Fachartikel aus W&S 01/2013, S. 24

Virenschutz eines Kinobetreibers Mission possible

Ein Computernetzwerk, das sich über mehr als 60 Standorte in Deutschland erstreckt, stellt an sich eine große Aufgabe für jeden IT-Administrator dar. Die Auswahl einer geeigneten Antivirenlösung kommt bei den Kinos der Cineplex-Gruppe als Herausforderung „on top“ hinzu.

Bild: Cineplex Deutschland GmbH
Das Computernetzwerk der Cineplex-Gruppe erstreckt sich über 60 Standorte. (Bild: Cineplex Deutschland GmbH)

Mehr als 18 Millionen Besucher pilgern jährlich in die Kinos der Cineplex-Gruppe. Hinter dem außergewöhnlichen Film- und Serviceangebot steht eine übergreifende und hochmoderne IT-Infrastruktur. Diese verbindet die Kino-Standorte mit der Zentrale in Wuppertal. Michael Ewert stand vor der Herausforderung, das technische Herzstück von Cineplex vor Malware zu sichern. Dies war kein leichtes Unterfangen für den IT-Leiter. Es galt für mehr als 600 Rechner und Server, verteilt auf über 60 Standorte, eine Sicherheitslösung zu finden, die später auch "remote" administriert werden kann. Erschwerend kam hinzu, dass der Virenschutz gegebenenfalls auch auf Mac-OS- und Linux-Geräte erweitert werden muss.

Hersteller-Casting

Adäquate Preise und eine hohe Virenerkennung der Produkte setzte der IT-Leiter voraus. Dennoch lohnte sich der Blick auf die Testergebnisse unabhängiger Testinstitute wie AV-Test und AV-Comparatives: Manche Hersteller schummeln ein wenig und erzielen hohe Erkennungsraten durch Inkaufnahme von Fehlalarmen. Diese sorgen jedoch für einen Mehraufwand, der Zeit und Geld kostet. Zudem fielen manche Antiviren-Größen durchs Raster, weil ihre Erkennungsleistung zu sehr schwankte. Auf Kontinuität legt Cineplex jedoch hohen Wert. Anbieter ohne umfangreiches Produktportfolio für die benötigten Betriebssysteme sortierte die zweitgrößte Kino-Gruppe Deutschlands ebenfalls sofort aus.

Andreas Crüsemann, Leiter nationales Marketing und Vertrieb, formulierte weitere Anforderungen: Tempo und Ausfallsicherheit müssen permanent gewährleistet sein. Kein Besucher will wegen einer langsamen Antivirensoftware lange an der Kasse auf sein Ticket warten. Dabei hatte man auch den „Worst Case“ im Sinn: den viren- oder softwarebedingten Ausfall des Gesamtsystems. Gerade am Wochenende strömen sehr viele Besucher in die Kinos - ein Ausfall wäre ein finanzielles Desaster, verbunden mit einem Image-Verlust. In diesem Fall sind 24/7-Serviceleistungen des potenziellen Antiviren-Herstellers ein Muss.

Generalprobe

Fast drei Monate lang testete das IT-Team die favorisierten Sicherheitslösungen auf Herz und Nieren. Neben fachlichen Fähigkeiten stand auch die Adaptierung an das Gesamtsystem im Fokus. Dafür benötigte Michael Ewert oftmals die Hilfe der Hersteller: Hier trennte sich oftmals die "Spreu vom Weizen". Nur wenige Hersteller konnten oder wollten Änderungen an der Software bereitstellen, die allerdings absolut wichtig waren.

Weiche Faktoren zeigten Unterschiede zwischen den Produkten auf. Störfälle durch Softwarefehler oder mangelhafte Updates, unzureichende Bedienungsfreundlichkeit der Administratoren-Konsole oder Übersetzungsfehler sprachen gegen manche Sicherheitslösung. Mit einfachen Lizenzbedingungen und Skalierungsmöglichkeiten sowie schnellen Reaktionen auf Vorfälle punkteten andere Hersteller.

Hauptbesetzung

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Letztlich entschied sich Cineplex für Eset Endpoint Antivirus. Ausschlaggebend waren neben den Produktfähigkeiten die einfache "remote" Administration und das in der Branche noch einzigartige Unilicense-Prinzip. Vereinfacht gesagt koppelt der Hersteller eine Lizenz an ein physikalisches Gerät - unabhängig davon, ob es sich dabei um einen Server oder Client handelt. Auch das Betriebssystem ist unerheblich. Dies bedeutet für den Anwender eine einfache Lizenzverwaltung, denn er muss lediglich die Anzahl der zu schützenden Geräte ermitteln.

Die Verantwortlichen des Kinobetreibers sind mit der Software äußerst zufrieden – sie gilt als extrem schnell und einfach zu bedienen. Und es zeigt sich: Wer sich bei der Auswahl einer Sicherheitslösung Zeit nimmt und seine Anforderungen an sie genau definiert, wird mit einem leistungsfähigen und sicheren Netzwerk belohnt. Der simple Blick auf Preis und Erkennungsrate bringt erfahrungsgemäß mehr Nachteile und Kosten mit sich als gewünscht.

Michael Klatte, Senior PR-Manager Eset

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