Fachartikel aus PROTECTOR 6/2018, S. 20 bis 21

Smart-Home-Alarmanlage Alles auf dem Schirm

Die Zahl der Unternehmen, die Lösungen anbieten, die sowohl den Bereich elektronischer Alarmanlagen als auch den Bereich Smart-Home in einem System abdecken, wächst stetig. Dabei unterscheiden sich die Systeme stark in ihrer Funktionalität.

Bild: Lupus-Electronics
(Bild: Lupus-Electronics)

Bei der Anschaffung eines zuverlässigen Systems gilt es zu beachten, ob das System auf eine cloudbasierte Lösung zurückgreift, wie viele smarte Produkte ein Hersteller im Sortiment hat und welche zusätzlichen Leistungen neben den offensichtlichen – der Einbruchs prävention und Schutz der vier Wände – angeboten werden. Dazu gehören beispielsweise auch die Steuerungsmöglichkeiten der Anlage. So setzen immer mehr Hersteller neben der analogen Steuerung und der Bedienung des Systems über das Smartphone, Tablet oder Desktop-PCs auf eine Sprachsteuerung, wie beispielsweise Amazon Alexa. Einfache Sprachbefehle wie „Alexa, schalte die Alarmanlage scharf“, steigern die Bequemlichkeit im Umgang mit einer Smart-Home-Alarmanlage. Bequemlichkeit und der Service, den Hersteller mit ihrer Hardware mitliefern, werden zunehmend präsenter. Der Servicegedanke wird von einigen wenigen Herstellern dieser Systeme auf eine neue Ebene gehoben, indem die Smart- Home-Alarmanlage direkt an die Versicherung angeschlossen ist, über die die eigenen vier Wände finanziell abgesichert sind. Ein Vorzeigebeispiel bietet die Kooperation des deutschen Herstellers professioneller Smart- Home-Alarmanlagen und Videoüberwachungstechnik, Lupus-Electronics, und der Provinzial Nordwest Versicherung.

Das Provinzial Notfallmanagement

Zusammen hat man das Notfallmanagement als Baustein des Wohngebäude-/ Haus- rat- Versicherungsvertrags der Provinzial geschaffen. In diesem ist die Smart-Home- Alarmanlage „LUPUS XT3“ exklusiver Hardwarepartner des Provinzial NotfallmanagementSystems und an ein 24-Stunden- Notfallscenter der Deutschen Assistance (DASG) aufgeschaltet. Der Benutzer bekommt ein vorkonfiguriertes Lupus-System mit Meldern für Rauch, Wasser, Bewegung und Tür-/ Fensteröffnung sowie einer aktivierten Telekom SIM-Karte für den zweiten redundanten Alarmweg. Damit ist sichergestellt, dass ein eingehendes Alarmsignal eines in das System integrierten Sensors auf jeden Fall an den Benutzer der Anlage und die DASG gesendet wird. Nach Anmeldung der Hardware mit einem einfachen One-Click-Inbetriebnahmetest kann die Hardware ab diesem Zeitpunkt jederzeit bei der Deutschen Assistance Alarme auslösen. Datensicherheit wird hierbei großgeschrieben. Alle Smart-Home-Funktionen nutzt der Anwender ausschließlich privat. Eine Speicherung oder gar Auswertung der Daten findet zu keinem Zeitpunkt statt. Nach dem Auslösen eines Alarms arbeitet die DASG einen definierten Alarmprozess von der Alarmplausibilisierung über einen Rückruf bis zur Einschaltung von Feuerwehr und Polizei (bei Nichterreichung oder im dringenden Alarmfall) ab. Einen besonderen zusätzlichen Mehrwert haben Benutzer, falls es tatsächlich zu einem Schaden kommen sollte. Denn sämtliche Folgepro zesse werden nach der Informationsbeziehungsweise Schadenmeldungsweitergabe der DASG an die Provinzial von der Versicherung geregelt. Das spart dem Benutzer der Anlage nicht nur jede Menge Zeit, sondern auch lästigen Papierkram. Die beteiligten Unternehmen sind mit Schnittstellen digital und unter höchsten Sicherheitsstandards für Anmeldungen, Bestellprozess, Alarmwegkonfiguration und Alarmübertragungen eng miteinander verbunden. Dazu kommen entsprechende Schnittstellenstandards zum Einsatz.

Hoher Anspruch an Datenschutz

Bei einem modernen System, wie der XT3, ist höchste Datensicherheit unverzichtbar. Daher setzt Lupus-Electronics auf eine cloudfreie Lösung. Kundendaten werden von der XT3-Zentrale zu keinem Zeitpunkt an einen Server gesendet, es gibt daher auch keinerlei Speicherung oder Auswertung von Kundendaten. Die Verbindung eines Endgerätes ist immer eine hoch gesicherte, verschlüsselte direkte Verbindung von Smartphone, Tablet oder PC auf die Zen trale im Haus. Serversicherheit oder Serverausfälle spielen daher für die Sicherheit der Smart-Home-Alarmanlage keine Rolle. Selbst wenn der Internetanschluss vor Ort ausfallen oder kompromittiert sein sollte, gibt es einen redundanten zweiten Alarmweg per GSM Mobilfunk-Modul. Für die Verbindungen von und zur XT3 unterstützt die Zentrale eine sichere End-to-End 256bit TLS-Verschlüsselung.

Perfekt abgestimmt

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Eine elektronische Alarmanlage ist jedoch nur so stark, wie ihr schwächstes Glied. Daher kann es ein großes Sicherheitsproblem sein, wenn beim Einbau einer elektronischen Alarmanlage Komponenten verschiedener Hersteller miteinander verbunden werden, da die einzelnen Komponenten, wie Zentrale, Signalgeber, Glasbruch-, Erschütterungs- oder Bewegungsmelder, nicht perfekt aufeinander abgestimmt sind. Das macht diese Systeme anfälliger für Fehlerquellen. Ein solches System sollte idealerweise aus einer Hand kommen. Bei der Anschaffung ist es nicht nur wichtig, zu beachten, welche Bereiche (elektronische Alarmanlage, Smarthome und Videoüberwachungstechnik) ein System abdecken kann, sondern auch, welche Komponenten der Hersteller des Systems anbietet und wie viele Sensoren sich in das System einbinden lassen. Aktuell besitzt Lupus-Electronics mit seinen cloudfreien Systemen „XT1 Plus“, „XT2“ und „XT3“ mit über 70 professionellen, sicheren und smarten Komponenten n nach eigenen Angaben das größte Sortiment aus einer Hand. Trotzdem lässt es sich nach Wunsch um intelligente Komponenten vieler anderer Hersteller, wie beispielsweise dem elektronischen Türschloss des Herstellers Nuki oder den „Philips Hue Lights“ erweitern.

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