder Flur sowie in Garagen, Gartenlauben oder Wohnmobilen können die Melder als wirksames Frühwarnsystem eingesetzt werden.

Kohlenmonoxid als tödliche Gefahr

Die Kohlenmonoxid-Konzentration kann bei geringer Sauerstoffzufuhr während des Verbrennungsvorgangs sehr schnell ansteigen und damit innerhalb kürzester Zeit zur tödlichen Gefahr werden. Das Gas entsteht bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Substanzen, wie beispielsweise Holz sowie Erd- und Flüssiggas mit unzureichender Sauerstoffzufuhr.

Kohlenmonoxid im Überblick
  • Kohlenstoffmonoxid, gebräuchlich Kohlenmonoxid, fachsprachlich Kohlenstoffmonooxid, veraltet Kohlenmonoxyd
  • eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff mit der Summenformel CO
  • ein farb-, geruch- und geschmackloses sowie toxisches Gas
  • brennbar und verbrennt mit Sauerstoff in blauer, durchsichtiger Flamme zu Kohlenstoffdioxid
  • giftig, da es viel stärker an Hämoglobin bindet als Sauerstoff und so den Sauerstofftransport durch das Blut unterbindet
  • Kohlenstoffmonoxidintoxikation ist häufig Teil der Rauchgasvergiftung und kann innerhalb kurzer Zeit tödlich sein.
    Quelle: Wikipedia

Falls das Kohlenmonoxid (CO) nicht abziehen kann, setzt sich eine lebensbedrohliche Kettenreaktion in Gang. Dabei breitet sich CO schneller als zum Beispiel Brandrauch in Räumen aus. Das Gas reichert sich im Körper an, sodass schon eine geringe Konzentration von Kohlenmonoxid in der Atemluft über einen längeren Zeitraum lebensgefährlich werden kann. Ist kein Kohlenmonoxid-Melder installiert, wird die steigende CO-Konzentration nicht wahrgenommen. Das Gas gelangt über die Lunge in den Blutkreislauf und verhindert den Transport von Sauerstoff im Blut. Somit werden die Organe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

Erste Anzeichen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung

„Das Problem ist, dass Kohlenmonoxid völlig farb-, geruch- und geschmacklos ist. Es kann vom Menschen nicht wahrgenommen werden. Deshalb bemerkt man es nicht, wenn es sich ausbreitet", erklärt Jürgen Hövelmann, Generalimporteur von Fireangel in Deutschland.

Bild: Fireangel
Ein lebensrettendes Messgerät zur Gasdetektion: der Kohlenmonoxid-Melder Fireangel CO-9D-DE. (Bild: Fireangel)

Die Vergiftungssymptome sind ähnlich wie bei einer Grippe oder einer Lebensmittelvergiftung: Kopfweh, Schwindel und Müdigkeit. Zahlreiche Fälle gemeldeter Kohlenmonoxid-Vergiftungen zeigen außerdem, dass die Betroffenen die Orientierung verlieren und sich nicht nach draußen retten können. Im Notfall sollten Türen und Fenster sofort geöffnet, das Gerät ausgeschaltet und die Räumlichkeiten unverzüglich verlassen werden. Zudem sollte das Gebäude erst wieder betreten werden, wenn ein Feuerwehrmann den Zutritt als sicher einstuft.

In 8 Schritten zur Ersten Hilfe bei Rauchvergiftungen

Bei Kohlenmonoxidvergiftung, Rauchgasvergiftung oder einem Inhalationstrauma bei Bränden lautet die Empfehlung mit den acht wichtigsten, lebensrettenden Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Rauchgasintoxikation des Deutschen Feuerwehrverbandes:

1. Beruhigen Sie den Betroffenen und entfernen Sie ihn vom Brandort.
2. Der Betroffene sollte sich an der frischen Luft hinsetzen, bei zunehmender Benommenheit mit erhöhtem Oberkörper hinlegen.
3. Alarmieren Sie den Rettungsdienst. Jede Person, die Kontakt mit Rauchgasen hatte, muss medizinisch untersucht werden!
4. Bleiben Sie – wenn möglich – bei der betroffenen Person.
5. Falls medizinischer Sauerstoff zur Verfügung steht, verabreichen Sie vier bis sechs Liter pro Minute
6. Wird der Betroffene bewusstlos, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage und kontrollieren stetig seine Vitalfunktionen. Spätestens jetzt ist ein Notarzt zu alarmieren.
7. Bei einem Herzkreislaufstillstand beginnen Sie sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung.
8. Ist der Verletzte ansprechbar, fragen Sie ihn nach weiteren Personen im brennenden Gebäude. Geben Sie alle Informationen an den Einsatzleiter und Rettungsdienst weiter.

Bei wem die Übung von lebensrettenden Sofortmaßnahmen schon länger zurück liegt, und wer sich bei der richtigen Vorgehensweise an einem Unfallort oder im Notfall unsicher ist, kann seine Erste-Hilfe-Kenntnisse bei Kursen des Deutschen Roten Kreuz e.V. auffrischen.

Mehr auf Sicherheit.info

Für andere Vergiftungen – auch bei Kindern – hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit die wichtigsten Vergiftungsnotrufnummern auf seiner Website gebündelt.

CO-Warnmelder erkennt die unsichtbare Gefahr

Wer Öfen oder Gasthermen betreibt, sollte zur eigenen Sicherheit daher zwingend CO-Melder wie den Fireangel CO-9D-DE anbringen, der im Gefahrenfall einen akustischen Alarm auslöst, der auch im Schlaf nicht überhört wird. Die elektrochemische Sensortechnologie der CO-Warnmelder warnt dabei nicht nur bei einer akuten CO-Gefahr, sondern auch, wenn sich über einen längeren Zeitraum eine gefährliche CO-Konzentration entwickelt. Die digitale LCD-Anzeige zeigt sowohl die niedrigsten Konzentrationen von CO, bis zu zehn ppm (parts per million; Kohlenmonoxid-Konzentration in der Luft), als auch die Höchstwerte im Verlaufe der vorherigen vier Wochen an.

Richtige Montage von Kohlenmonoxid-Meldern

Alle Geräte des CO-Melder-Portfolios von Fireangel werden unabhängigen Tests unterzogen, die Ansprechschwellen und sicheren Grenzwerte sind in der Europäischen Norm EN 50291 vorgegeben. Doch Warnmelder wie Kohlenmonoxid-Melder können nur alarmieren, wenn sie richtig installiert sind. Unten finden Sie ein zehnminütiges Webinar (Youtube-Video), das weitere Informationen bietet und erläutert, wo man Kohlendioxid-Warnmelder am besten anbringt.

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