Foto: Geutebrück

Videomanagement im Parkhaus

Alles im Blick bei B+B in Düsseldorf

Die B+B Parkhaus GmbH & Co. KG ist ein familiengeführtes Düsseldorfer Unternehmen, das rund 20.000 Stellplätze in 60 Objekten betreibt. Schritt für Schritt wird das technische Parkhausmanagement zentral organisiert. Im Zentrum steht eine neue Geutebrück Videolösung mit G-SIM Security Information Management.

Die Schnittstellen zur Schneider-Intercom-Sprachverbindung und den Kassenautomaten von Scheidt & Bachmann ermöglichen ein perfektes Zusammenspiel. Derzeit sind 16 Objekte angeschlossen, weitere 44 werden folgen. Der Großteil der Parkhausimmobilien ist in Familienbesitz, andere Objekte werden gepachtet. Der Gesamtbestand ist daher zwangsläufig eine Mischung unterschiedlicher technischer Komponenten verschiedenen Alters und diverser Anbieter, die aber dennoch zusammenspielen müssen. Bis dato fehlte quasi der Dirigent, der alles taktet.

Das hat sich geändert: Vor zwei Jahren ging die Abteilung Leitstand und Technik das Thema gezielt an und entwickelte eine übergreifende Systemlösung mit einer zentralen Leitstelle. Die Kamerabilder aller Parkobjekte sollten zentral zusammengeführt werden und jederzeit den Einblick in die Situation vor Ort ermöglichen. Besonders die Sicherung der Kassenautomaten stand im Fokus. Hierzu waren Schnittstellen zu den bestehenden Systemen von Scheidt & Bachmann und Schneider Intercom notwendig, um im Bedarfsfall ein informatives Gesamtbild zu erhalten: Kassenautomateninformation, Sprachverbindung und parallele Aufschaltung der dazugehörigen Live-Bilder. Denn das ermöglicht der Leitstelle das Sehen, Sprechen und umgehende Agieren.

Ausgiebig getestet

Zwei Sicherheitsinformations-Management-Systeme kamen in die Vorauswahl und wurden ausgiebig getestet. Geutebrücks G-SIM gewann das Rennen. Langjährige gute Erfahrungen mit Geutebrück-Videosystemen fielen sicherlich positiv ins Gewicht doch ausschlaggebend war ein anderer Faktor: Die bereits existierenden, und in zahlreichen Anlagen im täglichen Einsatz erprobten, Schnittstellen zu Scheidt & Bachmann und Schneider Intercom.

Jede Geutebrück Videomanagement-Lösung bietet bereits Bildinformationen kombiniert mit Prozessdaten oder spezifischen Informationen aus angebundenen Drittsystemen. Wenn es um mehr geht, setzt man noch „einen drauf“, um vom Videomanagement aufs Sicherheits-Informations-Management G-SIM zu gelangen. Dann geht es um den perfekten Überblick, um die Erfüllung zusätzlicher Ansprüche: An die grafische Darstellung, an das Alarmmanagement, an die Dokumentation. G-SIM ist nun seit 2014 in der neuen Leitstelle im Einsatz. Sie ist durchgehend besetzt, rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Denn dies ist Teil des Service-Konzepts: Während der Öffnungszeiten steht dem Kunden prinzipiell ein Mitarbeiter als Ansprechpartner zur Verfügung. In Düsseldorf laufen derzeit die Videobilder von gut 120 Kameras aus 16 Parkhäusern auf.

500 Kameras angebunden

Schritt für Schritt werden es mehr werden, bis in der Endausbaustufe bundesweit alle B+B-Parkhäuser an die Leitstelle angebunden sind – und damit rund 500 Kameras. Sukzessive werden alle Videorecorder vor Ort gegen Geviscope ausgetauscht, häufig wird ein IP-Modell (Geviscope IP Server) eingesetzt. Bei Pachtobjekten mit auslaufenden Verträgen macht eine Modernisierung der Infrastruktur mit neuer Kabelverlegung und Kamerainstallation wirtschaftlich keinen Sinn. Bestehende Analogkameras, zum Teil noch mit Schwarz-Weißbildern, werden daher noch integriert, ihre Aufnahmen auf Gevisope Recordern mit analogen Ports eingespeist.

