Foto: Berlemann Torbau

Freilandsicherung

Mechanik und Elektronik verschmelzen

Größtmögliche Einbruchsicherheit, Übersteigsicherheit, Durchbruchsicherheit und dazu eine ästhetische und unauffällige Optik. Die Anforderungen an Sicherheitszäune für besonders sensible Außengelände sind hoch und wachsen stetig weiter. Das Sicherheitsniveau kann ebenso mitwachsen, sofern die verschiedenen Systeme aufeinander abgestimmt werden.

In einem Perimeter- schutzkonzept sind Zäune und Tore zu Recht seit jeher naturgemäß ein fester Bestandteil. Sie bieten einen mechanischen Schutz, der sich über viele Jahre bewährt und in der Regel auch für Jahrzehnte Bestand hat. Mit steigenden Sicherheits- anforderungen werden Zäune und Tore durch Zackenleisten, Ausleger auf einer oder beiden Seiten und teilweise zusätzlich noch Stachel-, Sperr- oder S-Draht-Rollen ausgestattet, je nachdem, welche Sicherheitsanforderungen vorherrschen. Um Freigelände mit einem Maximum an Sicherheit auszustatten und Außengrenzen von Perimetern für Eindringlinge möglichst unüberwindbar zu machen reicht es aber oft nicht, den bestehenden Zaun mit mechanischen Mitteln aufzurüsten. Für größtmögliche Sicherheit braucht es elektronische Überwachungssysteme die zuverlässig alarmieren, wenn der Zaun mit unnatürlichen Mitteln in Bewegung beziehungsweise Schwingung gerät.

Harmonische Kombination

Nicht selten wird erst einige Jahre nach Abschluss der Baumaßnahme, mit gestiegenem Sicherheitsbedürfnis ein elektronisches Detektionssystem nachgerüstet. Das kann jedoch den Nachteil mit sich bringen, dass Mechanik und Elektronik nicht harmonieren. In verschiedenen Sicherheitsstudien, im VdS-Sicherheitsleitfaden und auch im Präventionsportal der Polizei ist fast ausnahmslos die Rede von mechanischen oder elektronischen Sicherungssystemen. Auch Kombinationen daraus werden hin und wieder erwähnt. Wie diese Kombinationen im Idealfall auszusehen und zu funktionieren haben, wird in aller Regel vernachlässigt. Nur sinnvolle, weil lückenlose und vollintegrierte Detektionssysteme aus einer harmonischen Kombination aus Mechanik und Elektronik können den Anforderungen des immer wieder zitierten gestiegenen Sicherheitsbedürfnisses standhalten.

Die Elektronik einplanen

Idealerweise sollte das Perimeterschutzkonzept bereits in der Planungsphase die Möglichkeit einer elektronischen Überwachung mit einbeziehen. Dabei ist es dringend erforderlich, sich planerisch mit dem Zusammenspiel von Mechanik und Elektronik zu befassen. Teilweise bietet der Markt Lösungen, wie beispielsweise geräuschgedämmte Mechanik oder Revisionsöffnungen an Torpfosten mit Magnet- und Riegelkontakten. Eine wirklich sinnvolle Möglichkeit, Signal- und Sensorleitungen auf jedem Meter der Zaunstrecke integriert zur montieren, gab es bis dato nicht. Die Firma Berlemann bietet mit dem Inova Perinet Dreifachstabgitter jetzt eine elegante und zugleich funktionale Lösung. Das Gitter ist mit allen Inova-Zaunpfostenvarianten kompatibel und vom bewährten Doppelstabgitter optisch kaum zu unterscheiden. Der Unterschied liegt hier im Detail: Beim Doppelstabgitter sorgen bekanntermaßen zwei gegenüberliegende Stäbe für die Stabilität des Gitters. Beim Dreifachstabgitter ist ein zusätzlich leicht versetzter Stab auf der Nicht-Angriffsseite ergänzt. So entsteht eine Kabelführung, in die die Signal- und Sensorleitungen passgenau eingelegt werden können. Der außen angebrachte Horizontalstab verdeckt die Sensor- oder Signalleitungen nicht nur optisch sondern macht ein Durchtrennen der Leitung nahezu unmöglich.

Ohne blinde Flecken

Für die Montage der Kabel und die sichere, langfristige Befestigung bietet Berlemann eigens für diesen Zweck konzipierte Kabelclips, die ohne Verschraubung extrem schnell an den Stäben Typ 8/6/8, montiert werden können. Sie sind exakt auf die Stabgeometrie angepasst und stellen sicher, dass die Signalleitungen langfristig zuverlässig fixiert werden und eine Demontage unerkannt nicht möglich ist. Das Dreifachstabgitter ermöglicht ein ganzheitliches Perimeterschutzsystem, das mechanische Sicherheit und elek tronische Überwachung miteinander verschmelzen lässt. Das Sensorkabel liegt lückenlos und auf der gesamten Strecke eng am zu überwachenden Zaun an. Damit sind ideale Bedingungen geschaffen, um Eindringversuche erfolgreich zu detektieren. Blinde Flecken durch punktuelles Fixieren, wie sie zum Beispiel bei der Befestigung mit Kabelbindern vorkommen können, sind ausgeschlossen.

Nachträglich erweiterbar

Selbst für Kabel die zu anderen Zwecken in ein Zaunsystem integriert werden sollen, empfehlen sich Dreifachstabgitter, denn sie können geradlinig und ohne Schlaufenbildung entlang des Freigeländes verlegt werden. Sie sind geschützt und trotzdem jederzeit zugänglich und nicht im Erdreich eingelassen. Das neu entwickelte Stabgitter ist in allen gängigen Achsmaßen und Maschenweiten auf dem Markt, sodass bestehende Zaunanlagen bei wachsenden Sicherheitsbedürfnissen und dem Wunsch nach lückenloser Überwachung auch nachträglich ausgetauscht oder ergänzt werden können. Selbst die Anzahl der Kabelführungen innerhalb des Dreifachstabgitters ist variabel, sodass sich pro Zaunstrecke zum Detektionskabel zusätzlich auch herkömmliche Kabel geschützt und ästhetisch integrieren lassen.

Unmittelbare Gegenmaßnahmen

Mechanische Sicherungssysteme bilden die Grundlage eines Perimeterschutzkonzeptes. Auf dieser Grundlage bauen elektronische Überwachungssysteme auf. Sie erhöhen das Sicherheitslevel signifikant, da bei der Erkennung eines Eindringversuchs unmittelbar Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Erst wenn beide Komponenten, die mechanische Sicherheit und die elektronische Überwachung, zuverlässig und aufeinander abgestimmt miteinander arbeiten, wie es mit dem Dreifachstabgitter jetzt möglich ist, wird ein Maximum an Detektionssicherheit erreicht. Das ergibt ein Sicherheitsniveau zur Verhinderung von Übersteigen, Durchbrechen, Durchbrennen und -schneiden, welches über Jahrzehnte keiner weiteren Aufrüstung bedarf.