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ISV-Lehrgang

Bewaffnete Sicherheitsdienste auf Seeschiffen

Das Institut für Sicherheitstechnik/Schiffssicherheit e.V. (ISV) in Rostock-Warnemünde wendet sich mit dem neuen Lehrgang "Bewaffnete Sicherheitskräfte" an private Sicherheitsunternehmen und strebt einen vereinheitlichten Standard in der Schiffssicherheit an.

Das ISV bietet erstmalig vom 12. bis zum 21.11.2012 einen Lehrgang als Qualifizierungs-maßnahme für deutsche Sicherheitsunter-nehmen im Kontext der Antipiraterie an. Der Lehrgang „Bewaffnete Einsatzkräfte“ wendet sich vor allem an Sicherheits-unternehmen mit privaten Sicherheitskräften. Ziel des Lehrgangs ist eine Vereinheitlichung der Richtlinien für private Einsatzkräfte sowie eine einheitliche Qualifikation und die Steigerung der Qualität.

Grundlage dafür sind neue gesetzliche Bestimmungen für die „Einführung eines Zulassungsverfahrens für Bewachungsunternehmen auf Seeschiffen“ und Interimsleitlinien für Reeder, Schiffsbetreiber und Schiffsführer - aber auch Interimsleitlinien für private Bewachungsunternehmen, die private bewaffnete Sicherheitsdienste auf Seeschiffen im Hochrisikogebiet anbieten.

Gelehrt werden innerhalb der Schulung nautische, maritime und technische Kenntnisse. Weiterhin das Erkennen und Einschätzen von Gefahrensituationen, Lagebildern, rechtliche Grundlagen, maritimes Englisch als Bordsprache sowie "Radio Communication", BMP-Training, Radarbeobachtung und Notfallmanagement.

Die Initiative zur Entwicklung des neuen Lehrgangs geht vor allem auf Marco Griesche, Inhaber der Firma Head Security zurück. Unter Mitwirkung von Vertretern weiterer Sicherheitsunternehmen, wie Andreas Engelbracht von der ISN International Security Network GmbH, Jörg Hauschild von „Topcon - Risk Security Management“ ist es gelungen, die Anforderungen der zukünftigen bewaffnete Sicherheitsdienste auf Seeschiffen an diesen Lehrgang zu berücksichtigen.

Basierend auf diesen Anforderungen konnte das ISV unter Leitung von Dirk Sedlacek die notwendigen Kenntnisse und Kompetenzen aus der Sicht der zu schützenden Seeschiffe hinsichtlich der erforderlichen Fach- und Prozesskenntnisse ergänzen, um einen sachbezogenen, praxisnahen und rechtssicheren Lehrgangsinhalt zu gestalten.

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Kampf gegen Piraterie

Viele offene Fragen

Ab dem 1.8.2013 dürfen zum Schutz von Schiffen unter deutscher Flagge nur zugelassene Sicherheitsunternehmen tätig werden. Das Gesetz ist wegweisend. Die Zeit drängt, doch die Umsetzung steht noch aus.

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Sicherheitsunternehmen gegen Piraten

Land in Sicht?

Besonders vor der Küste Somalias wird es für Handelsschiffe gefährlich. Sicherheitsunternehmen, die zur Abwehr von Piratenangriffen eingesetzt werden, müssen daher spezielle Anforderungen erfüllen.

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Abwehr von Piratenangriffen

Land in Sicht?

Seit Jahren werden deutsche Handelsschiffe in Krisenregionen der Weltmeere durch Piraten bedroht, besonders massiv vor den Küsten Somalias am Horn von Afrika - ein Einblick in die Gefährdungslage und die staatlichen Abwehrmaßnahmen.

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Kolumne W&S 3/2012

Piraten!

Lange nichts mehr gehört von der Piratenfront vor Somalia. Zwischenzeitlich hatten ihre politischen Namensvettern in Deutschland deutlich mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Nun droht die nächste Eskalation am Horn von Afrika: Die Mission Atalanta hat erstmalig die Piraten und ihre Infrastruktur auch an Land angegriffen.