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Foto: Primion
Das gigantische Gelände des Frankfurter Flughafens wird rund um die Uhr mit Sicherheitstechnik und speziell geschultem Personal überwacht.

Zutrittskontrolle

Am Flughafen ist Sicherheit ein zentrales Thema   

Wie die Primion Group und die Fraport AG am Frankfurter Flughafen erfolgreich für Sicherheit sorgen.

Wer seine Reise an einem Flughafen antritt, für den ist Sicherheit ein zentrales Thema. In der Regel sorgen ausgefeilte Systeme dafür, dass Personen und Werte geschützt werden. Mögliche Szenarien mit Gefahrenpotenzial werden in der Regel frühzeitig erkannt und es wird entsprechend gehandelt.

So auch am Frankfurter Flughafen. Dort arbeitet die Primion Group für den Flughafen-Betreiber Fraport AG seit neun Jahren daran, sukzessive im laufenden Betrieb ein hochkomplexes Sicherheitssystem zu installieren. Schritt für Schritt wird das bestehende System nach und nach abgelöst. Vieles wird erneuert oder teilintegriert und die einzelnen Anwendungen während der Installation immer wieder geprüft, um den reibungslosen Ablauf am Flughafen bei späterer Inbetriebnahme zu gewährleisten.

Sicherheitstechnische Installationen rund um die Uhr

Natürlich kann ein Flughafen nicht einfach schließen. Für Primion bedeutet dies Installationen im laufenden Betrieb. Deshalb wird oft nachts gearbeitet. Immerhin ist der Frankfurter Flughafen nach Passagierzahlen der drittgrößte Flughafen in Europa. Jedes Jahr werden rund 60 Millionen Passagiere abgefertigt. Im Bereich Luftfracht ist der Frankfurter Flughafen in Europa sogar der größte und weltweit unter den Top 10 zu finden. Bis zu 1.000 Speditionen, Fracht-Airlines, Cargo-Händler und andere Dienstleister arbeiten hier. Die neuen Anwendungen umfassen alle Bereiche, in denen Sicherheit eine tragende Rolle spielt. Die Abläufe sind nachvollziehbar, benutzerfreundlich und stringent.

Von Anfang an war die 24/7-Erreichbarkeit der Primion-Servicekräfte unabdingbar. Abhängig von verschiedenen Eskalationsstufen sind sie bei höchster Priorität innerhalb von 30 Minuten remote auf den betreffenden Systemen aufgeschaltet, um evtl. Störmeldungen zu analysieren und gegebenenfalls zu beheben. Die Investitionen für die Sicherheit am Frankfurter Flughafen liegen im zweistelligen Millionenbereich. Als ein Bestandteil des umfassenden Sicherheitskonzeptes installierte Primion seit 2008 ein eigens für Ausweisprozesse eines europäischen Flughafens entwickeltes Ausweisverwaltungs-System, kurz AVS, ein Zutrittskontroll-System, ein Arbeitszeiterfassungs-System sowie ein eigens für den Flughafen entwickeltes Gate Access System, kurz GAS.

Während das Ausweisverwaltungs-System bereits 2011 produktiv übergeben wurde, die Arbeitszeiterfassung seit 2013 erfolgreich genutzt wird und der Rollout der Zutrittskontroll-Hardware schon zu 90% fertig gestellt ist, wurden die zentralen IT-Komponenten des Gate Access Systems 2016 abgenommen und das Gesamt-IT-Projekt aus Entwicklungssicht vollständig abgeschlossen. Seither läuft der sogenannte „Rollout“ in den Gate-Bereichen der Flughafenterminals, bei dem teilweise mehrere Gates pro Woche vorkonfiguriert, umgerüstet und produktiv geschaltet werden, während der Rückbau der abgelösten Gate-Hardware stetig voranschreitet. Alle Systeme sind natürlich untereinander vernetzt und kommunizieren miteinander.

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Foto: Primion Etwa 60  Millionen Passagiere landeten oder starteten vor der Pandemie jährlich am Frankfurter Flughafen an den 170 Gates; etwa 60 davon werden aktuell bereits mit Hilfe des Gate Access-Systems von Primion verwaltet.

Gigantische Flächen am Frankfurter Flughafen müssen gesichert werden

Das Gelände des Frankfurter Flughafens ist über 23 km² groß. Es umfasst verschiedene Bereiche, die sicherheitstechnisch unterschiedlich priorisiert werden. Es gibt Areale innerhalb und außerhalb der Gebäude, auf dem Rollfeld, in den Abfertigungshallen, an den Gates und entlang des Zaunes, der das Gelände umgibt. Alle diese Bereiche müssen entsprechend der Vorgaben 100% zuverlässig gesichert und verschlossen oder aber offen und begehbar sein. Rund 1.500 Zutrittskontroll-Leser hat Primion zu diesem Zweck installiert. Diese Leser werden auf Basis des Standardproduktes „prime prox“ eigens für die Fraport AG und die speziellen Bedürfnisse individuell konfiguriert. Immerhin arbeiten am Frankfurter Flughafen über 81.000 Personen aus 70 Nationen in 450 verschiedenen Arbeitsstätten; viele davon in Teilzeit. Für Sonderentwicklungen hat Primion bislang insgesamt beinahe 13.000 Stunden aufgewandt.

