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Vernetzte Sicherheitssysteme bergen aber auch neue Gefahren. Dazu gehören Cyberangriffe durch Ransomware oder auch der Diebstahl von Daten.

IT-Sicherheit

Bei Vernetzung im ÖPNV Cybersicherheit nicht vergessen

Cybersicherheit ist auch bei der Vernetzung von Systemen im ÖPNV eine elementare Grundvoraussetzung.

Da Busse und Bahnen im Zuge von der Digitalisierung und dem Internet der Dinge auch mit immer neuen Technologien und Innovationen ausgestattet werden, ist es unerlässlich, diese vernetzten Systeme mit Lösungen zur Gewährleistung der Cybersicherheit auszurüsten.

Die neuen smarten Lösungen dienen auch dazu, den Fahrgästen ihren Weg so angenehm wie möglich zu gestalten. Die Verkehrsbetriebe im US-amerikanischen Großraum Boston (Massachusetts) setzen beispielsweise seit einigen Jahren Videoüberwachungskameras in Linienbussen ein, die von allen Fahrgästen einsehbar sind. Sie sorgen für mehr Sicherheit, schrecken mögliche Straftäter ab und erhöhen das Vertrauen der Pendler in den Verkehrsbetrieb.

Verkehrsbetriebe unzureichend auf Cyberrisiken vorbereitet

Vernetzte Sicherheitssysteme bergen aber auch neue Gefahren. Dazu gehören Cyberangriffe durch Ransomware oder auch der Diebstahl von Daten. Aus diesem Grund wurde die Transport- und Verkehrsbranche im Juni 2017 in die Verordnung zur Bestimmung kritischer Infrastrukturen aufgenommen. Die Verordnung legt fest, welche Branchen an das IT-Sicherheitsgesetz gebunden sind und zusätzliche Vorkehrungen treffen müssen, um das eigene Unternehmen aber auch die gesamte Gesellschaft zu schützen, indem es die eigene Infrastruktur und die internen Prozesse optimiert und aktualisiert.

Das US-amerikanische Mineta Transportation Institute (MTI) fand in einer Studie im vergangenen Jahr heraus, dass sich zwar 80 Prozent der Verkehrsbetriebe auf Cybervorfälle vorbereitet fühlen, allerdings nur 60 Prozent über eine echte Cybersecurity-Strategie verfügen.

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Höherer Digitalisierungsgrad heißt größere Cyberbedrohungen

Allerdings erwarten Pendler heute von Verkehrsbetrieben neben Pünktlichkeit auch besseren Service und mehr Flexibilität, wenn es um digitale Lösungen geht. Gleichzeitig arbeiten Städte und Gemeinden fieberhaft daran, mithilfe intelligenter Technologien zu einer Smart City zu werden. Infolge des hohen Konkurrenzkampfes sehen sich auch Verkehrsbetriebe trotz sinkender Budgets dazu gezwungen, ihre Infrastruktur zu modernisieren. Dadurch ergeben sich für Cyberkriminelle neue Angriffsvektoren wie größere Datenmengen und immer neue Netzwerkzugangspunkte aufgrund IP-basierter Endgeräte wie Videoüberwachungskameras.

Cyberangreifer haben es aber nicht nur auf die Betriebsdaten selbst abgesehen. Alle digitalisierbaren Informationen können ein Ziel sein, inklusive sensibler Finanzdaten und persönlicher Mitarbeiter- bzw. Fahrgastinformationen. Selbst Befehls- und Kontrollsysteme können durch Angriffe den gesamten Betrieb zum Stillstand bringen.

Der Sonic Wall Cyber Threat Report 2021 zeigt, dass Cyberkriminelle auf immer ausgefallenere und komplexere Angriffsmethoden zurückgreifen. Dies führte unter anderem dazu, dass die Zahl von Ransomware-Angriffen von 2019 bis 2020 um 62 % gestiegen ist.

Allerdings erkennen Unternehmen die Notwendigkeit, dem Thema Cybersicherheit mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Das bestätigen die Ergebnisse einer von Genetec durchgeführten repräsentativen Umfrage unter Sicherheitsexperten in der EMEA-Region. Demnach ist Cybersecurity für rund 67 % der Befragten das Top-Thema im Jahr 2021.

Physische Sicherheitssysteme brauchen wirkungsvollen Cyberschutz

Moderne Sicherheitslösungen wie IP- basierte Videoüberwachungssysteme setzen auf Kameras, die über ein Netzwerk mit der Leitstelle verbunden sind. Diese sind grundsätzlich denselben Angriffen durch Hacker und Malware ausgesetzt wie Computer und Laptops in einem Unternehmen. Die Bedrohungen sind vielfältig: IP-Kameras mit schwachem oder Standard-Passwort können von Angreifern als Hintertür für eine laterale Ausbreitung im Netzwerk genutzt werden.

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Pendler erwarten heute von Verkehrsbetrieben neben Pünktlichkeit auch besseren Service und mehr Flexibilität, wenn es um digitale Lösungen geht.

Um das zu verhindern, sollten Verkehrsbetriebe auf vereinheitlichte Sicherheitsplattformen setzen, die alle Sicherheitssysteme auf einer Oberfläche abbilden und sich flexibel skalieren lassen. Genetec setzt bei seiner vereinheitlichten Sicherheitsplattform Security Center auf mehrere Mechanismen für eine höhere Systemresilienz und Cybersicherheit. Die Lösung arbeitet beispielsweise mit einem Securityscore, mit dem Systemadministratoren die Richtlinien zur Systemhärtung einhalten oder veraltete Firmware aktualisieren können. Der Securityscore kann als Dashboard auf dem Desktop aufgerufen werden und überprüft auch einzelne Systemprozesse auf ihre Cybersicherheit. Darüber hinaus erinnert es Nutzer daran, ausreichend starke Passwörter zu nutzen. Gleichzeitig helfen Tools wie die Kiwi-Vision Camera Integrity Monitor Funktion dabei, die Leitstelle umgehend zu informieren, wenn sich Kamerapositionen schlagartig ändern, die Bildqualität deutlich abnimmt oder Kameras manipuliert werden. Damit kann das Sicherheitspersonal frühzeitig auf Sicherheitsrisiken reagieren und den Verlust des Zugriffs auf diese Daten vermeiden.

Gefahren durch Cyberangriffe nicht unterschätzen

Viele Verkehrsbetriebe sind sich den rasant wachsenden Gefahren durch Cyberangriffe nicht bewusst, die mit der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung einhergehen. Bereits eine gehackte Überwachungskamera kann Cyberkriminellen Tür und Tor zum gesamten Netzwerk ermöglichen, wodurch sie Zugriff auf sensible Daten aller Art erhalten können. Cybersicherheit ist heute nicht mehr nur ein Problem von IT-Abteilungen. Auch die physische Sicherheitsinfrastruktur muss ausreichend vor Cyberattacken geschützt werden. Moderne IP-basierte Sicherheitsplattformen unterstützen Verkehrsbetriebe dabei, ihre Systemresilienz zu optimieren und die Cybersicherheit nachhaltig zu erhöhen.

Kay Ohse, Regional Director DACH & ECE, Genetec Inc. 

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