Foto: Südzucker
Die Lebensmittelproduktion muss besondere gesetzliche Vorgaben erfüllen.

Sichere Lebensmittelproduktion

Alles in Zucker!

Wer kennt ihn nicht, den Marktführer im Zuckerbereich in Europa, die Südzucker AG. Für die Zeiterfassung gibt es im Unternehmen seit langem ein elektronisches System. Dieses war allerdings in die Jahre gekommen und sollte ersetzt werden.

Im traditionellen Zuckerbereich ist die Südzucker Gruppe weltweit die Nummer eins mit 29 Zuckerfabriken und drei Raffinerien. Aber mit seinen weiteren Segmenten ist das Unternehmen eines der führenden der Ernährungsindustrie.

Weltweiter Support gefragt

„Wir wollten ein modernes System für die Zeiterfassung und die Betriebs-datenerfassung, das mit einem Medium bedient wird und gut in unser SAP-System integriert werden kann“, erläutert Frank Trinks, der Projektleiter bei Südzucker. Das System sollte außerdem um Zutrittskontrolle und Bezahlfunktionen erweiterbar sein.

Das Unternehmen suchte einen internationalen Hersteller, der weltweite Unterstützung für Wartung und Support anbieten kann und eine zertifizierte Schnittstelle zu SAP-HCM hat. Die Entscheidung fiel am Ende für Kaba. Bewertet wurde ebenfalls das Erfassungsverfahren. Hier stand Biometrie gegen RFID. Da Südzucker auch Bezahlfunktionen nutzen wollte, entschied man sich schließlich für die neueste und sicherste RFID- Technologie Legic advant.

Einen zusätzlichen Anstoß für die Einführung einer effizienten Zutrittskontrolle gab der geforderte Produktschutz, den die neue Version 6 des International Featured-Standard Food (IFS Food V6) verlangte. Dieser ist ein anerkannter Standard für die Auditierung von Lebensmittelherstellern. Eine wesentliche Neuerung der Version 6 betrifft den Schutz der Lebensmittelkette vor terroristischen Akten. Alle bisher freiwilligen Maßnahmen zum Schutz der Lebensmittelproduktion müssen nun verpflichtend erfüllt sein.

So erarbeitete Südzucker gemeinsam mit Kaba ein umfassendes Sicherheitskonzept für seine Produktionswerke. Ziel war es, alle als sicherheitskritisch bewerteten Bereiche adäquat zu schützen und alle relevanten Zugänge zu kontrollieren, um unbefugtes Eindringen zu verhindern.

Schrittweise Einführung

Das neue Kaba System sollte schrittweise an den 32 europäischen Zuckerstandorten des Konzerns eingeführt werden. Man startete mit zwei Pilotinstallationen in Mannheim in der Hauptverwaltung und in Zeitz im Bioethanolwerk, um das System zu testen und Erfahrungen zu sammeln. In Mannheim wurde Mitte 2012 das System B-Comm ERP zur Zeiterfassung sowie die modernen B-web Terminals installiert. Seitdem erfassen die Mitarbeiter mit ihrem neuen Legic Ausweis nicht nur ihre Arbeitszeiten, sondern verwenden ihn auch an den Kaffeeautomaten zum Bezahlen.

In Zeitz kam noch die Betriebsdatenerfassung hinzu. Dafür wurden Kaba Benzing multitouch Terminals in Fertigungsbereichen installiert. In einem zweiten Schritt folgte die Einführung der Zutrittskontrolle. Zunächst sicherte man das komplette Areal durch einen Zaun und gesicherte Zugänge zum Gelände. Dafür sorgen Vereinzelungsanlagen wie Drehkreuze und Drehsperren. Bestimmte Mitarbeiter und Lieferanten dürfen auch aufs Gelände fahren. Über eine Weitbereichslösung werden Fahrer und Fahrzeug über größere Distanzen sicher identifiziert.

Besucher melden sich beim Pförtner und erhalten dort einen Besucher-Ausweis. Verlässt der Besucher das Gelände wieder durch die Ausfahrt-Schranke, muss er den Ausweis an einem Kartenschluckautomaten einwerfen.

Die Zugänge zu den Gebäuden und zu sensitiven Bereichen im Inneren sind mit Online-Leser abgesichert. Dabei handelt es sich hauptsächlich um die „weißen Bereiche“, in denen produziert wird. Mit dieser umfassenden Absicherung erhielt Südzucker auch die gewünschte IFS 6 Zertifizierung.

Die Zwischenbilanz sieht sehr positiv aus: In Mannheim und Zeitz wurde das System ohne größere Probleme eingeführt. Für die verschiedensten Zwecke hat man nur ein Medium, was auch bei den Mitarbeitern gut ankommt. Insgesamt ist man mit der Zusammenarbeit mit Kaba sehr zufrieden. Die Lösung wird derzeit schrittweise auf alle zehn deutschen Standorte übertragen. Danach folgt der weltweite Roll-out. Und künftigen Funktionserweiterungen steht auch nichts im Wege.

Petra Eisenbeis-Trinkle, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Kaba GmbH, www.kaba.de