Fachartikel vom 11/30/2017

Eneo IP-Kameras für die Skiline Ski-Piste

An den Skimovie-Pisten von Skiline kann Eneo seine Lösungskompetenz mit projektbezogenen, individuellen Sonderfertigungen und Produktanpassungen unter Beweis stellen. Für das anspruchsvolle Anwendungsprofil von Skiline wurden Eneo Schwenk-Neigesysteme und IP-Kameras passgenau modifiziert.

Bild: aletscharena.ch/Christian Pfammatter
Die Skiline Skimovie Anlage am Aletsch Tunnel. (Bild: aletscharena.ch/Christian Pfammatter)

Skiline sorgt für beste Unterhaltung am Berg und Urlaubserinnerungen, unter anderem in Form von digitalen Videoclips. Entlang der Skiline Skimovie-Anlagen filmen moderne Videokameras die rasanten Abfahrten der Gäste. Dank automatisiertem Tracking verlieren die Kameras die Fahrer keine Sekunde aus dem Fokus. So entsteht ein ganz persönlicher Videoclip, der noch lange nach dem Urlaub authentisches Feeling aufleben lässt – und den Freizeitsportlern erlaubt, dieses Erlebnis mit ihren Freunden und in den sozialen Medien zu teilen.

Hohe Anforderungen

Dass es hier auf jedes Detail ankommt, versteht sich von selbst. Entsprechend hoch sind die technischen Anforderungen an die für die Nachführung zuständige Elektromechanik und an die Videokameras. Denn erstens müssen die Kameras in den Skimovie-Anwendungen schnell und sauber nachgeführt werden können, damit die ganze Abfahrt lückenlos aufgezeichnet wird, und zweitens legen die Gäste großen Wert auf qualitativ hochwertige Aufnahmen. Gefragt sind also vor allem hohe Farbtreue, starke Kontraste und gestochen scharfe Bilder.

Um diesen Anforderungen genügen zu können, müssen die Kameras eine feine, stufenlose Kontrolle von Zoom und Bildschärfe erlauben und einen hohen Dynamikumfang aufweisen. Und zu guter Letzt muss die Technik dauerhaft unter auch sehr widrigen Witterungsbedingungen und sehr schwierigen Lichtverhältnissen, die in den Bergen eher die Regel als die Ausnahme sind, perfekt funktionieren.

Bergerprobte Lösungen

Bild: Skiline GmbH
Die Kameras in den Skimovie-Anwendungen müssen schnell und sauber nachgeführt werden, damit die ganze Abfahrt lückenlos aufgezeichnet wird. (Bild: Skiline GmbH)

Die Produkte von Eneo bewähren sich schon lange auf den Skiline Skimovie-Pisten und Bikemovie-Anlagen: das High-Speed-Tracking der Kameras wird bereits seit vielen Jahren mit Hilfe von Eneo Schwenk-Neigesystemen vom Typ VPT realisiert. Sie zeichnen sich durch endlosen Drehbereich, verdeckte Kabelführung und eine Rotationsgeschwindigkeit von bis zu 100 Grad pro Sekunde aus.

Der Dynamikbereich beim Tracking reicht von sehr „aggressiv“ bis langsam, was einen kontinuierlichen Datenaustausch im Millisekundentakt mit dem Zentralrechner über die aktuelle und die Soll-Positionierung der beiden Pan- und Tilt-Achsen erfordert. Um hohe Leistungsfähigkeit sicherzustellen, werden dabei die RS-485-Steuersignale des VPT von einem Media-Konverter in IP-Signale übersetzt, die unabhängig vom Videostream an den Zentralrechner übertragen werden.

Maßgeschneiderte Lösung

Um die Performanz der Skimovie-Anlagen zu erhöhen, erfolgte im nächsten logischen Schritt die speziell auf Skimovie-Anwendungen ausgelegte Modifikation einer besonders leistungsstarken Eneo IP-Kamera, die dann mit einem ebenfalls modifizierten Eneo Schwenk-Neigesystem kombiniert wurde. Konkret wurde die Netzwerkkamera IPC-52A0030P0A gemeinsam mit einem VPT-Schwenk-Neigekopf „moviereif“ gemacht und im Winter 2016/17 bei einer Teststellung in Zermatt/Matterhorn Paradise und am Nassfeld eingesetzt.

Von Haus aus verfügt sie über ein Autofokus-Zoom-Objektiv mit 30-fachem optischem / 16-fachem digitalem Zoom und liefert Videobilder in Full-HD-Auflösung. Die maximale Bildübertragungsrate beträgt 60 Bilder pro Sekunde (BpS). Real Time WDR mit 25/30 BpS gehört ebenso zur technischen Ausstattung der IPC-52A0030P0A wie Digitale Bildstabilisierung (DIS) und digitale Rauschunterdrückung (2D-DNR / 3D-DNR).

An Bord befinden sich auch verschiedene Videoanalysefunktionen. Besonders zweckmäßig mit Blick auf den Pisteneinsatz ist Defog: Kameraseitig wird das unkomprimierte Videosignal Pixel für Pixel in Echtzeit analysiert, anschließend Farbe, Kontrast und Schärfe des optischen Signals retuschiert. Auf diese Weise liefert die Kamera auch bei widrigen Witterungsbedingungen Bilder, auf denen Objekte und Personen klar zu erkennen sind. Für den Einsatz im Winter auf der Piste und im Sommer am Mountainbike Trail wurde die API beziehungsweise Programmierschnittstelle der Kamera speziell an die Spezifikationen von Skiline angepasst.

Darüber hinaus wurde das Steuermodul speziell für Skiline modifiziert, so dass die Autofokus-Zoom-Steuerung noch schneller anspricht und das Objektiv entsprechend schnell fokussiert. Die so modifizierte Kamera wurde in ein Eneo Aluminiumwetterschutzgehäuse vom Typ VHM/ECLKA-210-W (Schutzart IP66) eingebaut, das serienmäßig mit innenliegender Anschlussverbindung, PTC-Scheibenheizung 100-265V und „Clear-Shield“-Ausblickscheibe ausgestattet ist. Die Schwenk-Neigesteuerung des VPT wurde von acht Bit auf 16 Bit erhöht, das heißt so angepasst, dass mit dem System nun mehrere tausend Direktpositionierungen in der Horizontalen und Vertikalen möglich sind.

Anschließend wurden die beiden Prototypen bei Skiline umfangreichen Tests und Analysen unterzogen. Hierbei wurde die Konformität der Kamera mit den Spezifikationen des Unternehmens nachgewiesen und darüber hinaus in einem einmonatigen Testbetrieb im hauseigen Prüflabor sowie beim Feldtest am Berg die herausragende Qualität festgestellt – sehr zur Zufriedenheit der Produktentwickler von Eneo und der Verantwortlichen von Skiline. Und so werden ab der Saison 2017/18 alle neuen Skimovie-Anlagen mit Eneo Kameras ausgeliefert, während für bestehende Installationen ein Upgrade-Paket angeboten wird.

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