Interview aus PROTECTOR 11/2017, S. 14

Dahua Gelebte Partnerschaft

Seit gut einem Jahr ist Arndt Badstieber Sales Manager D-A-CH bei Dahua. In dieser Zeit hat sich viel getan. PROTECTOR & WIK unterhielt sich mit dem Branchenkenner über die Eigenheiten des deutschen Marktes für Sicherheitstechnik und fragte nach den Besonderheiten, die asiatische Unternehmen dabei beachten sollten.

Bild: Dahua
Arndt Badstieber, Sales Manager D-A-CH der Dahua Technology GmbH. (Bild: Dahua)

PROTECTOR & WIK: Herr Badstieber, Dahua ist bereits das dritte große asiatische Unternehmen, das Sie für den deutschen Sicher-heitstechnik-Markt aufbauen. Ist diese Aufgabe für Sie inzwischen Routine?

Arndt Badstieber: Nein, das wird niemals Routine, und ist jedes Mal aufs neue eine Riesenherausforderung. Aber es gibt bestimmte Faktoren, die immer dieselben sind und die für mich unbedingt passen müssen. Punkt eins ist das Produkt-Portfolio: Kommt es zur richtigen Zeit? Sind die Nutzer überhaupt schon bereit dafür? Oder ist die Technik ihrer Zeit voraus? Das sind Fragen, die man sich zunächst stellen muss. Der zweite Punkt ist der Preis und die Marge, der dritte Punkt ist die Qualität und der vierte ist der menschliche Faktor. Als Dahua bei mir anfragte, war schnell klar, dass alle Parameter absolut erfüllt waren und ich akzeptierte das Angebot ohne zu zögern. Und jetzt, nach einem Jahr, stelle ich fest, dass Dahua mit seinen Voraussetzungen sogar noch weit über meinen Erwartungen liegt. Ich genieße es jeden Tag, in diesem Unternehmen zu arbeiten.

Welche Besonderheiten des deutschen Marktes müssen asiatische Unternehmen berücksichtigen, um erfolgreich zu sein?

Grundsätzlich müssen Unternehmen überzeugt sein, das Richtige zu tun. Halbherzige Investitionen bei der Markteinführung scheitern von vorne herein. Wenn man wirklich in einen Markt will, dann muss auch Geld in die Hand genommen werden. Sehr wichtig ist zudem Geduld. Man sollte langfristig denken und kann nicht erwarten, dass innerhalb kürzester Zeit nach der Produkteinführung die Umsätze explodieren, und man muss aufpassen. Denn schnell können auch Fehlentscheidungen im laufenden Prozess nach hinten losgehen, etwa wenn ein Investor das strategische Vorgehen ändert, ohne die unterschiedlichen Voraussetzungen von Märkten zu berücksichtigen und den lokalen Playern nicht zuhört. Entscheidungsträger sind gut beraten, nach der Meinung der Leute vor Ort zu fragen und diese zu akzeptieren. Das haben die asiatischen Unternehmen, für die ich in den letzten Jahren erfolgreich gearbeitet habe, auch getan. Und aktuell können wir mit Dahua im letzten Jahr damit große Erfolge nachweisen.

Nennen Sie uns einige Beispiele dieser Erfolge und die Strategie, die dahinter steht?

Wir haben zum Beispiel ein Sales-Team für den deutschen Markt aufgebaut, ein deutsches Warenlager eröffnet, eine deutsche Niederlassung gegründet, und nicht zuletzt ein Händler- und Distributions-Netzwerk etabliert – und das alles innerhalb von einem Jahr, mit bereits großen Erfolgen bei den Umsätzen. Was die Strategie betrifft, ist die CCTV-Matrix heute so umfangreich geworden, dass man auf das Know-how eines ausgebildeten Fachhandelnetzes zurückgreifen muss. Diese Partnerschaft zwischen Hersteller und Fachhandel wird bei Dahua sehr stark gelebt. 2018 werden wir zum Beispiel die Dahua Deutschland Akademie gründen. Es wird also auch bei uns bald eine Institution wie in Polen geben, die erst kürzlich eröffnet worden ist. Das sind einige der Meilensteine, die deutlich zeigen, dass es mit Dahua in Deutschland rasant vorwärts geht. Klar bedeutet das auch eine Menge Arbeit, aber Sie können sicher sein, dass diese Arbeit hoch professionell abläuft, und bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich unsere Strategie an dieser Stelle jetzt nicht im Detail erläutern und verraten werde.

Schade, aber verraten Sie uns, in welchen Bereichen Sie im Moment das größte Marktpotential sehen und welche weiteren Ziele Sie mit Dahua zukünftig verfolgen?

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Das größte Potential sehe ich im Moment vor allem im Home-Solution- und im Highend-Bereich. Darauf ausgerichtet, werden wir auch unser Partner-Konzept weiter deutlich vorantreiben, auch mit großen Partnern, deren technologisches Wissen wir mit der Akademie weiter vertiefen werden. Außerdem werden wir viel Unterstützung anbieten, etwa bei Marketingmaßnahmen oder bei der Realisierung von Hausmessen. Unsere Partner werden definitiv niemals alleine gelassen. Gelebte Partnerschaft ist ein wesentlicher Faktor, den wir nicht nur erhalten, sondern weiter ausbauen werden. AA

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