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Fischaugen-Kameras zur Überwachung

Blick in alle Richtungen

Da die IP-Überwachung inzwischen auch den Massenmarkt für die Objektüberwachung erreicht hat, sind Hersteller dabei, neue und bessere Möglichkeiten zu entwickeln, um die herkömmlichen Überwachungsanwendungen zu verbessern.

Zwei der wesentlichen Vorzüge der IP-Überwachung im Vergleich zu herkömmlichen analogen Lösungen sind zum einen die bessere Detailgenauigkeit und Auflösung und zum anderen die niedrigeren Kosten auch bei groß angelegten Projekten.

Eine einzige Megapixel-Kamera kann einen Bereich abdecken, der um ein Vielfaches größer ist als der einer analogen Kamera oder einer IP-Kamera mit Standard-Auflösung.

Im Zuge der technologischen Entwicklung erwarten die Benutzer immer bessere Leistungen zu immer niedrigeren Preisen. Eine neuere Entwicklung der letzten Jahre im Bereich IP-Kameras ist die 360-Grad-Kamera, die eine vollständigen Rundumblick ermöglicht.

Für eine 360-Grad-Kamera benötigt man entweder mehrere Linsen/Sensoren oder ein Fischaugenobjektiv. Auf diese Weise wird man nicht mehr auf eine einzige, unveränderbare Blickrichtung beschränkt, wie es bei Kameras mit Standardobjektiv der Fall ist.

360-Grad-Abdeckung

Der Vorteil eines Fischaugen-Objektivs im Vergleich zu anderen 360-Grad-Kameras (bei denen zum Beispiel vier separate Objektive und Sensoren eingesetzt werden) sind die geringeren Kosten und die niedrigere Anfälligkeit für Fehler aufgrund der angeschlossenen Hardware.

Auch gibt es keine Datenverluste und toten Winkel, die durch ein ungenaues Zusammenfügen von Bildern entstehen. Doch es gibt noch weitere Vorteile von Fischaugen-Kameras.

Fischaugen-Objektive werden noch nicht lange in der Überwachungs-Branche verwendet. Wie viele andere Technologien aus dem Bereich der Fotografie, die in der Überwachungs-Branche eingesetzt wurden, stellen inzwischen auch Fischaugen-Objektive eine Schlüsselkomponente für Kameras der nächsten Generation dar.

Fischaugen-Objektive der herkömmlichen Fotografie sind Weitwinkelobjektive, die breite, hemisphärische Panoramabilder verzerrt darstellen. Für die Darstellung von Landschaften, runden Gegenständen oder künstlerischen Aufnahmen mag diese Verzerrung geeignet sein. Es gibt Software-Anwendungen, mit denen solche verzerrten Bilder zu geradlinigen Bildern flach gezogen und entzerrt werden können.

Achtmal breiteres Blickfeld

Eine für einen 180-Grad-Panoramablick ausgestattete (Wandmontage) Fischaugen-Kamera oder eine 360-Grad-Fischaugen-Kamera (Decken-/Boden-/Tischmontage) ohne tote Winkel haben ein achtmal breiteres Blickfeld als herkömmliche VGA-Kameras, so dass weniger Kameras installiert werden müssen.

Durch den Einsatz modernster Bildverarbeitungstechnologien können die hemisphärisch verzerrten Aufnahmen der Fischaugen-Kamera für die Wiedergabe und Analyse in herkömmliche geradlinige Projektionen umgewandelt werden.

Im Vergleich zu PTZ-Kameras, die zu einem bestimmten Zeitpunkt auf einen bestimmten Bereich gerichtet sind, bieten Fischaugen-Kameras für unterschiedliche Einsatzformen verschiedene Darstellungsmöglichkeiten wie die ursprüngliche Rundumsicht, den Panoramablick sowie Bereichsansichten.

Sie können gleichzeitig alle vier Ecken eines Raums überwachen. Der Betrachter ist dadurch in der Lage, verdächtige Objekte zu beobachten, ohne dass dabei wichtige Informationen an anderer Stelle verloren gehen. Das ist zum Beispiel geeignet für die Überwachung offener Bereiche wie Flughäfen, Einkaufszentren, Parkplätze, Geschäfte oder Büros.

