Fachartikel aus PROTECTOR 4/2018, S. 36 bis 37

Zugang zur Elbphilharmonie Sichere Steuerung der Ströme

Mit der Elbphilharmonie, deren mehrfach geschwungenes Dach bis zu 110 Meter in den Himmel ragt, hat Hamburg ein neues Wahrzeichen mit internationaler Strahlkraft. Auch die öffentlich zugängliche Plaza zwischen den beiden Gebäudeteilen hat sich zum Besuchermagnet entwickelt. Den Zugang dazu regeln Sensorschleusen und Drehsperren von Dormakaba.

Bild: Dormakaba
Auf dem Sockel des ehemaligen Kaispeichers an der westlichen Spitze der Hafencity erhebt sich der gläserne Neubau mit seiner kühn geschwungenen Dachlandschaft. (Bild: Dormakaba)

Täglich kommen bis zu 16.000 Besucher auf den Platz mit der spektakulären Aussicht. Weil sich aus Sicherheits- und Brandschutzgründen nur 1.200 Personen gleichzeitig auf der Plaza aufhalten können, wird der Zugang über Tickets geregelt, die man vor Ort bekommen oder im Internet vorbuchen kann. Besucher, die auf die Plaza oder zu den Konzertsälen möchten, passieren die Zutrittskontrollsysteme, die aus Sensorschleusen und Drehsperren von Dormakaba bestehen. Für die Steuerung der Besucherströme ist das komplexe Ticketing- und Einlasskontrollsystem „Speedy“ von Aditus im Einsatz: die Drehsperren und Sensorschleusen verfügen über vollständig integrierte Leser sowie große und extrem helle Displays, die auch bei direktem Sonnenlicht ablesbar sind. Zusätzlich sind mobile Funkhandscanner, Ticketleser „Speedy SolidBrick“ sowie Kassenautomaten von Aditus im Einsatz, welche die Verwaltung zahlreicher Zutrittsberechtigungen reibungslos ermöglichen.

Dazu zählen die spontanen Plaza-Besucher genauso wie die Konzertbesucher mit Tickets verschiedener Anbieter. Gleichzeitig erhalten darüber auch Hotelgäste, Besucher der Gastronomie oder Bewohner der Appartements Zutritt. Vom Bauherr gefordert war hier eine Lösung, die einen sicheren, reibungslosen, aber auch bequemen Zugang gewährleistet. Außer dem sollte über eine Personenvereinzelung und über eine Kamerazählung die Anzahl der Besucher überwacht werden. Aufgrund der Kompetenz und der langjährigen Bauerfahrung von Dormakaba im hochwertigen Objektgeschäft ließen sich Generalplaner Herzog & de Meuron sowie die Architekten von Höhler & Partner von dessen Spezialisten zum Thema Zugangskontrollen weg, Vereinzelungsanlagen, Brandschutz und Fluchtweg beraten.

Durch langjährige Zusammenarbeit mit dem ausführenden Unternehmen Hochtief Solutions AG sowie mit zahlreichen Baubeschlagshändlern und Türenfirmen unterstützte Dormakaba auch bei der Fachplanung für Türen und Tore Konzertsäle, Hotel und Wohnen. Für den Eingangsbereich wurden aufgrund der Anforderungen der Planer spezielle Kerberos-Drehsperren aus schwarz beschichtetem Edelstahl entwickelt und gefertigt. Diese Sonderanfertigung ist großzügiger gestaltet, damit die Besucher zum Beispiel auch mit Abendkleidern bequem durchgehen können. Für Personen mit Handicap wurden fünf Argus-Sensorschleusen mit automatischen Türelementen installiert. Sie ermöglichen eine komfortable, berührungslose Passage auch für Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen oder kleinen Kindern. Im geschützten Innenbereich wurden aus optischen Gründen die Sensorschleusen gewählt, die speziell durch ihre Lichtschrankensensorik auch Rollstühle, Kinderwagen und kleine Kinder sowie Hunde erkennen und absichern kann. Weiterhin wurden auf Wunsch der Planer anstelle der üblichen Glastüren Bügel gewünscht, welche in anderen Bauvorhaben auch schon erfolgreich eingesetzt wurden. Auch hier wurden die Standardmaße auf die vom Planer und Bauherrn gewünschten Maße angepasst.

Barrierefreier, bequemer Zugang

Mit seinen Tausenden Gästen täglich, verschiedensten Zugängen zu ganz unterschiedlichen Bereichen wie Konzertsälen, Büros, Wohnungen, dem Hotel und dem Parkhaus ist die Elbphilharmonie eine große Herausforderung in puncto Personenfluss, Barrierefreiheit, Betriebssicherheit, Flucht- und Rettungswege sowie Brandschutz. Für Barrierefreiheit sorgen beispielsweise automatische Schiebetüren von Dormakaba an den Zugängen zum Parkhaus, zur Plaza und zum Hotel Westin. An der großen Foyertreppe öffnet sich eine automatische Horizontalschiebewand für die Konzertbesucher. Drehtürantriebe vom Typ ED 200/250 mit einer Höhe von nur sieben Zentimetern fügen sich perfekt in das Erscheinungsbild der modernen als auch klassischen Türengestaltung der Elbphilharmonie ein und sorgen bei schwereren, häufig benutzten Türen im gesamten Gebäude für Barrierefreiheit und Komfort und vor allem dafür, dass die Türen auch bei entsprech enden Windlasten gut zu öffnen und zu schließen sind.

An etwa 3.000 Hotel-, Büro und Wohnungseingangstüren sind zusätzlich Türschließer der Serien ITS 96, TS 93 und BTS 80 montiert. Sie erfüllen alle geforderten Normen, vor allem die DIN 18040 für die barrierefreie Begehung. Für den vorbeugenden Brandschutz werden die über die Brandmeldeanlage ansteuerbaren Türschließer der Serie ITS 96 eingesetzt. Im Brandfall werden diese Türen sicher geschlossen. Das modulare Türschließersystem TS 93 verfügt über die bewährte „Easy Open Technologie“, die höchsten Begehkomfort bei voll kontrolliertem Schließen ermöglicht. Zusätzlichen Komfort bietet die serienmäßige Schließverzögerung. Die herzförmige Nockenscheibe sorgt für einen stark abnehmenden Öffnungswiderstand, so dass die Türen mit 40 Prozent weniger Kraftaufwand leicht und mühelos geöffnet werden können. Durch hydraulische Funktionen können die Türschließer einfach an verschiedene Nutzungssituationen angepasst werden und eignen sich damit gut für den Einsatz an Flucht- und Brandschutztüren. Steht bei den Türschließern die Funktion im Vordergrund, wirken die 1.500 „OGRO“-Beschläge an den Blech-, Holz-, Rahmen- und Glastüren durch ihre harmonische Symbiose aus Funktion und Design und erhöhen so den Charme jeder Tür. Die Feuertaufe haben die Zugangslösungen im ersten halben Jahr nach der Eröffnung bereits erfolgreich bestanden. Denn durch die sicheren, soliden und lang lebigen Produkte von Dormakaba ist eine permanente Funktionssicherheit gewährleistet, was angesichts des Besucherandrangs auch benötigt wird.

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