In allen Parkhäusern werden die Ein- und Ausfahrten sowie die Kassenautomaten gesichert. Hinzu kommen objektspezifische Bereiche, festgelegt durch den lokalen Objektmanager. Alle Aufzeichnungen laufen permanent und werden in hoher Auflösung lokal auf Geviscope gespeichert. Die Übertragung zur Leitstelle erfolgt mit geringerer Bildqualität. Stellt ein Parkhauskunde eine Serviceanfrage, poppt in der Leitstelle das zugehörige Kamerabild auf. Meist wird ein Standbild parallel zu den Live-Bildern angezeigt. Gerne wird auch ein Lageplan aufgerufen, der das Objekt und die Position der Kamera wiedergibt. Die zur Anfrage zugehörige Bildsequenz wird markiert, so dass sie leicht auffindbar ist. Besonders praktisch: Das Ereignis wird in allen Systemen erstellt, womit das gesamte Informationspaket gekennzeichnet und zusammengefasst ist. Werden nun Bilddetails benötigt, wird auf die hochauflösenden Speicherbilder zugegriffen. Die Videosequenzen werden über G-SIM visualisiert. Die individuellen Einstellmöglichkeiten sind umfangreich, pro Parkhaus sind optimierte Parametrierungen möglich. Der Bedienkomfort wird durchaus geschätzt.

Geführte Touren

Zurück zu den Kassenautomaten: Ihr Zustand wird in regelmäßigen Abständen visuell überprüft. Hier unterstützt G-SIM mit geführten Touren. Einmal programmiert laufen sie in vordefinierten Zeitabständen automatisiert ab und fordern regelmäßig die Aufmerksamkeit des Mitarbeiters. Naturgemäß sind Kassenautomaten im Außenbereich stärker gefährdet. Andere sind nachts geschützt, da der Bereich zu dieser Zeit nicht mehr öffentlich zugänglich ist. Wieder andere sind besonders brenzlig, weil sie ganz einfach in einer schlechten Gegend liegen. Der Risikoeinstufung entsprechend fährt G-SIM am Tag und in der Nacht unterschiedliche Touren. Herr Heiermann, Leiter Technik und Leitstand der B+B Parkhaus GmbH & Co. KG, kommentiert: „Die geführten Touren sind sehr gut. Sie erleichtern uns die Arbeit enorm.“

Geutebrücks G-SIM ist ein umfassendes Leistungspaket, das mehr hergibt, als bislang genutzt wird. Schritt für Schritt wird man weitere Funktionen einsetzen. Dabei bleibt die Komplexität durch unterschiedliche Nutzerebenen für Einsteiger und Experten handhabbar, jeder wählt seinen Funktionsumfang. B+Bs Sicherheitsexperte wurde bei Geutebrück geschult und kann nun die meisten Fragen seiner Kollegen direkt beantworten. In Spezialfällen profitiert B+B zudem davon, dass Geutebrück nicht nur Hersteller, sondern auch Entwickler seiner Produkte ist. Herr Heiermann bemerkt zufrieden: „Es ist ein großer Vorteil, dass Geutebrück selber entwickelt. Das gesamte Know-How ist im Haus verfügbar. Das bedeutet kurze Wege zu den Entwicklern und damit schnelle und qualifizierte Antworten.“

Effizienteres Arbeiten

Herr Heiermann weiter über die zentrale G-SIM-Lösung: „Die neue Lösung ist einfacher und zugleich umfassender als vorher. Sie erlaubt uns ein wesentlich effizienteres Arbeiten. Früher haben Mitarbeiter in jedem Objekt Serviceanfragen abgearbeitet, heute können zwei Kollegen pro Schicht die anfallenden Serviceanfragen aller Objekte gut bewältigen.“ Vier Arbeitsplätze stehen derzeit zur Verfügung. Jeder ist mit vier Monitoren ausgestattet, die unterschiedliche Informationen wiedergeben: Nummer eins zeigt über G-SIM Videobilder in beliebiger Darstellungsart. Nummer zwei ist gekoppelt mit den Daten von Schneider Intercom, Nummer drei zeigt Objektinformationen und Nummer vier Informationen der Kassenautomaten.

Sobald es die Arbeitssituation erlaubt, wird man sich mit ereignisgesteuerten Aufzeichnungen beschäftigen. Dann wird zum einen die Datenmengen begrenzt und zum anderen die Aufmerksamkeit des Sicherheitspersonals nicht unnötig in Anspruch genommen. „Action“ gibt es dann nur noch, wenn im gewählten Bildausschnitt auch etwas passiert.

Gut ausgeleuchtete Bereiche verstärken in Parkhäusern das subjektive Sicherheitsempfinden.
Foto: Pixabay

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Foto: Australian Nuclear Science and Technology Organisation

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