Die vier Gründungsmitglieder der Sicherheits-Partnerschaft Schleswig-Holstein von links: Carsten Klauer, Hans-Joachim Grote, Lars Müller und Friederike C. Kühn
Foto: IHK Kiel Winslow

Verbände

ASWN initiiert Sicherheitspartnerschaft in Schleswig-Holstein

Die ASWN hat mit IHK und Politik in Schleswig-Holstein eine Sicherheitspartnerschaft gegründet. Ziel ist der Schutz der Wirtschaft vor Kriminalität.

Um die schleswig-holsteinischen Unternehmen künftig besser vor On- und Offline-Kriminalität zu schützen, sind die IHK Schleswig-Holstein, die Landesregierung - vertreten durch das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration -, die Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Norddeutschland e.V. (ASWN) sowie die Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein e.V. (DiWiSH) eine umfassende Sicherheits-Partnerschaft für Schleswig-Holstein eigegangen.

Sicherheitspartnerschaft in Schleswig-Holstein mit hoher Reichweite

Inhaltlich decke die Partnerschaft jede Form von Kriminalität ab, vom Ladendiebstahl über Betrug bis hin zu Cybercrime, betont Friederike C. Kühn, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein. Dazu wollen das Innenministerium, die drei Industrie- und Handelskammern im Land Schleswig-Holstein und die beiden Verbände, die sich branchenübergreifend mit der Kriminalitätsbekämpfung auseinandersetzen, ab sofort vertieft zusammenarbeiten. Denn nur durch den Schulterschluss von Sicherheitsbehörden und Wirtschaft könnten Unternehmen bei herkömmlichen wie auch digitalen sicherheitstechnischen Herausforderungen die nötige Unterstützung erhalten, so Kühn weiter.

Innenminister Hans-Joachim Grote erklärte, die Unternehmen in Schleswig-Holstein müssten sich auf immer neue Betrugsmaschen einstellen und schnell reagieren können. Dafür sei ein regelmäßiger und intensiver Austausch zwischen den Ermittlungsbehörden und der Wirtschaft von entscheidender Bedeutung.“ Ich bin davon überzeugt, dass wir mit dieser neuen Partnerschaft gemeinschaftlich deutlich effektiver auf kriminelle Phänomene reagieren können und wir so in Zukunft hoffentlich größere Schäden verhindern können".

ASWN betont zusätzliches privates Engagement

Doch auch private Initiativen und Angebote zur Erhöhung der Unternehmenssicherheit sollen Eingang in die Partnerschaft finden: "Viele Unternehmen werden bereits heute vorbeugend aktiv, um sich zu schützen, bevor es zu spät ist", weiß Carsten Klauer, Vorsitzender der Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Norddeutschland e.V. "Hier gibt es bereits ein breit gefächertes Angebot aus der Wirtschaft, das man nutzen kann, ohne dass man gleich den Staat um Hilfe rufen müsste."

Kompetente Hilfe für Unternehmen bei IT-Angriffen

Wie eine konkrete Hilfestellung für Betriebe aussehen kann, die im Netz angegriffen worden sind, entwickelt derzeit die DiWiSH: "Am 1. Oktober startet der Servicepoint Cybersecurity", kündigt der Vereinsvorsitzende Lars Müller an.

Der Service diene als Erstanlaufstelle für kompromittierte Unternehmen, bei der sie sich schnell und unbürokratisch Hilfe holen könnten. "Doch der Servicepoint Cybersecurity ist nicht nur ein Feuerlöscher, wenn es schon zu spät ist, sondern soll auch konkrete Angebote auch im Bereich der Prävention anbieten", betont Lars Müller.

Fachleute vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), vom Verfassungsschutz, dem Landeskriminalamt sowie der DiWiSH-Fachgruppe IT Security informierten interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer darüber, wie sicher ihre Daten sind und wo mögliche Schwachstellen in Firmennetzwerken lauern. Denn: Nur wer weiß, wo die Gefahren liegen, kann sich auch zielgerichtet schützen. Auch ein Live-Hack - die Demonstration einer Übernahme eines fremden IT-Gerätes - wurde am Beispiel einer Ampelschaltung durchgeführt.