Foto: Netrada/ Nele Martensen

Gefahrenmanagement

Alle Systeme komfortabel im Blick

Markenprodukte und große Betriebsflächen stellen bei Netrada hohe Anforderungen an die eingesetzte Sicherheitstechnik. Ein von Siemens am Standort Lehrte umgesetztes Konzept integriert die sicherheitstechnischen Anlagen in ein übergeordnetes GMS.

Bis zu 3.000 Mitarbeiter in Europa, Nordamerika und Asien kümmern sich bei Netrada um Waren im Wert von über zwei Milliarden Euro im Jahr. Die Kunden sind internationale Branchenführer, entsprechend hoch sind ihre Anforderungen in Hinblick auf Sicherheit und Logistik-Prozesse des E-Commerce-Dienstleisters.

Während der Planung, in die auch der zuständige Sicherheitsdienst Celus GmbH eingebunden war, wurde schnell klar: Die unterschiedlichen Anlagen und Funktionen sollten in einem technisch einheitlichen System zusammengeführt werden und auch komfortabel, schnell und sicher zu bedienen sein. All das leistet das Siemens-Gefahrenmanagementsystem (GMS) SiNVR-Command, das am Standort Lehrte in Kombination mit dem netzwerkbasierten Videosystem SiNVR (Siemens Network Video Recording) zum Einsatz kommt.

Einheitliche Plattform

Die GMS-Software führt verschiedene Subsysteme für Sicherheit und Gebäudebetrieb auf einer einheitlichen Plattform zusammen, wie Brand- und Einbruchmeldeanlage, Videosystem, Sprinklerzentrale, automatische Evakuierungsanlage sowie das Polizei- und Feuerwehrfunksystem, der BOS-Gebäudefunk. Auch die komplette IT-Struktur wird über das GMS überwacht. Darüber hinaus sind Daten aus den Inhouse-Logistiksystemen über TCP/IP direkt im System verfügbar.

Relevante Meldungen aus allen Anlagen werden auf einer grafischen Bedienoberfläche sofort signalisiert und protokolliert. Anhand hinterlegter Textbausteine schlägt das System automatisch sinnvolle Maßnahmen vor. Wachpersonal und Einsatzkräfte werden so beim koordinierten Management aller kritischen Alarme unterstützt.

Softwarebasiertes Videosystem

Ein wichtiges Element der Gesamtlösung ist SiNVR, eine Client-Server-basierte Software zur Verarbeitung von digitalen Videobildern. Sie erlaubt eine vielseitige Darstellung von Videobildern und unterstützt Recherche-Möglichkeiten. Theoretisch lassen sich bis zu 16.000 Videokanäle und 512 Clients verwalten. Dabei ist SiNVR hardwareseitig herstellerneutral und harmonisiert mit den Netzwerkkameras vieler Hersteller.

Netrada Europe GmbH Netrada entwickelt und realisiert internationale Full-Service-E-Commerce-Lösungen für die Fashion- und Lifestyle-Branche. Das Unternehmen ist Partner von Marken wie Buffalo, Lacoste, Puma, C&A oder Tommy Hilfinger.

Bei Netrada in Lehrte sind vernetzte Kameras im Einsatz. Durch die zeitliche Synchronisierung der Videoaufnahmen aus verschiedenen Kamerapositionen untereinander kann der Nutzer problemlos zwischen einzelnen Ansichten und Kamerapositionen wechseln, bei gleichzeitige Live-Betrachtung, Aufzeichnung und Alarmverwaltung. In SiNVR ist zudem ein Video-Analysesystem integriert, mit dem berechtigte Fahrzeuge die Zufahrtsschranken zum Betriebsgelände schnell und unkompliziert passieren können.

Einbruch- und Brandmeldetechnik

Den aktiven Schutz vor unberechtigtem Zutritt gewährleistet eine Einbruchmeldeanlage vom Typ Sigmasys M. Mehr als 150 Tore und Türen sind mit entsprechenden Meldern ausgestattet. Meldungen gehen an das Gefahrenmanagementsystem und an den von Netrada beauftragten externen Sicherheitsdienst.

Den flächendeckenden Brandschutz stellt eine Sprinkleranlage sicher. In besonders gefährdeten Bereichen sind darüber hinaus automatische Brandmelder mit hoher Detektionssicherheit aktiv. Über 50 Handfeuermelder zur manuellen Alarmierung sowie eine Sirenenanlage und rund 80 akustische Signalgeber ergänzen die Anlage. Sämtliche Peripherie-Komponenten werden über eine Brandmelderzentrale Sigmasys M gesteuert, die auch auf die lokale Feuerwehr aufgeschaltet ist.

Foto: Novar

Gefahrenmanagement

Erweiterung und Integration

Um für komplexer werdende Sicherheitsstrukturen aktuell und gut handhabbar zu bleiben, erweitern Gefahrenmanagementsysteme zunehmend ihre Möglichkeiten. Auch Funktionalitäten aus Bereichen wie Anlagenwartung und Service werden integriert, was Komfort und Mehrwert bietet.

Foto: Siemens

Automatische Reaktionssysteme für Brandfälle

Im Notfall intelligent reagieren

Wenn es darum geht, im Brandfall schnell und zielgerichtet zu handeln, übernehmen intelligente Reaktionssysteme („Intelligent Response“) immer mehr lebensrettende Aufgaben. Dabei werden Daten aus Sicherheitssystemen ausgewertet und automatisch in dynamisch aktualisierte und zielgerichtete Reaktionsmechanismen umgesetzt. Beispielsweise wird dann im Brandfall die Lüftungsanlage automatisch abgeschaltet, um eine Ausbreitung des Feuers zu unterbinden. Darüber hinaus erleichtern intelligente Reaktionssysteme die komplexen Aufgaben der Einsatzkräfte vor Ort.

Foto: Wagner

Gefahrenmanagement

Zentral vernetzt

Das zwischen 1887 und 1890 errichtete Lenbachpalais dient als Kunstmuseum der Stadt München. Zum Schutz der ausgestellten Werke setzt die Städtische Galerie im Lenbachhaus auf die Vernetzung aller sicherheitstechnischen Komponenten durch ein Gefahrenmanagementsystem.

Foto: Honeywell

Sicherheitskonzepte für Schulen

In den Alltag integriert

Ein auf individuelle Anforderungen abgestimmtes Sicherheitskonzept bietet nicht nur im Extremfall eines Amoklaufs deutliche Vorteile für Lehranstalten.

Special Zutrittskontrolle: Informieren Sie sich rund um den Themenbereich der Zutrittskontrolle

×