Die Anzahl der Beschäftigten bedingt zahlreiche verschiedene Arbeitszeitmodelle und damit unterschiedliche Ausweise. Es gibt zahlreiche verschiedene Ausweisarten mit individuellen Zutrittsberechtigungen, die natürlich jederzeit auf Wunsch des Kunden erweitert oder verändert werden können. Die Berechtigungen sind nach Bereichen gegliedert und zeitlich begrenzt. Die Zutrittsberechtigung kann zum Beispiel für nur einen Tag für eine bestimmte Zone gelten, oder aber bis zu fünf Jahre für das komplette Gelände. Die Ausweise müssen aufgrund ihrer befristeten Gültigkeit regelmäßig, zum Teil täglich, erneuert, die Ausweisinhaber ggf. nach gesetzlichen Vorgaben behördlich überprüft, geschult sowie die beantragenden Firmen registriert und bewilligt werden. Im „Servicecenter Flughafenausweise“ werden solche Anträge im Ausweisverwaltungs-System (AVS) erfasst, Sicherheitsüberprüfungen und Schulungen eingeleitet, Zutrittsrechte erteilt und die Ausweise nach Bewilligung produziert und ausgegeben. Verschiedene Farben der Ausweise symbolisieren verschiedene Zutrittsberechtigungen. Jeder Ausweis muss ein aktuelles Foto enthalten. Je nach Berechtigung darf der Ausweisinhaber zum Beispiel bestimmte Bereiche betreten. Die Zutrittsberechtigungen werden komplett im AVS gesteuert, protokolliert und verwaltet. Täglich werden für mehrere tausend Fremdfirmen hunderte von Dauer-Ausweisen pro Tag erstellt; tausende von Besuchern kommen hinzu.

Des Weiteren müssen zahlreiche unterschiedliche Arbeitszeit-Modelle am Frankfurter Flughafen berücksichtigt werden. Die Arbeitszeiten der über 20.000 Beschäftigten der Fraport AG werden natürlich elektronisch erfasst, ausgewertet und protokolliert. Mit ihren Ausweisen buchen sie an den Zeiterfassungs-Terminals DT 1000. Für Sehbehinderte hat Primion außerdem mehrere DT 100-Terminals mit Braille-Funktion installiert.

Speziell entwickelte Lösung für Frankfurter Flughafen Fraport

Speziell für die Fraport AG wurde eine sogenannte „Customized Solution“ entwickelt; also eine auf das Corporate Design zugeschnittene Lösung, die bereits in der grafischen Oberfläche eindeutig als Fraport-Anwendung zu erkennen ist, beispielsweise durch das Logo oder die Farbgebung. Über eine Schnittstelle werden die erfassten Zeiten für die Lohnabrechnung und auch die Personaleinsatzplanung an SAP übergeben und dort ausgewertet. In der Berechtigungsstruktur wurden außerdem Schnittstellen für Schließfachberechtigungen implementiert.

Rund 60 Millionen Passagiere landen oder starten jährlich am Frankfurter Flughafen an 170 Gates; etwa 60 davon werden aktuell bereits mit Hilfe des Gate Access-Systems von Primion verwaltet. Auch hier handelt es sich um eine Eigenentwicklung von Primion für die Fraport AG. Über das flugplangesteuerte Gate-Management-Terminal (GMT) werden alle Abläufe am Gate gesteuert und dabei rechtliche Vorgaben, wie zum Beispiel das Schengener Abkommen, berücksichtigt. Alle Vorgänge werden im Primion Gefahrenmanagement-System psm2200 dargestellt und sind jederzeit abrufbar. Zudem werden alle Komponenten wie Leser, GMT und Server-Dienste sowie Schnittstellen zu Fremdsystemen in Echtzeit überwacht, um Ausfälle frühzeitig zu erkennen und die Gate-Nutzung sicher zu stellen

Die Darstellung all dieser Prozesse im GAS ist von der verantwortlichen Abteilung der Fraport AG exakt vorgeschrieben. Im Leitsystem sind für jedes einzelne Gate mehrere Grafiken gleichzeitig darstellbar, Bildausschnitte können beliebig definiert oder herangezoomt werden, es sind Texteinblendungen und frei definierbare Infofenster, zum Beispiel eine Flugplanliste für ein selektiertes Gate und viele weitere Besonderheiten möglich. Im vergangenen Jahr wurden bereits 46.000 Flüge über das Gate-Access-System von Primion abgefertigt - Tendenz steigend, da sukzessive weitere Gates im Rollout hinzukommen.

Aufgrund dieser beispiellosen Erfolgsgeschichte entschied die Primion Group, die in diesem Projekt entstandenen Lösungen modular als Produktlinie weiter zu vermarkten. Unter dem Dach des Business Segments „Airport Solutions“ konnte bereits die Flughafen Nürnberg GmbH, Flughafen „Albrecht-Dürer“ als weiterer Kunde gewonnen werden, welcher seit November 2016 erfolgreich AVS als neues Ausweisverwaltungssystem einsetzt. Zusätzlich ist die Primion Technology AG aktuell an weiteren Ausschreibungen deutscher Großflughäfen mit ihren Lösungen beteiligt.   

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Foto: Primion Am Frankfurter Flughafen arbeitet die Primion Group für den Betreiber Fraport AG seit neun Jahren daran, sukzessive im laufenden Betrieb ein hochkomplexes Sicherheitssystem zu installieren.
Foto: Fraport

Primion

Sicherheitssystem für den Frankfurter Flughafen

Über Monate hinweg wurde geplant, getestet und beinahe rund um die Uhr optimiert – vor kurzem nun konnte das bei der Fraport AG am Frankfurter Flughafen bestehende Ausweisverwaltungssystem erfolgreich durch das neue System der Primion Technology AG ersetzt werden.

Foto: Gunnebo

Gunnebo

Sicherheitsschleusen für den Flughafen Sofia

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Baulicher Brandschutz

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Foto: Wisag

Sprengstoffspürhunde

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