Das Kongresszentrum in Wiesbaden wurde 2018 eröffnet.
Foto: Honeywell

Gefahrenmeldetechnik

Alarmmanagement von Honeywell für Kongresszentrum

Der sichere Betrieb des Wiesbadener Kongresszentrums bei einem hohen Flexibilitätsgrad ist essenziell. Kernelement ist ein Alarmmanagementsystem.

Im April 2018 eröffnete mit dem „Rheinmain Congresscenter“ im Herzen Wiesbadens eines der innovativsten Kongresszentren Deutschlands; ein solch multifunktionales Veranstaltungshaus mit stets wechselnden Raumkonzepten und Besuchergruppen benötigt ein ausgeklügeltes und flexibles Sicherheitspaket, dessen Kernelement ein Alarmmanagementsystem von Honeywell ist.

Das Kongresszentrum mit seinen insgesamt 45 Hallen, Sälen und Meeting-Räumen bietet alles, was ein Veranstalterherz höherschlagen lässt – Innovation, Multifunktionalität, modernste Medien- und Veranstaltungstechnik und ein flexibles Raumkonzept mit mobilen Trennwänden für Veranstaltungen mit bis zu 12.500 Personen. Die ausgefeilte Architektur des 194 Mio. EUR Projekts schafft den jeweils optimalen Rahmen für Kongresse, Messen oder Tagungen, kulturelle und gesellschaftliche Events oder Konzerte auf insgesamt drei Ebenen.

Kongresszentrum stellt hohe Anforderungen

Solch eine Multifunktionalität mit oftmals mehreren parallel standfindenden Veranstaltungen stellt hohe Anforderungen, vor allem an das integrierte Sicherheitspaket. Um das zu gewährleisten, entschied sich die städtische Triwicon als Bauherr nach einer öffentlichen und europaweiten Ausschreibung für eine bislang ungewöhnliche Kooperation: Während der Starkstrom-Teil des Elektropakets von der bulgarischen Errichterfirma Arge Siltek – Electricity ausgeführt wurde, war die in Mainz angesiedelte Hieronymus Sicherheits-Systemhaus GmbH & Co. KG als Kooperationspartner der Arge Siltek – Electricity für die Schwachstromtechnik zuständig.

„Zugegeben, wir waren zunächst skeptisch. In solch einer Konstellation hat noch niemand von uns Erfahrungen sammeln können. Aufgrund der verpflichtenden europäischen Ausschreibung war jedoch klar: Wir hatten gar keine andere Wahl als von vornherein im Team zu arbeiten, und so haben wir es geschafft, dieses Großprojekt im geplanten Zeit- und Kostenrahmen abzuschließen. Dass die Zusammenarbeit mit der Arge und Hieronymus in dieser Konstellation letztlich so gut funktionierte, hat uns positiv überrascht“, sagt Henning Wossidlo, Betriebsleiter bei der städtischen Triwicon. Nach dem Spatenstich am 16. Januar 2015 dauerte das gesamte Bauvorhaben nur etwas mehr als drei Jahre.

Vernetzte Lösungen ausgewählt

Bei der Sicherheitstechnik ging die Hieronymus Sicherheits-Systemhaus GmbH & Co. KG keine Kompromisse ein, wie Oliver Schulmerich, einer der beiden Geschäftsführer, erklärt: „Veranstaltungs- und Messehallen auszustatten, die unterschiedliche Raum- und Bereichskonzepte erfordern, ist vor allem in dieser Größenordnung etwas anderes als Sicherheitstechnik in Bürogebäuden mit gleichen Etagenkonzepten zu integrieren. Für uns ist daher die Funktionalität und das Vertrauen in die Partnerlösungen entscheidend.“

In den Bereichen Einbruchmeldung, Brandschutz, Sprachalarmierung, Zutrittskontrolle sowie Gesamtsystemüberwachung entschied sich die Hieronymus Sicherheits-Systemhaus GmbH & Co. KG daher für Lösungen von Honeywell, da diese bereits mehrfach erfolgreich in Projekten eingesetzt wurden und die geforderte Funktionalität liefern. Fluchtwegsteuerung und elektronische Zylinder wurden trotz der Eigenschaft als Handelsware dennoch über Honeywell bezogen, da von der konzeptionellen Beratung bis hin zur sehr guten Integrationsmöglichkeit allumfassende Vorteile vorhanden sind. Auch über spezielle Anforderungen eingebrachte Fremdfabrikate wie Sprechanlage und Videoüberwachung konnten konzeptionell tief in die Lösung von Honeywell eingebunden werden.

Alarmmanagementsoftware von Honeywell

Zentrales Element des Sicherheitssystems im Rheinmain Congresscenter ist die Alarmmanagementsoftware Winmag Plus von Honeywell. Hier laufen Einbruchmeldeanlage, Brandmeldeanlage (Brandmelderzentralen IQ8 Control M und Flexes Control von Esser), Fluchtwegsteuerung, Sprachalarmierung (Esser), Zutrittskontrolle und die Intercom-Anlage zusammen. Die Haustechniker und Sicherheitsverantwortlichen können sich mit Winmag Plus jederzeit einzelne Räume als 2D-Modell anzeigen zu lassen und somit jeden einzelnen Bereich und jeden einzelnen Sensor überwachen. Die in Wiesbaden zum Einsatz gekommene Version 5 der Alarmmanagementsoftware bietet zudem ein erweitertes Schnittstellenspektrum für bessere Konfigurations- und Integrationsmöglichkeiten.