Vorteile bei der Überwachung

Hochauflösende Fischaugen-Kameras bieten für verschiedene Überwachungsfunktionen viele Vorteile. Sie haben eine breite Bereichsabdeckung und eine hohe Auflösung, eine hervorragende Bildqualität, ein robustes Design, benutzerfreundliche Anwendungen für die Steuerung über Handheld-Geräte, eine dem Branchenstandard entsprechende Verschlüsselung und sie sind kostengünstig und unauffällig:

  • Breite Abdeckung: Megapixel-Kameras haben eine weit größere Bereichsabdeckung als VGA-Kameras mit Standardauflösung. Megapixel-Fischaugen-Kameras liefern detaillierte Bilder eines Bereichs, für den normalerweise acht VGA-Kameras erforderlich sind.
  • Hohe Bildqualität: Die Kombination aus einer herausragenden Optoelektronik und Bildqualität ist sehr wichtig. Durch den Einsatz eines Bildprozessors der neuesten Generation wird auch bei schlechten Lichtbedingungen eine hohe Bildqualität erreicht.
  • Robustes Design: Damit die Fischaugen-Kameras besonders stabil sind und in vielen Anwendungsszenarios zuverlässig arbeiten, wurden sie zum Schutz vor Vandalismus entsprechend der Stoßfestigkeits-Kategorie IK-10 konstruiert, sie haben ein wasserdichtes Gehäuse der Kategorie IP 66 und sind extrem wetterfest.
  • Benutzerfreundliche Anwendungen auf Handheld-Geräten: Die Fischaugen-Kamera ist mit einem Server verbunden, auf dem eine Zentralverwaltungssoftware läuft. Benutzer können dann die ePTZ-Operationen über den Touchscreen eines mobilen Geräts steuern. Das gibt Integratoren und Endkunden neue Möglichkeiten für die Nutzung unterwegs.
  • Standard-Verschlüsselung: Aufgrund flexibler Entschlüsselungsmethoden ist sichergestellt, dass die Aufnahmen, die im Fischaugen-Format aufgenommen und gespeichert werden, zur Analyse eines ganzen Bereichs in jede der oben erwähnten Einstellungen decodiert werden kann.
  • Kostenfaktor: Sowohl für den Integrator als auch den Endkunden sind hochauflösende Fischaugen-Kameras eine kostengünstige Lösung. Sie können einen Bereich abdecken, für den normalerweise drei 720p-Kameras notwendig wären. Eine TCO-Analyse lässt große Sparpotenziale erkennen.
  • Unauffälliges Erscheinungsbild: Die Fischaugen-Kamera kann leicht installiert werden. Das moderne, kompakte Metallgehäuse fügt sich unauffällig in jede Umgebung ein, so dass sie nicht das Gefühl gibt, überwacht zu werden.

Im Vergleich zu analogen Kameras und Kameras mit Standard-Auflösung bieten Megapixel-Kameras deutliche Vorteile hinsichtlich der Kostenersparnisse sowie der Auflösung. Fischaugen-Objektive erhöhen die Einsetzbarkeit von Netzwerkkameras, da sie sehr große Bereiche abdecken können.

Da die Kameras in der Lage sind, mehrere Objekte, die in verschiedenen Richtungen liegen, gleichzeitig zu zeigen, können sie flexibel an unterschiedlichen Einsatzorten jeder Größe verwendet werden.

Steve Ma, Executive Vice President, Vivotek Inc.

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Vivotek

Fünf-Megapixel-Fischaugenkamera im Minaturformat

Vivotek hat eine extrem kleine Fünf-Megapixel-Fischaugen-Netzwerkkamera entwickelt. Die FE8180 ist äußerst flach und hat einen Durchmesser von nur 90 Millimetern. Sie komplettiert das Angebot von Vivotek an Fischaugen-Modellen.

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Panoramakameras für große Flächen

Mit Weitblick

Dank hochauflösender Megapixelkameras lassen sich heute große Areale mit einer relativ geringen Kameraanzahl überwachen. Dabei werden feinste Details erfasst, was die allgemeine Sicherheit erhöht. Gleichzeitig lassen sich auf diese Weise Infrastrukturkosten senken.

Foto: Vivotek

Interview Vivotek

„Einfach, aber leistungsstark“

Die kleinste Fischaugen-Netzwerkkamera der Welt hat der taiwanesische Kamerahersteller Vivotek angekündigt. Im PROTECTOR-Interview ermöglicht William Ku, Vice President der Brand Business Division von Vivotek, einen näheren Blick auf das kompakte Kamerapaket.

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Panomorphe Linsen

Rundumüberwachung mit Präzisionsblick

Kamerasysteme mit 360-Grad-Objektiv bieten Vorteile gegenüber klassischen Kamera-Verbundsystemen. Sie senken die Anschaffungs- und Instandhaltungskosten für ein Überwachungssystem und sparen Energie. Nochmals erweitert wird die Anwendbarkeit der 360-Grad-Technik durch Objektive mit panomorphen Linsen.