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Foto: Markus Wegner/Pixelio
Die Akteure müssen sich vernetzen.

it-sa 2013

Bayerischer Innenminister besucht Messe

Cybersicherheit – also die Sicherheit der IT-Netzwerke vor Kriminellen, Terroristen und Spionen – sei eines der wichtigsten Schlüsselthemen von Gegenwart und Zukunft, so Bayerns Innenminister Joachim Herrmann gestern beim Besuch der IT-Sicherheitsmesse in Nürnberg.

Im Rahmen des Projekts „Bayern digital“ werde man gemeinsam mit Wissenschaft und Forschung den Freistaat zu einem weltweit anerkannten Zentrum für Digitalisierung und IT-Sicherheit weiterentwickeln, erklärte Herrmann. Dabei komme der Kooperation zwischen Staat und Wirtschaft eine hohe Bedeutung zu. Das neue Cyber-Allianz-Zentrum beim Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz sei seit Juli 2013 zentraler Ansprechpartner für Wirtschaftsunternehmen und Betreiber kritischer Infrastrukturen, wenn der Verdacht eines elektronischen Angriffs bestehe. Zum Schutz der Wirtschaft habe dabei die absolute Vertraulichkeit bei Anfragen besonderen Stellenwert.

Vernetzung

Ein wichtiger Aspekt für Herrmann ist die enge Vernetzung der Akteure: Nahezu alle Lebensbereiche seien inzwischen von der IT-Nutzung geprägt und damit gleichermaßen anfällig für die Gefahren, die mit den vielfältigen Möglichkeiten einhergingen. Vernetzung der beteiligten Stellen und Koordination der zahlreichen Anstrengungen auf diesem Gebiet seien daher unumgänglich. Die Wahrnehmung dieser Koordinationsaufgaben ist laut Herrmann eine der zentralen Aufgaben des neuen Sachgebiets „Cybersicherheit“ im bayerischen Innenministerium. Dass die notwendige Zusammenarbeit nicht nur auf dem Papier stehe, sondern Realität sei, zeige der gemeinsame Messeauftritt des IT-Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung, des Innenministeriums und des Landesamtes für Verfassungsschutz auf der it-sa 2013.

Wie Herrmann weiter erläuterte, habe die Staatsregierung in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen, Kriminelle im World Wide Web konsequent zu verfolgen. So war Bayern 1995 das erste Bundesland mit einer anlassunabhängigen Netzwerkfahndung zur Ermittlung strafbarer Inhalte im Internet.

Zudem wurden vor einigen Jahren in den Ballungsräumen München und Nürnberg Schwerpunktkommissariate zur Bearbeitung der Computer- und Internetkriminalität aufgebaut. Darüber hinaus baut man derzeit beim Bayerischen Landeskriminalamt ein Dezernat „Cybercrime“ auf und richtet flächendeckend bei jeder Kriminalpolizeiinspektion spezialisierte Arbeitsgruppen zur Bekämpfung der Cyberkriminalität ein.