News vom 10/23/2018

Bosch IoT-Plattform für Sicherheitskameras

Mit der Gründung der hundertprozentigen Tochtergesellschaft „SAST“ (Security and Safety Things), unterstreicht die Bosch Gruppe ihr strategisches Engagement in digitalen Wachtstumsfeldern wie dem Internet of Things (IoT) und Künstlicher Intelligenz (KI).

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Im Fokus der Plattform stehen bislang Sicherheitskameras. Zukünftig sollen weitere IoT-Segmente bedient werden. (Bild: Bosch)

Die offene IoT-Plattform, die voraussichtlich Mitte 2019 online geht, ist bislang auf Sicherheitskameras ausgerichtet. Zukünftig sollen auch weitere IoT-Segmente bedient werden, wobei eng mit der vor kurzem bekannt gegebenen Open Security and Safety Alliance zusammengearbeitet wird, zu deren Gründungsmitglieder neben Bosch auch Hanwha Techwin, Milestone Systems, Pelco und Vivotek gehören:

"SAST führt einen neuen Standard zur Entwicklung innovativer Anwendungen im Sicherheitsbereich ein und entwickelt ein Betriebssystem sowie einen globalen, sicheren und skalierbaren digitalen Marktplatz zur Bereitstellung und Verwaltung von Software-Lösungen. Das Betriebssystem wird kostenlos für Neuentwicklungen in diesem Bereich zur Verfügung gestellt“, erklärt „SAST“-Geschäftsführer Hartmut Schaper.

Globale Plattform

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„SAST“-Geschäftsführer Hartmut Schaper. (Bild: Bosch)

Die Gründung der IoT-Plattform ist laut Unternehmen eine direkte Antwort auf aktuelle Trends bei IP-basierten Kameras für Sicherheitsanwendungen. Angetrieben durch die zunehmende Vernetzung und die steigende Rechenleistung auf Netzwerkkameras werden neue innovative Anwendungen im Bereich der Videoanalyse direkt auf Kameras ermöglicht.

Nach Einschätzung der SAST werden spezialisierte Software-Anwendungen für Sicherheitskameras in den nächsten fünf Jahren überproportional wachsen. Ein wichtiger Wachtstumstreiber für diese Software-Anwendungen ist eine neue Generation leistungsfähiger Mikroprozessoren, sogenannte neuronale Chipsets, die der Branche entscheidende Vorteile bieten sollen, etwa hochwertige Videoanalyse-Anwendungen, neue Kamera-Funktionen dank Künstlicher Intelligenz (zum Beispiel Gesichtserkennung) sowie die Möglichkeit zur Installation von Apps über Updates oder Uploads, ohne die Kamera auszuwechseln.

Ziel ist die Entwicklung eines softwarebasierten Ökosystems speziell für Sicherheitskameras. Der digitale App-Store ermöglicht Softwareprogrammierern die Entwicklung von Anwendungen nach offenen Standards sowie deren Vermarktung, ähnlich wie heutige App-Stores für Smartphone-Anwendungen. Im Fokus stehen dabei spezielle vertikale Anwendungen für Flughäfen, die Analyse von Bewegungsmustern in Geschäften mittels künstlicher Intelligenz sowie Anwendungen über den Sicherheitsbereich hinaus, etwa Business-Intelligence und Lifecycle-Monitoring wie vorausschauende Wartung und Zustandsüberwachung.

Für neu entwickelte Apps werden laut Unternehmen strikte Qualitätsstandards und Sicherheitsüberprüfungen im Rahmen eines festgelegten Freigabeverfahrens definiert. Um die Entwicklung zu beschleunigen, ist geplant, in der ersten Jahreshälfte 2019 weitere neue Mitarbeiter einzustellen, vorwiegend Softwareentwickler und IT-Experten.

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