Fachartikel aus PROTECTOR Special Videoüberwachung 2017, S. 52 bis 53

Intelligente Videoüberwachung Ungebetene Besucher aufspüren

Kameraüberwachung, Videoanalyse, direkte Täteransprache und Alarmierung von Interventionskräften – diese vier „Zylinder“ bilden den Motor eines leistungsstarken Sicherheitskonzepts speziell für Autohäuser, auf das inzwischen deutschlandweit über 500 Auftraggeber vertrauen.

Bild: Secontec
Die geschulten Mitarbeiter der Service-Leitstelle können auffällige Personen im überwachten Objektbereich direkt per Lautsprecher ansprechen. (Bild: Secontec)

Ob Komplettklau oder Teiledieb- stahl, Nobelkarossen oder Kleinwagen, Neu- oder Gebrauchtfahrzeuge – mehr denn je haben organisierte Banden die Ausstellungsflächen von Autohäusern im Visier. Ihnen kommen kundenorientierte Konzepte mit rund um die Uhr begehbarem Gelände gerade Recht. Besonders in unbewohnten Gewerbegebieten laden abgelegene Marken-Niederlassungen nicht nur zahlungswillige Kaufinteressenten ein. Langfinger haben jedoch auch in Stadtzentren keine Skrupel „abzuräumen“, sofern das Angebot hohe Schwarzmarkterlöse verspricht.

Versicherung und Imageschaden

Wenn es sich dann bei der Beute um bereits verkaufte jedoch noch nicht ausgelieferte Kraftfahrzeuge oder auch nur Teile davon handelt, ist der Schaden gleich um ein Vielfaches größer. Denn dann schlägt nicht nur der Diebstahl in Form von lästigem Organisationsaufwand und gegebenenfalls steigenden Versicherungsprämien zu Buche, sondern auch der Imageschaden durch unzufriedene Kundschaft. Allein aus versicherungstechnischen Gründen muss sich jeder Autohändler mit dem Thema Güter- und Immobilienabsicherung beschäftigen und tut gut daran, dieses Feld Spezialisten statt Generalisten zu überlassen. Ein solcher Spezialist ist das Unternehmen Secontec mit Hauptsitz in Hannover. Der Dienstleister zählt inzwischen deutschlandweit rund 500 Autohäuser zu seinen Kunden – darunter die Volkswagen Markenwelt sowie BMW und Mercedes.

CI-gerechter Look

„Die Anforderungen in Bezug auf Einbruch und Diebstahlschutz steigen kontinuierlich an. Unsere Auftraggeber erwarten heute nicht nur hochmoderne Aufnahmetechnik, sondern auch Gehäuseoptiken, die sich unauffällig in das Corporate Design der Marke einbinden lassen“, erklärt Romuald Kowalik, Geschäftsführer bei Secontec. Die hierfür notwendige Flexibilität ist auch ein Grund dafür, warum die Hannoveraner ihre Hardware größtenteils selbst produzieren statt zuzukaufen. So können Kameras und Systemkomponenten individuell den Designvorgaben des jeweiligen Auftraggebers angepasst werden. Verschiedene Finanzierungsoptionen sehen unter anderem ein 72-monatiges Leasing-Modell vor. So gehen Hard- und Software mit der letzten Rate in das Eigentum des Autohauses über.

Kameras, die mitdenken

Aber auch bei die technische Ausstattung kann mit Besonderheiten aufwarten: Zum Einsatz kommen intelligente Video-Alarmsysteme, die die Besucher des überwachten Terrains vollautomatisiert als Freund oder Feind identifizieren können. Das geschieht mit Hilfe einer auf Algorithmen basierten Analyse der erfassten Bewegungsabläufe. So passen gebückte Haltungen erwachsener Personen nicht zum klassischen Habitus kaufinteressierter Kundschaft. Zudem können tote Erfassungswinkel dank Wärmebildkameras ausgeschlossen werden. Ob das Außengelände frei zugänglich, umzäunt, umfriedet oder auf andere Weise mechanisch abgesperrt ist, spielt hierfür keine Rolle. Die Kameras werden auch in diesem Punkt individuell auf den Einsatzort justiert. Abgeschlossene Immobilien oder Neuwagenflächen können ebenfalls videotechnisch überwacht werden. „Steht das Außengelände bereits unter unserer 24-Stunden-Beobachtung, dann definieren wir im Gebäudeinneren nur noch besonders sensible Bereiche für die Installation von Bewegungsmeldern und Kameras. Hierzu zählen zum Beispiel Teilelager, Räume mit hochwertigen Diagnosegeräten und Spezialwerkzeugen, Bargeld- und Schlüssel-Tresore“, erklärt Kowalik.

