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Biometrie

Aus Finger wird Schlüssel

Mit dem Finger ganz einfach Türschlösser öffnen und ohne konventionellen Schlüssel eintreten – diese Zutrittsvariante hält immer häufiger Einzug in die private Nutzung sowie den besonders zu sichernden Bereichen eines Unternehmens.

Was bei Smartphones und Laptops bereits seit längerem Alltag ist, wird auch im privaten Bereich immer beliebter. Denn dank biometrischer Sicherheitslösungen verwenden Zutrittssysteme physiologische Charakteristika von Personen, um die Berechtigung zu prüfen. So wird der eigene Finger, das Gesicht, die Stimme oder das Auge zum Schlüssel für eine exklusive Art der Authentifizierung. Nur die autorisierten und eindeutig identifizierten Personen und nicht der passende Schlüssel erhalten Zugang zu einem bestimmten Raum oder Bereich. Physiologiebasierte Merkmale wie Fingerabdruck oder die Iris, die sich nicht verändern, gelten als zuverlässige Attribute im Gegensatz zu verhaltensbasierten Merkmalen, wie die Stimme, die schwanken können.

Fingerprint im Fokus

Als Zugangsidentifikation findet der Fingerabdruck bei Notebooks bereits seit längerer Zeit Anwendung. Die Erfassung des Fingerabdrucks, der bei jedem Menschen einzigartig ist, gilt als sicherste und die am besten geeignete Methode. Deshalb kommt sie auch in der Zutrittskontrolle immer häufiger zum Einsatz: Ein Scanner an der Tür prüft die Zugangsberechtigung eines jeweiligen Fingerabdrucks, wandelt sie in digitale Informationen um und vergleicht sie im Hinblick auf die Verifikation mit bereits gespeicherten Merkmalen. Danach wird ein Signal zum Schloss weitergeleitet. Stimmt der Fingerabdruck mit den gespeicherten Daten nicht überein, verweigert das System den Zugang. Auf diese Weise wird der Zutritt personifiziert.

Biometrische Zugangslösungen bieten einzigartigen Zutrittskomfort und eindeutige Charakterisierung: Sie ermöglichen schnellen und einfachen Zugang. Biometrische Merkmale lassen sich nicht, wie es bei Schlüsseln oder Passwörtern der Fall ist, problemlos auf andere Personen übertragen. Auch kann der Fingerabdruck nicht verlegt, vergessen oder verloren werden und bietet aufgrund der Einzigartigkeit zudem eine hohe Fälschungssicherheit. Auch Folgekosten, wie beispielsweise das Erstellen weiterer Zutrittsmedien, entfallen komplett. Durch Scannen und Speichern eines Fingerabdrucks wird auf unkomplizierte Weise ein neuer Zugang erstellt. Die Übertragung des Signals erfolgt per Kabel, was jedoch die einfache Nachrüstung in der Regel nicht beeinträchtigt.

Auch die Anbindung an bereits vorhandene Systeme stellt in den meisten Fällen kein Hindernis für eine Aufrüstung dar. „Unsere Home-Biometrielösung stellt eine sichere und äußerst nutzerfreundliche Alternative zu herkömmlichen Zutrittslösungen für Wohnobjekte dar. Sie kann sowohl im Neubau installiert als auch in älteren Gebäuden problemlos nachgerüstet werden. Passend dazu bieten wir auch auf einander abgestimmte Setlösungen aus Fingerscanner, Schloss, Beschlag und Bändern an“, erklärt Patrick Zingg, Marketingleiter der Glutz AG. „In Kombination mit den Mehrfachverriegelungsschlössern Mint SV oder Mint SVM bietet unser Biometriesystem die bestmögliche Verbindung aus Sicherheit und Bedienkomfort“. Nach dem Motto „Plug and Play“ erfordert das System einen nur geringen Installationsaufwand und kann mittels App und Smartphone intuitiv programmiert und bedient werden. Drei Lösungen ermöglichen eine Vielzahl an Nutzungsszenarien und eignen sich für individuelle Zutrittsanforderungen an ein Biometriesystem. Die Kombilösung verfügt über einen Fingerscanner für Zargen mit E-Beschlag sowie ein selbstverriegelndes Schloss. Die Kompaktlösung zeichnet sich durch einen ins Türblatt integrierten Fingerscanner mit Motorschloss aus, während die Komfortlösung einen Wand- oder Fingerscanner für Zargen mit dem Motorschloss kombiniert.

News

Glutz bringt Fingerprint ins Eigenheim

Mit dem Finger ganz einfach Türen öffnen: Diese Zutrittsvariante findet immer häufiger Einzug in die private Nutzung. Dank biometrischer Sicherheitslösungen.

Foto: PCS Systemtechnik

Biometrie im Spannungsfeld

Eine Technologie für alles?

Biometrie sorgt für Emotionen. Identitätsdiebstahl, Datenschutz, Fingerabdruck im Pass, massenweise Gesichtserkennung und mehr wird assoziiert. Andererseits gehen wir auch sehr locker mit Biometrie um: Der Fingerprintsensor im Smartphone ist selbstverständlich. Dass die Daten vielleicht auf amerikanischen Servern landen, wird hingenommen. Sind wir bereit für Biometrie?

Foto: Osram Opto Semiconductors

Biometrische Identifikation

Einen Augenblick

In Hochsicherheitsbereichen und Militäreinrichtungen wurden sie zuerst eingesetzt, aber auch bei Einreisekontrollen sind sie mittlerweile etabliert: biometrische Identifizierungsverfahren zur Zugangskontrolle. Kompakte und möglichst genaue optische Biometriesensoren sind die Grundlage für die Sicherheit dieser Identifizierungsverfahren. Sie profitieren von kostengünstigen Kamerasensoren und von leistungsfähigen LED und IRED (infrarote LED).

Foto: PCS Systemtechnik GmbH

Biometrische Verfahren

Der Mensch als Schlüssel

Ob Gebäude- und IT-Zugang, E-Pässe oder Verleihstationen – Biometrie begegnet uns heute in den unterschiedlichsten Bereichen. Die Verfahren, die zum Einsatz kommen, sind dabei so verschieden wie die einzigartigen Körpermerkmale eines Menschen. Eines ist ihnen jedoch gemeinsam: Sie werden immer zuverlässiger.