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Lükex 2013

Biologische Bedrohungslagen

Heute und morgen findet die 6. Krisenmanagement-Übung „Lükex 13“ statt. Diese befasst sich in diesem Jahr mit einer außergewöhnlichen biologischen Bedrohungs- und Schadenslage, die die Gesundheit der Bevölkerung, die Lebensmittelsicherheit und die innere Sicherheit gefährdet.

Erfahrungen mit Lebensmittel-infektionen, beispielsweise Ehec in Sprossensamen oder Noro-Viren in Tiefkühlerdbeeren, haben in den letzten Jahren gezeigt, welch hohe Relevanz der gesundheitliche Verbraucherschutz und die Gesundheitsvorsorge in der Praxis haben.

Die „Lükex 13“ ist Teil der nationalen Übungsserie Lükex (Länderübergreifende Krisenmanagement-Übung/Exercise), die Bund und Länder mit wechselnder Übungsbeteiligung zu verschiedenen Krisenszenarien seit 2004 alle zwei Jahre durchführen. In der Übung wird die Zusammenarbeit der administrativ-politischen Krisenmanagementstrukturen auf den unterschiedlichen Verwaltungsebenen trainiert.

Ziel der „Lükex 13“ ist eine weitere Optimierung des nationalen Krisenmanagements durch eine verbesserte Zusammenarbeit der Beteiligten verschiedener Ressorts und Fachbehörden von Bund und Ländern. Einsatzkräfte vor Ort sind an der Übung nicht beteiligt.

Intensive Vorplanung

Die Federführung für die Vorbereitung und Durchführung der Übung wird gemeinsam vom Bundesministerium des Innern, dem Bundesministerium für Gesundheit und dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wahrgenommen. Insgesamt neun Bundesländer beteiligen sich an der Lükex 13. Besondere Schwerpunkte liegen in den Ländern Berlin, Thüringen und Nordrhein-Westfalen.

Darüber hinaus sind zwölf Unternehmen zum Beispiel aus dem Bereich der Lebensmittelproduktion sowie Handelsketten an der Übung beteiligt, ebenso Hilfsorganisationen, kommunale Körperschaften und internationale Organisationen. Experten der Schutzkommission beim Bundesminister des Innern sowie Forschungseinrichtungen und Universitäten begleiten die Vorbereitung und Durchführung der Übung aus wissenschaftlicher Sicht.

Im Auftrag des Bundesministeriums des Innern haben das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), das Bundesinstitut für Risikobewertung, das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und das Robert Koch-Institut die Übung nahezu 22 Monate gemeinsam mit allen Beteiligten mit hoher fachlicher Kompetenz und detailgenau vorbereitet. Das BBK wird die Durchführung der Übung steuern und überwachen.