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Hartmann Tresore

Biometrie für Tresore

Mit dem ständig wachsenden Bedürfnis nach Sicherheit im privaten und geschäftlichen Umfeld werden zuverlässige Verschlusssysteme für Wertbehältnisse und Waffenschränke immer wichtiger. Galten bisher Schlüssel, PIN-Code oder Chipkarte als gesetztes Medium, richtet sich das Interesse zunehmend auf biometrisch gestützte Verfahren.

Die Möglichkeit, personengebundene Merkmale zu speichern, die nicht verloren gehen oder vergessen werden können, ist ein wichtiges Kriterium bei der Überlegung, biometrische Fingerabdruck-systeme einzusetzen. Gleichzeitig müssen die Daten vor Diebstahl oder Ausspähung gesichert sein. Neben dem Sicherheitsaspekt muss die Technologie aber auch im täglichen Einsatz einwandfrei und zuverlässig funktionieren und einfach zu bedienen sein.

Dieser Spagat zwischen Sicherheit und Komfort ist die eigentliche Herausforderung für die Hersteller von biometrischen Sicherungssystemen und trennt die Spreu vom Weizen, denn gerade bei sicherheitssensiblen Anwendungen, zu denen auch Wertschutzschränke und Waffentresore gehören, muss auf das eingesetzte Verschlusssystem in jeder Hinsicht Verlass sein. Das Ziel, ein autarkes, zertifizierungsfähiges Fingerprintsystem zu entwickeln, das in der Lage ist, in Kombination mit einem elektronischen Hochsicherheitsschloss und mit nur einem Finger Wertbehältnisse auf höchstem Sicherheits- und Komfortniveau bedienen und absichern zu können, lag allerdings lange Zeit in weiter Ferne.

Akzeptanz durch VdS-Zertifikat

Die Verbreitung dieser Technologie im Bereich der Tresore und Waffenschränke scheiterte in der Vergangenheit daher auch vor allem an der objektiven Überprüfbarkeit der Sicherheitslevel und an der fehlenden VdS-Zertifizierung. Eine solche Zertifizierung ist für Schlösser, die in höherwertigen, klassifizierten Tresoren verbaut werden sollen, zwingend erforderlich. Die Prüfungen und Zertifizierungen der VdS Schadenverhütung GmbH basieren auf festgelegten Richtlinien und europaweit anerkannten Normen.

Finkey Finkey arbeitet mit dem thermischen Leseverfahren und einem Zeilensensor. Kopierbare Fingerabdruckspuren werden so bei Nutzung des Systems nicht zurückgelassen. Auch werden keine Fingerabdrücke als Ganzes gespeichert, sondern nur so genannte Minutien (charakteristische Punkte der Hautrillen), die mit einem speziellen Algorithmus verarbeitet und gespeichert werden. Fälschungssicherheit und Datenschutz stehen bei diesem Verfahren im Vordergrund. Ein Prozessor mit 400 Megahertz Taktfrequenz sorgt für schnellen Austausch und Verarbeitung der benötigten Informationen. Insgesamt können 100 Finger im System abgespeichert werden. Das FinKey-Angebotsspektrum umfasst insgesamt 16 verschiedene Sets, die nach dem "Baukastenprinzip" zusammengestellt sind und Varianten für die VdS-Schlossklassen 1 und 2 beinhalten. Die Bedienung des Systems ist einfach und erfolgt durch drei „Masterfinger“, die bei Inbetriebnahme festgelegt werden müssen. Nur diese "Master" können Berechtigungen vergeben, blockieren oder löschen. Hartmann Tresore AG, www. hartmann-tresore.de Carl Wittkopp GmbH, www.carl-wittkopp.com

Mit der neuen Produktreihe Finkey der Carl Wittkopp GmbH ist es jetzt gelungen, spezielle Sets, bestehend aus einem elektronischen Hochsicherheitsschloss und dem hochwertigen Finkey-System, für die VdS-Schlossklassen 1 und 2 (EN 1300 A/B) erfolgreich prüfen zu lassen. Damit sind alle Voraussetzungen für die VdS-Zertifizierung erfüllt, so dass es nun erstmals ein zertifiziertes Fingerabdruck-Erkennungssystem gibt, bei dem das Hochsicherheitsschloss mit nur einem Finger bedient werden kann.

"Die intensive Partnerschaft zwischen Wittkopp und unserem Unternehmen besteht auf internationaler Ebene bereits seit Jahren, und so waren wir bezüglich der Entwicklung der innovativen Systeme ständig auf dem Laufenden", sagt Franz-Josef Zimmermann, Vertriebsleiter der Hartmann Tresore AG. "Wir haben bereits einige Tresore mit dem System ausgestattet, die derzeit in der Praxis getestet werden. Die Möglichkeit, als erstes Unternehmen aktiv mit der Vermarktung beginnen zu können, wollten wir uns nicht entgehen lassen.“

Die Finkey-Systeme basieren auf der Biokey-Technologie der Idencom Germany GmbH aus Berlin. Die Sicherheitslevel sind hoch, trotzdem funktioniert das System laut Unternehmen einwandfrei und erkennt berechtigte Finger blitzschnell. „Diese Kombination in Verbindung mit dem VdS-Zertifikat wird für eine hohe Akzeptanz sowohl bei gewerblichen als auch bei privaten Tresorkäufern sorgen und die Technologie erfolgreich in den Markt einführen", meint Ekkehard Gram, zuständiger Projektleiter der Carl Wittkopp GmbH.

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Idencom Germany

VdS-zertifizierte Fingerprint-Anwendungen

Idencom ist es gelungen, in einem vom VdS anerkannten, wissenschaftlichen Prüfverfahren die Sicherheit und Funktionalität der Biokey-Technologie mit Erfolg überprüfen zu lassen.

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Carl Wittkopp

Hochsicherheitsschloss mit Fingerprint

Einer der Messeschwerpunkte von Carl Wittkopp auf der Security 2014 wird die Kombination aus elektronischem Hochsicherheitsschloss in Verbindung mit Fingerprint-Technologie sein.

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Hartmann Tresore

Vielfältige Spezialtresore

Die Hartmann Tresore AG zeigt zur Security 2014 geprüfte und zertifizierte Tresore, Wertraumtüren und Werträume für unterschiedlichste Branchen.

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Carl Wittkopp

Ausgezeichnete Schlossserie

Die neue Schlossserie Gator der Velberter Carl Wittkopp GmbH wurde mit dem „iF Product Design Award 2012“ und ganz aktuell mit der Nominierung zum „German Design Award 2012“ ausgezeichnet. Das Unternehmen wird sein Hochsicherheitssystem für Tresore und Wertbehältnisse in vorstellen.