Fachartikel vom 08/31/2018

Rückblicke/Ausblicke Der Gast als Täter

Heute blicken wir in unserer Archiv-Rubrik ins Jahr 1997 und gehen der Frage nach, inwieweit in Hotels die Gäste als Ursache von Kriminalität zu sehen sind.

Bild: Archiv
Scan aus PROTECTOR-Ausgabe 6-7/1997. (Bild: Archiv)

Seit nunmehr gut zehn Jahren wirft das Redaktionsteam von PROTECTOR & WIK immer wieder einen Blick in das 45 Jahre zurück reichende Archiv des Heftes. Die interessantesten historischen Fundstücke, Kuriositäten und Zeitzeugnisse präsentieren wir in jeder Ausgabe im „Abspann“. Sofern möglich und angebracht versehen wir die Archivtexte mit einem aktuellen Bezug zu Jetztzeit. Die besten dieser bisher Heft-exklusiven Archiv-Beiträge stehen nun auch online auf Sicherheit.info zur Verfügung.

Der Gast als Täter

Hotels befinden sich in einem ähnlich schwierigen Spannungsfeld wie der Einzelhandel. Kundenfreundlichkeit ist oberstes Gebot und der Kunde ist – zumindest in der Idealvorstellung – König. Doch was, wenn der König zum Gauner wird? Diese Frage müssen sich nicht nur die von Diebstahl geplagten Einzelhändler stellen, auch in Hotels geht der Schwund oft über den Bademantel oder den Aschenbecher hinaus. Und obwohl bereits diese Diebstähle in der Masse schnell ins Geld gehen können, überlegt es sich der Hotelier in der Regel zweimal, ob er den Gast damit behelligt. Dieser und weitere Aspekte wurden auch in der PROTECTOR-Ausgabe 6-7/1997 im Artikel „Tatort Hotel“ geschildert. Darin heißt es wörtlich sogar: „In vielen Hotels werde gestohlen, was nicht niet- und nagelfest ist.“ Deshalb boten sich bereits damals technische Lösungen an, etwa Chip-Sicherung oder Videotechnik, die das Inventar überwachen helfen.

Wenn man sich ansieht, welch hochklassige Ausstattung und Unterhaltungselektronik aktuell in vielen Hotelzimmern verbaut ist, kann eine Sicherung auch heute nur als hervorragende Idee bezeichnet werden. Denn den Gast, der sich derart unehrenhaft verhält, muss man zur Verantwortung ziehen. Die ehrlichen Gäste hingegen profitieren von der Sicherheitstechnik, vor allem von der Videoüberwachung. Denn diese schützt auch vor zunehmendem Vandalismus und trägt positiv zum subjektiven Sicherheitsempfinden im Hotel bei. Koppelt man sie noch mit intelligenter Videoanalyse ergeben sich zahlreiche Anwendungen, die dem Hotel Aufschluss über Nutzung verschiedener Angebote geben oder dabei helfen, Vorfälle aufzuklären. Die Investition zahlt sich also doppelt aus: Einerseits in der Vermeidung von Verlusten und andererseits im Mehrwert, den die Technik bietet. So lässt sich auch in Zukunft ruhig schlafen.

Erstveröffentlichung
Dieser Beitrag erschien ursprünglich in der Printausgabe des PROTECTOR 12/2012, er besitzt aber nach wie vor inhaltliche Relevanz. Ein möglicher konkreter Bezug zu aktuellen Ereignissen ist dessen ungeachtet jedoch im Kontext des Erstveröffentlichungsdatums zu sehen. Der Text wurde nicht erneut aktualisiert, sondern dient seinerseits als Blick ins Archiv dieser Ausgabe.

Kontakt- und Firmen-Infos im Branchenverzeichnis

Mehr auf Sicherheit.info