„Eine hohe Flexibilität war schon allein durch die durchaus komplexen neuen Alarmierungskonzepte vom Brandschutzgutachter gefordert“, sagt Schulmerich zur eingesetzten Lösung. „Hier kam dem Team die Vielseitigkeit der Honeywell Lösung entgegen, sodass individuelle komplexe Ansteuerungen der verschiedenen Alarmierungsbereiche schnell im Winmag-System abgebildet und dargestellt werden konnten“, bestätigt Alexander Spatz, Senior Sales Manager bei Honeywell Security, der das Projekt von Anfang an begleitete. Das Rheinmain Congresscenter ist nun in der Lage, ein für jede Veranstaltung passendes Alarmierungskonzept zu aktivieren sowie auch weitere Modi zwischendurch, etwa in Auf- und Abbauzeiten sowie während der Betriebspausen.

Foto: Esser/Honeywell
Die Brandmeldezentrale von Esser wird auch über die Alarmmanagementsoftware gesteuert.

Modulare und skalierbare Einbruchmeldetechnik

Die Einbruchmeldesysteme von Honeywell entsprechen den Richtlinien der VdS-Sicherungsklasse C und bieten Flexibilität, beispielsweise durch Makrosteuerungen. Dies ist die Grundlage für kundenorientierte Lösungen in allen Größenanforderungen mit qualitativ bewährter und stets innovativer Technik und führte zu der Entscheidung, auch in diesem Bereich auf eine solche Lösung zu setzen. Im Rheinmain Congresscenter wird auf MB-Secure gesetzt, eine neuartige, modulare und vor allem skalierbare Plattform, die multifunktional einsetzbar ist für die unterschiedlichsten Sicherheitslösungen – somit ist sie prädestiniert für den Einsatz in einem Veranstaltungshaus wie dem in Wiesbaden. Mit einer einzigen Zentrale können sowohl Einbruchmeldezentrale als auch Zutrittskontrolle und bei Bedarf auch Videoüberwachung integriert werden. Über Lizenzschlüssel lassen sich alle Zugangspunkte in ihrer genauen Anzahl aktivieren und auch abrechnen, zudem kann das Rheinmain Congresscenter spätere Anpassungen direkt über ein Online-Portal für den Errichter vornehmen lassen.

Komplexe Anforderungen an die Zutrittskontrolle leicht gemacht

Im Bereich Zutrittskontrolle stand von vornherein fest, dass es eine elektronische Lösung sein muss. „Durch die Vielfalt an Veranstaltungen und die sich somit rasch ändernden Raum- und Nutzungsvorgaben gibt es ständig wechselnde Zutrittsanforderungen. Seien es die Besuchergruppen, Polizei und Feuerwehr, Lieferanten oder der eigene Mitarbeiterstab mit verschiedenen Rollen und Berechtigungen – für alle muss zu jeder Zeit die entsprechende Zutrittsregelung greifen“, sagt Maximilian Grossmann, ebenfalls Geschäftsführer der Hieronymus Sicherheits-Systemhaus GmbH & Co. KG. Das Ergebnis für die knapp 1.000 Zutrittspunkte des Rheinmain Congresscenters ist eine aus der Zutrittsmanagementsoftware IQ Multiaccess von Honeywell, die auch die Winmag Plus Anbindung bewerkstelligt, und einer integrierten virtuell vernetzten Lösung von Salto Systems bestehenden Zutrittslösung. Diese basiert auf dem Salto Virtual Network (SVN) mit patentierter Schreib-Lese-Funktionalität und einer verschlüsselten Datenübertragung. Alle Schließberechtigungen werden auf Karten als Identmedien gespeichert.

Über Online-Wandleser werden die ausgelesenen Daten an den zentralen Server übermittelt und gleichzeitig die aktuellen Schließberechtigungen aus IQ Multiaccess auf die Identmedien übertragen.

Wenn Kundenwünsche und Veranstaltungskonzepte immer komplexer und ausgefallener werden, sollte die Sicherheits-
technik Schritt halten. Mit den integrierten Lösungen von Honeywell sind die Mitarbeiter des Rheinmain Congresscenters jederzeit auf der Höhe des Geschehens und können selbst auch spontane und ungewöhnliche Situationen reagieren – ganz sicher.

Foto: Salto

Salto

Sicherheitstechnik unter einem Dach vereint

Im neu errichteten „RheinMain CongressCenter“ Wiesbaden kommt für die Zutrittssteuerung eine integrierte Lösung von Honeywell und Salto zum Einsatz.

Foto: Honeywell

Vernetztes Konzept im Spielzeugmuseum

Sichere Schätzchen

Die Erlebniswelt „Hans-Peter Porsche Traumwerk“ zeigt eine nostalgische Blechspielzeugsammlung sowie eine Modellbahnwelt aus dem neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert. Geschützt werden diese wertvollen Exponate auf insgesamt 3.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche durch ein passendes Sicherheitskonzept.

Foto: Salto Systems

Vorteile kabelloser Zutrittslösungen

System schlägt Stückwerk

Bei der Auswahl einer elektronischen Zutrittslösung stehen die Leistungsmerkmale und das nahtlose Zusammenspiel unterschiedlicher Technologien, wie virtuelle Vernetzung, Funkvernetzung, Online-Verkabelung und Mobile Access, im Vordergrund. Für den reibungslosen Betrieb einer Anlage spielen aber auch viele Details eine entscheidende Rolle, die häufig wenig Beachtung finden.

Foto: Honeywell

Integrierte Sicherheitssysteme

Nachts im Museum

Je bekannter ein Ausstellungsstück in einem Museum, desto höher ist auch sein ideeller und monetärer Wert. Noch gefährlicher als Diebstahl ist ein Brand, der wertvolle Unikate unwiederbringlich zerstört. Eine umfassende Sicherheitslösung ist daher ein Muss für jedes Museum, vom Heimatmuseum bis zum Louvre.

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