Fachartikel aus PROTECTOR 9/2018, S. 52 bis 53

Auswirkungen der Digitalisierung Unter smartem Dach

Die Digitalisierung hat das Leben an vielen Stellen vereinfacht und eröffnet viele neue Geschäftsfelder. In Zeiten von Google, Facebook und „Connected Living“, birgt sie allerdings ebenso viele Risiken. Besonders, wenn es um das Thema Sicherheit und elektronische Alarmanlagen geht, sollte man genau wissen, auf was geachtet werden muss.

Bild:  Lupus-Electronics
Ein Linienbewegungsmelder detektiert Einbruchsversuche an Türen. (Bild: Lupus-Electronics)

Elektronische Alarmanlagen haben von der Digitalisierung profitiert. Die alten, analogen Systeme waren nicht nur schwer zu installieren, sie erforderten auch ein hohes finanzielles Engagement ihrer Besitzer. Moderne elektronische Alarmanlagen sind über gesicherte Funkverbindungen mit ihren Komponenten verbunden. Neue Sensoren lassen sich mittels eines Klicks in ein bestehendes System einbinden, und die digitale Kommunikation ist dank einer 256-Bit-TLS-Verschlüsselung vor Angriffen von außen geschützt. Auf Produktebene ermöglicht die Digitalisierung die Verbindung von ursprünglich voneinander getrennten Systemen, die in ihrer Konvergenz ein neues Stadium der Sicherheit und Effizienz erreichen. Die Rede ist von der Bündelung von elektronischer Alarmanlage, Smart Home und Videoüberwachungstechnik in einem System.

Sensoren alarmieren die Zentrale

Bild: Lupus-Electronics
Das cloudfreie XT1 Plus Starter Pack bindet sichere und smarte Komponenten ein. (Bild: Lupus-Electronics )

Die Verbindung von elektronischer Alarmanlage, Smart Home und Videoüberwachung, wie beispielsweise bei den professionellen Systemen des deutschen Unternehmens Lupus-Electronics, birgt den großen Vorteil, dass nicht nur Einbruchsversuche durch beispielsweise Bewegungsmelder oder Tür-/Fensterkontakte in der Entstehung verhindert werden können. Durch bestimmte Sensoren können Präventionsmaßnahmen gegen Einbruchsversuche ergriffen werden, die einen potenziellen Einbrecher schon im Ansatz entscheidend abwehren. Zu diesen Sensoren gehören beispielsweise Erschütterungsmelder, die schon dann ein Alarmsignal an die Zentrale schicken, wenn sie eine typische Erschütterung von Zutritts- oder Fensterbereichen registrieren. Die Alarmsirene des Systems ertönt lautstark und der potenzielle Einbrecher ergreift die Flucht, noch bevor er überhaupt einen Schaden verursachen oder gar einen erfolgreichen Einbruchsversuch durchführen kann.

Risiken des Smart Homes

Dank intelligenter Leuchtmittel, die sich per Smartphone von überall auf der Welt aus steuern lassen, können Szenarien programmiert werden, bei denen das Licht in unregelmäßigen Abständen an- und ausgeht. Dank smarten Rollladenrelais fahren zudem die Rollläden jeden Morgen automatisch hoch und abends wieder runter. All das sorgt dafür, dass die eigenen vier Wände bewohnt aussehen, auch, wenn sie es gar nicht sind, und lässt sie so unattraktiv für potenzielle Einbrecher werden. Jedoch wird besonders der Bereich Smart Home von vielen Nutzern kritisch gesehen. Zu begründen ist das mit den Risiken, die mit der Digitalisierung einhergehen. Dazu zählt vor allem das Thema Datensicherheit.

Datensicherheit an oberster Stelle

Einige Unternehmen gehen im Sinne der Datensicherheit neue Wege und verzichten bei ihren Systemen auf eine Lösung in der Cloud. Das bedeutet, dass alle Daten ausschließlich auf der Zentraleinheit des Systems verarbeitet werden. Sie verlassen zu keinem Zeitpunkt die eigenen vier Wände und wandern auf keinen außenstehenden Server. Damit ist sichergestellt, dass sich Hacker nicht von außen in das System einhacken und dadurch die Kontrolle übernehmen können. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme verwenden viele Hersteller ein Rolling- Code-Verfahren, um die Verbindung zwischen analogen Steuerungsgeräten und der Anlage zu schützen. Bei Rolling Codes handelt es sich um einen kryptografischen Algorithmus, der bei jeder Funkübertragung einen sich ändernden Code verwendet. Das macht es Hackern quasi unmöglich, die Funkverbindung zu entschlüsseln.

Abgestimmt aus einer Hand

Bild: Lupus-Electronics
Der Glasbruchmelder setzt bei Beschädigung des Fensters einen Alarm an die Zentrale ab. (Bild: Lupus-Electronics )

Ein solches System sollte idealerweise aus einer Hand kommen. Bei der Anschaffung ist es nicht nur wichtig zu beachten, welche Bereiche (elektronische Alarmanlage, Smart Home und Videoüberwachungs- technik) ein System abdecken kann, sondern auch, welche Komponenten der Hersteller des Systems anbietet. Aktuell besitzt Lupus-Electronics mit seinen cloudfreien Systemen XT1 Plus, XT2 Plus und XT3 mit über 70 professionellen, sicheren und smarten Komponenten das größte Sortiment aus einer Hand. Trotzdem lässt es sich nach Wunsch um intelligente Komponenten vieler anderer Hersteller, wie beispielsweise dem elektronischen Türschloss von Nuki oder den Philips Hue Lights erweitern.

Service als digitales Geschäftsmodell

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Neben der Prävention gegen Einbrüche schützen moderne Smart-Home-Alarmanlagen ebenfalls vor Schäden, die beispielsweise durch Feuer oder Wasser entstehen können. Einige Smart-Home-Alarmanlagenhersteller gehen noch einen Schritt weiter und heben den Servicegedanken auf die nächste Ebene. Dafür arbeiten sie mit Versicherungen zusammen, die sich umgehend um den entstandenen Schaden kümmern können. Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit zwischen Lupus-Electronics und der Provinzial-Nordwest Versicherung. Als Teil des „Notfallmanagements“ der Provinzial ist die XT3 mit allen Sensoren an ein Alarmcenter aufgeschaltet, welches im Alarmfall umgehend benachrichtigt wird und reagieren kann – selbst, wenn der Besitzer der Anlage in diesem Moment nicht erreichbar ist. Polizei und Feuerwehr können so rechtzeitig informiert werden. Kommt es dennoch zu einem Schaden, dann ist dieser direkt erfasst und die Provinzial kümmert sich um die weitere Abwicklung.

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