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Drohnen

Alte Risiken, neue Technik

Zivile Drohnen erfreuen sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Es gibt sie nahezu für alle möglichen Zwecke: Als reines Spielzeug für den Innenbereich bis zur professionellen Version mit unterschiedlicher Kamerabestückung für den Außeneinsatz.

Was dabei eine Drohne, ein Unmanned Aerial Vehicle“ (UAV) eigentlich ist, hat der Gesetzgeber bislang nicht präzisiert. Der Unterschied liegt in der Abgrenzung zwischen unbemannten Luftfahrtsystemen und Flugmodellen, die ausschließlich in der Nutzung begründet ist. Je nach Nutzungsart sind verschiedene Normen für den Betrieb maßgeblich. Generell gilt, dass Drohnen nur innerhalb der Sichtweite des Bedieners ohne besondere optische Hilfsmittel und mit weniger als 25 Kilogramm Gewicht betrieben werden dürfen.

Drohnen darf man auf dem Modellflugplatz, auf dem eigenen Grundstück und im unkontrollierten Luftraum fliegen lassen. Doch Drohnen lassen sich aufgrund ihrer fortschreitenden technischen Entwicklungen auch für kriminelle Zwecke einsetzen. Es gab bereits Vorfälle, bei denen mittels Drohne verbotene Gegenstände oder Drogen in Haftanstalten hätten transportiert werden sollen. Außerdem sorgen sich Sicherheitsbehörden um mögliche terroristische Anwendungsmöglichkeiten, etwa, wenn die Drohne Sprengstoff mit sich trägt. Dabei ist festzuhalten, dass sich allgemein die Risiken etwa für Haftanstalten oder die Sicherung von Events und Veranstaltungen nicht verändert haben, sondern mit der Drohne lediglich ein neues Mittel hinzugekommen ist.

Außerdem hält sich das Zerstörungspotenzial einer mit Sprengstoff beladenden Drohne bislang in Grenzen, vor allem, wenn es um Angriffe auf Gebäude oder ähnliches geht. Risiken können dagegen für Menschenansammlungen bestehen und insbesondere im Bereich der Spionage. Rechtlich gesehen ist das Neutralisieren einer Drohne nicht ohne Problematik. Der Einsatz von Störsendern gegen die Funkverbindung ist grundsätzlich für zivile Unternehmen verboten. Die physische Abwehr durch Abschuss oder Einfangen ist sowohl rechtlich als auch haftungstechnisch alles andere als einfach, von einem erfolgreichen Abfangen ganz zu schweigen. Denn zunächst einmal muss eine Drohne geortet werden, um dann in einer angemessenen Zeit reagieren zu können. Auch der Einsatz von „Abfangdrohnen“ unterläge denselben Gesetzesgrundlagen wie das abzufangende Objekt, der „Pilot“ dürfte also auch nur in Sichtweite steuern und nicht etwa über Drittsysteme aus Überwachungseinrichtungen. Letztendlich wird sich alleine schon wegen der geringen Vorwarnzeiten der derzeit verfügbaren Detektionssysteme das Überfliegen von Geländen und damit ein mögliches Ausspionieren von Außenanlagen nicht effektiv verhindern lassen. Abhilfe können nur entsprechende organisatorische und gegebenenfalls bauliche Maßnahmen schaffen. Gleichzeitig ist der Gesetzgeber gefordert. Hier gibt es bereits konkrete Vorschläge des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

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Mini-Drohnen als Sicherheitsrisiko

Gefahr von oben

„Frankreich in Angst – Mysteriöse Drohnen über Atomkraftwerken gesichtet“, titelte ein bekanntes deutsches Boulevardblatt am 11. November 2014. Die Rede war von zivilen Mini-Drohnen. Stellen diese ein unakzeptables Risiko für die innere Sicherheit, den Flugbetrieb und den Unternehmensschutz dar?

Foto: Fraunhofer IOSB

Forschungsprojekt zur Drohnenabwehr

Flinker Assistent

Im März 2017 startete das auf drei Jahre angelegte Projekt „ArGUS“. Ziel des Projektes im Rahmen des Sicherheitsforschungsprogramms ist es, dem Missbrauch von Drohnen zu begegnen. Von welchen Gefahren man ausgeht und welche Lösungen man anstrebt, wollte PROTECTOR & WIK von Dr. Gunther Grasemann, wissenschaftlicher Koordinator am Fraunhofer IOSB, wissen.

Foto: Flairics GmbH

Einsatz von Drohnen

Datensicherheit gewährleisten

Die Integration von Drohnen in technische Arbeitsprozesse ist ein wichtiger Schritt bei der Digitalisierung von Unternehmen auf dem Weg zur Industrie 4.0. Aber welche Risiken bestehen überhaupt und wie kann man die eigenen Daten schützen?