Direkte Täteransprache

Weil die Auswertung der Aufzeichnungen in Echtzeit erfolgt, sind die geschulten, festangestellten Servicefachkräfte der hauseigenen Leitstelle rund um die Uhr und an sieben Tagen pro Woche in der Lage, das Gefahrenpotential richtig einzuschätzen. Werden Situationen als gefährlich bewertet, leiten sie in Sekundenschnelle alle erforderlichen Maßnahmen ein, um Verbrechen zu verhindern: So erfolgt eine direkte Täteransprache per Lautsprecher in dem überwachten Objektbereich. Die akustische Aufforderung zum unverzüglichen Verlassen des Geländes führt erfahrungsgemäß zu einem wirkungsvollen Überraschungseffekt. Der veranlasst sogar organisierte Diebesbanden dazu, ihr Vorhaben sofort abzubrechen und das Gelände überstürzt zu verlassen. Zeitgleich wird die Polizei vor Ort beziehungsweise auf Kundenwunsch auch ein zuständiger Werkschutz oder Wachdienst punktgenau alarmiert, so dass unnötige Zeitverluste vermieden werden können. In den meisten Fällen bleiben Autohäuser so unbeschadet von Fahrzeugdiebstahl, Vandalismus und Teileklau.

Schadenquoten senken

Damit gelingt es den Unternehmen, die Schadenquoten merklich zu senken. Und obwohl damit auch die Reduzierung von Versicherungsprämien einhergeht, empfehlen namhafte Versicherer und Vermittler wie der Volkswagen Versicherungsdienst (VVD) ihren Kunden die Kombination aus hoch entwickelter Technik und menschlicher Fachkompetenz. „Unser Unternehmen hat seit 2009 immer öfter Berührungspunkte mit der Autohausabsicherung durch Secontec. Dem Konzept und den damit verbundenen Services können wir unsere uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Eine so umfassende Objektbeobachtung und rasche Gefahrenintervention ist mit regulären Wachdiensten und Videoaufschaltungen kaum möglich und bezahlbar“, so Thorsten Krüger, Leitung Gewerbliche Versicherungen der VVD GmbH. Bei Bedarf werden von der Service-Leitstelle weitere Gefahrenarten bearbeitet, die zum Beispiel durch Überfall, Feuer, Hochwasser oder Hagel entstehen können.

Voraussetzungen vor Ort

Um die Hard- und Software aus einer Hand installieren, nutzen und zwischendurch warten zu können, bedarf es nur weniger Vorbereitungen. Damit die Aufzeichnungen der Kameras für die Leitstelle und gegebenenfalls polizeilichen Ermittler qualitativ geeignet sind, ist nach Einbruch der Dunkelheit eine Außenbeleuchtung von circa zehn Lux in den relevanten Sichtfeldern notwendig. Zur Übertragung der Videos an die wachhabenden Service-Mitarbeiter wird außerdem ein Business-DSL-Zugang mit fester IP- Adresse am Standort des Servers benötigt. Allerdings bedarf es hierbei keiner besonderen Bandbreite im VDSL-Bereich. Schließlich sind noch ein 230-Volt-Netzanschluss sowie Platz für einen Serverschrank mit den Maßen 80 mal 80 mal 120 Zentimeter (Breite mal Tiefe mal Höhe) einzurichten.

Die Finanzierung

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Die Frage nach der Finanzierung ihres Sicherheitskonzepts beantwortet das Unternehmen mit den beiden Optionen Kauf und Leasing. Letztere ermöglicht eine höhere Liquidität über einen Leistungszeitraum von meist 72 Monaten. Ohne Sonderzahlungen gehen die geleaste Hard- und Software nach der letzten Rate in das Eigentum des Auftraggebers über. Dann sind die Systemkomponenten aber längst noch nicht veraltet, sondern können mindestens weitere zwei bis vier Jahre eingesetzt werden. „Im Vergleich zu klassischen Wachdiensten ist unser umfassendes Angebot in der Regel vom ersten Tag an günstiger und amortisiert sich während eines Lebenszyklus‘ voll. Im Vergleich zu den Kosten für konventionelle Sicherheitsdienste kann das bereits nach weniger als 24 Monaten der Fall sein“, so Kowalik.

Secontec GmbH, www.secontec.de

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