Fachartikel vom 11/02/2018

Rückblicke/Ausblicke Grenzenlos drahtlos?

Heute werfen wir im Rahmen unserer Archiv-Rubrik einen Blick in das Jahr 1983, als funkbasierte Sicherheitstechnik eher noch ein Sonderfall war. Seitdem hat sich in diesem Bereich einiges getan - und das Ende der Entwicklung scheint lange noch nicht erreicht.

Seit nunmehr gut zehn Jahren wirft das Redaktionsteam von PROTECTOR & WIK immer wieder einen Blick in das 45 Jahre zurück reichende Archiv des Heftes. Die interessantesten historischen Fundstücke, Kuriositäten und Zeitzeugnisse präsentieren wir in jeder Ausgabe im „Abspann“. Sofern möglich und angebracht versehen wir die Archivtexte mit einem aktuellen Bezug zu Jetztzeit. Die besten dieser bisher Heft-exklusiven Archiv-Beiträge stehen nun auch online auf Sicherheit.info zur Verfügung.

Bild: Archiv
Scan aus der PROTECTOR-Ausgabe 3/1983 (Bild: Archiv)

Grenzenlos drahtlos?

Wenn man die letzten drei Jahrzehnte rückblickend betrachtet, kann man den Eindruck gewinnen, dass die drahtlose Übertragungstechnik einen regelrechten Siegeszug angetreten hat. Das betrifft nicht nur die Telefonie oder die Computertechnik, sondern auch die Systeme der Sicherheitsbranche. Anfangs war die drahtlose Technik jedoch verpönt und wurde mit dem Argument der Unsicherheit oder der Störanfälligkeit lange abgelehnt. So war es im Jahre 1983 auch noch etwas Besonderes, eine drahtlose Gefahrenmeldeanlage in der Produktsparte des PROTECTOR zu finden. In der Ausgabe 3 des Jahres 83 wurde jedoch eine ebensolche Anlage aus dem Hause Hörmann vorgestellt. Im zugehörigen Beschreibungstext heißt es, der Vorteil liege vor allem darin, keine teuren Leitungen verlegen zu müssen.

Trotz dieses unbestreitbaren Vorteils hat es jedoch relativ lange gedauert, bis sich drahtlose Sicherheitssysteme in der Breite durchsetzen konnten. Heute ist es aber kein Thema mehr, Alarmkomponenten, Rauchmelder, Videokameras und Zutrittsleser drahtlos anzubinden. Die genutzten Funktechnologien sind vielfältig und gelten gemeinhin als sicher: 868 Megahertz, WLAN, Bluetooth, NFC, Enocean und vieles mehr. Gerade im Umfeld der Privatanwender und der kleinen Unternehmen zahlt sich eine drahtlose Architektur aus, denn man spart nicht nur Kosten, man ist auch flexibler. Hinzu kommen natürlich die Anwendungen, in denen das Verlegen von Kabeln aus anderen Gründen nicht möglich ist, hier seien nur exemplarisch der Denkmal- oder Brandschutz genannt.

Dennoch gibt es auch noch genügend Platz für verkabelte Anwendungen in der Sicherheits- und in der Unterhaltungsindustrie. Kommt es etwa auf höchste Verfügbarkeit, Störfestigkeit oder große Bandbreiten an, führt noch kein Weg an kabelgebundenen Systemen vorbei. Aber wer weiß, wie sich dieses Verhältnis mit neu aufkommenden noch leistungsstärkeren Funktechnologien verändern mag.

Erstveröffentlichung
Dieser Beitrag erschien ursprünglich in der Printausgabe des PROTECTOR 11/2016, er besitzt aber nach wie vor inhaltliche Relevanz. Ein möglicher konkreter Bezug zu aktuellen Ereignissen ist dessen ungeachtet jedoch im Kontext des Erstveröffentlichungsdatums zu sehen. Der Text wurde nicht erneut aktualisiert, sondern dient seinerseits als Blick ins Archiv dieser Ausgabe.

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