Klassische Sicherheitstechnik ist gegen Drohnen meist wirkungslos. Der BDSW reagiert auf die neuen Herausforderungen mit der Gründung eines Fachausschusses.
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Klassische Sicherheitstechnik ist gegen Drohnen meist wirkungslos. Der BDSW reagiert auf die neuen Herausforderungen mit der Gründung eines Fachausschusses.

Verbände

BDSW implementiert Fachausschuss Drohnen

Um modernen Bedrohungsszenarien weiter gerecht zu werden, gründet der BDSW den Fachausschuss Drohnen. Federführend sind Securiton und die Condor Gruppe.

Drohnen als Einsatzwerkzeug und Risikoparameter gehören für Sicherheitsexperten zum täglichen Geschäft. Ob als Bedrohung für die Sicherheit von Schutzobjekten oder als Einsatzmittel zur Erhöhung und Qualitätssteigerung von Sicherheit, Drohnen sind zwei Seiten einer Medaille. Mit Cornelius Toussaint, geschäftsführendem Gesellschafter der Condor Gruppe aus Essen, und Gerd Kupferer, Bereichsleiter Sicherheits-Speziallösungen bei Securiton Deutschland mit Hauptsitz in Achern, verfügt der Fachausschuss Drohnen im Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) über ausgewiesene Experten. Toussaint setzt seit über zehn Jahren auf den Einsatz von Drohnen zu Qualitätssteigerung von Sicherheitsdienstleistungen, und Kupferer verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der Drohnendetektion und -abwehr.

Fachausschuss Drohnen soll neuen Herausforderungen gerecht werden

Die Gründung eines eigenen BDSW Fachausschusses Drohnen spiegelt ihre Bedeutung für die Sicherheit in Deutschland und darüber hinaus wider. „Gesellschaftliche Entwicklungen, wie beispielsweise demographische Herausforderungen, erfordern von uns Dienstleistern ein Umdenken. Der Einsatz moderner Robotik bietet viel Potenzial, um beispielsweise an abgelegenen Orten mit dem Einsatz automatisierter Drohnen die Sicherheit durch präzise und sehr schnelle Aufklärung zu erhöhen“, ist Cornelius Toussaint überzeugt.

Dabei kann eine Drohne natürlich auch als Gefährdung verstanden werden und das Risiko für die Sicherheit erhöhen. Der klassische Zaun, gleich welcher Höhe, stellt für die Drohne kein Hindernis dar, und auch modernste Videoanlagen schauen nicht in den bislang eher friedlichen Himmel. „Dazu haben wir einen leichte, wenngleich künstlich anmutende Trennung im Fachausschuss eingezogen. Wir bringen viel Erfahrung im Bereich der Drohnendetektion und möglichen Abwehrlösungen mit, die von privaten Sicherheitsdienstleistern, Unternehmenssicherheits-verantwortlichen, aber auch von Behörden mit Blick auf ihre Sicherheitskonzepte berücksichtigt werden sollten“, so Gerd Kupferer ergänzend.

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Moderne Technik gewinnt im BDSW immer mehr Bedeutung

Die Implementierung eines Fachausschusses für den Bereich der Drohnen beziehungsweise UAV („Unmanned Aerial Vehicles“) war auch ein besonderes Anliegen der Geschäftsführung des Bundesverbandes. Als Verband für die Sicherheitswirtschaft ist der BDSW schon lange mehr als eine tariforientierte Vertretung der Sicherheitsdienstleistungsunternehmen. Längst ist die Technik relevanter Bestandteil innovativer Sicherheitsdienstleister. Aufgrund der übergreifenden Technologie ist der Fachausschuss Drohnen ergänzend zu den bestehenden Fachausschüssen, etwa für die Bundeswehr oder die Sicherheitstechnik zu sehen.

Mittlerweile gebe es neben den technischen und regulativen Themen auch diverse rechtliche Entwicklungen, deren Gestaltung es durch und für die private Sicherheitswirtschaft bedürfe. „Wir müssen dringend erreichen, dass Qualitätsstandards für die Ausbildung von Piloten sowie als Sicherheitsdienstleistung so etabliert werden, dass die anerkannte und erreichte Qualität deutscher Sicherheitsdienstleister gegeben und gleichzeitig Geschäftsmodelle möglich bleiben“, betont Cornelius Toussaint.

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Polizei mit qualifiziertem privatem Sicherheitspersonal entlasten

Zielstellung der Bundesregierung sei es, dass Deutschland Vorreiter für den produktiven Einsatz von Drohnensystemen werde und zugleich höchste Schutzlevel für die eigene Wirtschaft sowie Kritische Infrastruktur erreiche. „Die deutsche Sicherheitswirtschaft mit ihrer mittelständischen Organisation ist als viel zitierte Säule der Sicherheit in Deutschland konservativ verlässlich und technologisch zukunftsorientiert“, so Cornelius Toussaint weiter. „Auch als Partner der behördlichen Sicherheitsorganisationen bietet die private Sicherheitswirtschaft die technische Plattform und personelle Organisation, um zum Beispiel mit qualifiziertem Sicherheitspersonal und Technologie durch die Beobachtung gesperrter Lufträume bei Veranstaltungen oder kritischer Infrastrukturen die Polizei zu entlasten“, so Gerd Kupferer abschließend.      

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