Fachartikel vom 01/23/2018

7. BVSW Wintertagung Grenzen der Sicherheit

Mit seiner 7. BVSW Wintertagung (7.-9. März 2018) am Spitzingsee bietet der Bayerische Verband für Sicherheit in der Wirtschaft (BVSW) e.V. ein Forum für den Austausch unter Experten, verbunden mit der Möglichkeit, Lösungsansätze für die zukünftigen Herausforderungen zu erarbeiten.

Bild: Arabella Hotel am Spitzingsee
  (Bild: Arabella Hotel am Spitzingsee)

„Die BVSW Wintertagung ist wie immer hoch frequentiert, und schon jetzt gibt es nur noch wenige Plätze“, sagt Caroline Eder, Geschäftsstellen-leiterin des BVSW in München. „Dieses Jahr wird es besonders spannend aufgrund der Ergebnisse unseres Future Reports. Die deutsche Wirtschaft muss sich auf Schwieriges einstellen, wenn sie die Sicherheitsrisiken der kommenden Jahre meistern will.“

Die BVSW Wintertagung bietet Vorträge und Diskussionsrunden zu den Risikotrends der Zukunft, die im Future Report ermittelt wurden. Einer der wichtigsten ist dabei die Digitalisierung der Gesellschaft und die Folgen für Bevölkerung und Unternehmen. Die Digitalisierung und die damit einhergehende Vernetzung aller Lebensbereiche wurde von den befragten Unternehmen im Future Report als besonders risikobehaftet gesehen, denn auch Kriminelle wissen die neuen Technologien für sich zu nutzen.

Bereits heute ist die Organisierte Kriminalität ein ernst zu nehmendes Problem für die Wirtschaft. Über die Hälfte der befragten Unternehmen gab im Future Report an, schon einmal Opfer eines Angriffs geworden zu sein. Dabei kommen im zunehmenden Maße digitale Methoden zum Einsatz.

Future Report
Für die Studie Future Report wurden in Österreich und Deutschland über 4.700 Unternehmen gebeten, Informationen zu bereits erfolgten Schäden durch Organisierte Kriminalität, Terrorismus, Industriespionage und moderne Propaganda zu geben.

Grundlage für die meisten Übergriffe bildet das „Social Engineering“, wobei Angreifer ihre potentiellen Opfer im Vorfeld ausspionieren: Sie versuchen möglichst viele Informationen über deren Interessen und Kontakte zu sammeln, um einen Angriff gezielt und individuell vorzubereiten.

Ziel der Übergriffe ist die Erpressung von Zahlungen in Form von digitalen Währungen, aber auch das technologische Know-how der Unternehmen steht im Fokus. Rund ein Drittel der Unternehmen wurde bereits Opfer von Spionage und Informationsabflüssen. Die größte Bedrohung nach Meinung der Unternehmen geht von den eigenen Mitarbeitern aus, gefolgt von Wettbewerbern und ausländischen Geheimdiensten. Industriespionage gefährdet dabei nicht nur die Existenz einzelner Firmen. Für Deutschland als Wirtschaftsstandort mit Unternehmen von besonders hoher Innovationskraft hängt ein wesentlicher Teil des Wohlstands an der Absicherung sensibler Daten.

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Auch die Sozialen Netzwerke können sich zum Sicherheitsrisiko entwickeln. Spätestens seit den Präsidentschaftswahlen in den USA 2017 und der Schöpfung des Begriffs „Alternative Fakten“ ist ein Bewusstsein dafür entstanden, dass Nachrichten auch gezielt manipuliert oder gefälscht sein können. Soziale Netzwerke eigenen sich, um falsche Nachrichten in kürzester Zeit zu verbreiten.

Im Future Report gaben 34,1 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sie schon einmal von Fake News oder gezielten Falschmeldungen in den Sozialen Medien betroffen waren. Die Risiken sind erheblich: Gefälschte Nachrichten können beispielsweise Börsenkurse beeinflussen, Projekte und Firmenübernahmen verhindern oder den Ruf schädigen.

„Der Future Report und seine Ergebnisse waren die Basis für die Entwicklung des Programms unserer traditionellen Wintertagung am Spitzingsee,“ erklärt Eder. „Chancen und Risiken des digitalen Wandels werden dort diskutiert, ebenso wie viele weitere Themen rund um die wichtigsten Sicherheitstrends.“

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