Die ASW-BW Führungskräftetagung fand in diesem Jahr als Lakeside Security Summit in Überlingen statt – der Abend des zweiten Tages schloss mit einer launigen Schifffahrt auf dem Bodensee, bei der sich alle Teilnehmer bestens unterhielten.
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Die ASW-BW Führungskräftetagung fand in diesem Jahr als Lakeside Security Summit in Überlingen statt – der Abend des zweiten Tages schloss mit einer launigen Schifffahrt auf dem Bodensee, bei der sich alle Teilnehmer bestens unterhielten.

Veranstaltungen

ASW-BW Führungskräftetagung wird zum Lakeside Security Summit

Die ASW-BW Führungskräftetagung fand in diesem Jahr als Lakeside Security Summit in Überlingen statt – und das mit großem Erfolg.

Vom 5.-7. Oktober 2022 fand die aufgrund der Pandemie 2019 zum letzten Mal durchgeführte Führungskräftetagung der ASW-BW unter neuem Label als Lakeside Security Summit am Bodensee statt. Die Verbandspräsidenten Jürgen Wittmann und Manfred Jilg sowie Geschäftsführer André F. Kunz konnten mehr als 50 Teilnehmer im Parkhotel St. Leonhard in Überlingen begrüßen, die alle gespannt auf den breiten Vortragsfächer waren.

Den Auftakt, gewissermaßen als Warm-up und Hinführung zur Tagung, machte Dr. Jürgen Harrer von der TH Ingolstadt mit einem Vortrag zu den Forschungsergebnissen seines Projekts „Corporate Security 4.0 – Einflussfaktoren und Anforderungen“. Er beleuchtete darin die Ergebnisse seiner Delfi-Studie zu den Fragen, mit denen sich die Corporate Security künftig auseinandersetzen muss.

Lakeside Security Summit folgt der ASW-BW Führungskräftetagung mit breitem Themenspektrum

Einem entspannten Ausklang mit Grillbüffet am Abend schloss sich der zweite Tag an, der mit einem viel beachteten Vortrag und anschließender Diskussion mit dem CDU-Sicherheitsexperten und MdB Roderich Kiesewetter begann. Martin Stamm von der A3M Global Monitoring GmbH wurde digital zugeschaltet, da er aufgrund des Pilotenstreiks nicht von Hamburg aus anreisen konnte. Er zeigte die technischen Möglichkeiten auf, wie international agierende Unternehmen die geopolitischen, aber auch meteorologischen, geologischen und anderen Ereignisse im Auge behalten können, um ihre Mitarbeiter im Ausland stets optimal zu betreuen.

Der weitere Vormittag stand ganz im Zeichen der Cyberbedrohungen und deren Abwehr. Stefan Würtemberger von der Marabu GmbH & Co. KG berichtete ohne Schnörkel und Verzierungen sehr offen von dem Cyberangriff, den sein Unternehmen Ende 2019 erlebte, und wie er in einer steilen Lernkurve damit umgehen musste. Quintessenz für ihn war, dass jedes Unternehmen Opfer eines Cyberangriffs sein kann und sein wird und man daher gut beraten ist, sich frühzeitig mit entsprechenden Notfallplänen darauf vorzubereiten.

Tobias Glemser von der Secuvera GmbH zeigte anhand spannend präsentierter Praxisbeispiele, wie Cyberangriffe beginnen und wie man sich dagegen schützen und sie erforderlichenfalls auch abwehren kann.

Julia Füller von der Viccon GmbH änderte mit den Teilnehmern deren Perspektive und nahm sie mit auf die Täterseite. Wie denken Täter, was wollen sie, wie gehen sie vor? Das waren Fragen, die Füller beleuchtete, um daraus Abwehrstrategien zu entwickeln.

Dr. Swantje Westpfahl stellte ein mit der ASW-BW gemeinsam entwickeltes Online-Learning-Programm zur Bildung einer Human-Firewall vor.

Harald Hertel von der Ankura GmbH schließlich stellte mögliche Cyberbedrohungen in der Lieferkette und wie diese abgewehrt oder bestenfalls gar nicht relevant werden können in den Mittelpunkt seines Vortrags.

Mitgliederversammlung 2022 der ASW-BW

Im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung hat die ASW-BW neue E-Learning und Online-Weiterbildungsangebote zur Cybersecurity vorgestellt.
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Den Freitag eröffnete die Präsidentin des LfV Baden-Württemberg, Beate Bube, mit einem Referat zu den hybriden Bedrohungen, denen die Wirtschaft ausgesetzt ist, und wie das LfV bei deren Abwehr unterstützen und beraten kann. Social Engineering und Phishing sind dabei zwei der vielen Angriffsvektoren, mit denen sich die Wirtschaft konfrontiert sieht.

Sicherheitswirtschaftsgesetz wird noch entwickelt

Prof. Dr. Sven Eisenmenger von der Hochschule der Polizei Hamburg stellte sich mit seinem Vorschlag eines Sicherheitswirtschaftsgesetzes als Weiterentwicklung des noch nicht umgesetzten Sicherheitsdienstleistungsgesetzes einer engagiert geführten Diskussion mit den Teilnehmern, die einmal mehr die Gelegenheit bot, die Sichtweise der ASW-Organisation zu adressieren. Prof. Eisenmenger gehört dem Sachverständigenkreis an, der am noch laufenden Gesetzgebungsverfahren zum Sicherheitsdienstleistungsgesetz beteiligt ist.

Karin Giangrande von der Signum Consulting GmbH und Jürgen Wittmann von der Robert Bosch GmbH stellten schließlich als Best-Practise-Beispiel dar, wie bei der Robert Bosch GmbH ein System zum Pre-Employment-Screening implementiert wurde, mit welchen Herausforderungen dabei umgegangen werden musste und wie das System heute funktioniert.

Den Abschluss der Tagung bildete schließlich ein Vortrag des LKA-Präsidenten Andreas Stenger, der alle Facetten der Kriminalitätsbekämpfung in einer offenen und digitalen Gesellschaft beleuchtete und die Hilfestellungen des LKA darstellte.

Der Geschäftsführer der ASW-BW, André F. Kunz, der durch die zweieinhalbtägige Tagung geführt hatte, konnte auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken und in zufriedene Gesichter der Teilnehmer schauen.

Der nächste Lakeside Security Summit der ASW Baden-Württemberg findet voraussichtlich vom 21. bis 23. Juni 2023 statt. Ein Termin, den sich Interessierte schon jetzt notieren sollten, wenn sie nicht verpassen wollen, welche weiteren Entwicklungen die Corporate Security in all ihren Facetten nehmen wird.

Der CDU-Sicherheitsexperten und MdB Roderich Kiesewetter diskutiert mit den Teilnehmern. 
Der CDU-Sicherheitsexperten und MdB Roderich Kiesewetter diskutiert mit den Teilnehmern.