Katja Millard, Senior Director of Devices bei Motorola Solutions, erklärt den Vorteil vernetzter Endgeräte für die Arbeit von Sicherheitskräften in Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS).
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Interviews

BOS: Darum benötigen Einsatzkräfte vernetzte Endgeräte

Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) brauchen Lösungen, die alle genutzten Endgeräte miteinander vernetzen, etwa Funkgerät, Smartphone und Bodycam.

Motorola Solutions vernetzt mobile Endgeräte von Einsatzkräften, die in Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) arbeiten, in einer auf sie zugeschnittenen Kommunikationslösung. PROTECTOR sprach mit Katja Millard, Senior Director of Devices bei Motorola Solutions, über die Herausforderungen, vor denen Sicherheitsfachkräfte heutzutage stehen, und wie ihnen moderne Technik dabei hilft, diese zu bewältigen.

Welchen Herausforderungen müssen sich Sicherheitskräfte in BOS heutzutage stellen?

Katja Millard: Eine globale Pandemie, eine wachsende Datenflut, die es zu bewältigen gilt, und die Anforderung, trotz begrenzter Ressourcen mehr zu erreichen – für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) und für Unternehmen im sicherheitskritischen Umfeld war die Welt und deren Anforderungen noch nie so komplex und herausfordernd wie heute. Autarke Systeme und Endgeräte, die nicht miteinander kommunizieren, können zur bereits vorhandenen Komplexität beitragen, da relevante Informationen nur mühsam zusammengetragen werden können. Einsatzkräfte benötigen aber gerade heute vernetzte und intuitiv bedienbare Kommunikationslösungen, um effektiv zu arbeiten und auf neue Anforderungen zu reagieren.

Wie helfen moderne Technologien in vernetzten Endgeräten dabei, diese Anforderungen zu bewältigen?

Durch den technologischen Fortschritt haben Sicherheitskräfte heutzutage Zugang zu mehr Informationen und Daten als jemals zuvor. Das hilft ihnen im Alltag, bringt wegen der Datenfülle aber auch neue Herausforderungen mit sich. Die Bedeutung von vernetzten Kommunikationslösungen steigt, die Einsatzkräfte im Einsatz unterstützen und ihnen eine sichere Kommunikation bieten. Vernetzte Lösungen bieten die Möglichkeit, statt mehrerer Geräte gleichzeitig zu bedienen, dass Einsatzkräfte je nach Situation intuitiv das für sie richtige auswählen, um auch andere Geräte zu aktivieren. Wenn beispielsweise ein Polizist in einer lebensbedrohlichen Situation die Notruftaste drückt, aktiviert das Funkgerät in Zukunft automatisch die Bodycam und die Leitstelle kann Hilfe schicken. Ziel ist es, wichtige Funktionen der sicherheitskritischen Kommunikation weiterzuentwickeln und die Anwendung für den Nutzer so einfach wie möglich zu gestalten.

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Welche Rolle spielen in Zukunft die Funkgeräte für Einsatzkräfte?

In Situationen mit hohem Stressfaktor werden Einsatzkräfte immer auf ihr Funkgerät zurückgreifen – es ist ihre Lebensader, die den Kontakt zur Leitstelle und zu den Kollegen in allen Situationen sicherstellt. Gleichzeitig ist es heute aber auch notwendig, dass Polizisten, Feuerwehrleute, Mitarbeiter des Rettungsdienstes oder anderer sicherheitskritischer Bereiche, ihr Funkgerät mit anderen Geräten verbinden können, ohne die Sicherheit oder Zuverlässigkeit ihrer Sprachkommunikation per Funk zu beeinträchtigen.

Vernetzte Endgeräte speziell für die Arbeit von Mitarbeitern in BOS

Wie sorgen Sie dafür, dass Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) von Innovationen in diesem Bereich profitieren?

Motorola Solutions arbeitet eng mit seinen Kunden weltweit zusammen, um sicherzustellen, dass die neuen Tetra-Endgeräte, LTE-Lösungen, Bodycams oder Gesamtlösungen den Nutzerbedürfnissen von heute und morgen entsprechen. Unsere Funkgeräte werden kontinuierlich weiterentwickelt um die beste Audioqualität, ein leichtes – und dabei robustes – Gehäuse sowie eine intuitive, zuverlässige Nutzung sicherzustellen. Innovation kommt vorrangig dann zum Tragen, wenn sich das Funkgerät nahtlos in ein gesamtes Ökosystem integrieren lässt.

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Können Sie uns ein konkretes Beispiel für solche Innovationen nennen?

Mit unserem ersten Tetra-Funkgerät der zweiten Generation, das wir vor wenigen Tagen weltweit vorgestellt haben, ist es uns gelungen einen idealen Mittelweg zwischen der Verbesserung der Schlüsselfunktionen (dazu gehören Audioqualität, Benutzeroberfläche oder Gerätedesign) und Innovationen zu finden, die Einsatzkräften helfen, heutige Herausforderungen zu meistern. Das MXP600 haben wir hierfür nicht nur besonders nutzerorientiert gestaltet, sondern auch mit leistungsfähigen Funktionen ausgestattet. Heutzutage arbeiten Einsatzkräfte meist mit mehreren Systemen gleichzeitig. Indem wir deren Vernetzung fördern, eröffnen wir Anwendern neue Wege zu einer möglichst intuitiven Bedienung. Ist im Einsatz beispielsweise Diskretion gefragt, können Einsatzkräfte das MXP600 Funkgerät auch per M-RadioControl-App steuern – und durch Gespräche scrollen oder Nachrichten versenden. Das ermöglicht einen hochflexiblen Einsatz von Smartphones an der Seite des MXP600.

Wie machen Sie Ihre Lösungen zukunftssicher?

Im Zuge der Entwicklung einsatzkritischer Technologien hat Sicherheit die oberste Priorität. In erster Linie dreht sich dabei alles um Zuverlässigkeit, Benutzerfreundlichkeit und eine einfache Integration über technologische Systemgrenzen hinweg. Jedoch ist in einer sich weiterhin rasant verändernden Technologielandschaft auch entscheidend, wirtschaftlich verantwortlich zu handeln und zu investieren. Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben brauchen daher heute langlebige, zukunftsorientierte Lösungen.

Hinweis: Das ausführliche Interview Katja Millard mit zusätzlichen Informationen lesen sie in der kommenden print-Ausgabe von PROTECTOR, die Anfang Februar erscheint.

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