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Test HD-IP-Kamera

Bosch Dinion IP Starlight 8000 MP

Die Bosch Dinion IP Starlight 8000 MP ist eine hochauflösende Box- Kamera, ausgestattet mit einem 1/1,8 Zoll CMOS-Sensor, der Bilder in Auflösungen bis maximal fünf Megapixeln liefert. Die gängigen HD-Formate 1080p und 720p werden genauso unterstützt wie diverse SD-Formate. Der Objektivanschluss ist als C/CS-Mount ausgeführt. Als Video-Codecs kommen wahlweise H.264 sowie M-JPEG zum Einsatz. Mehrere Streams lassen sich dabei unabhängig voneinander in Auflösung und Bildrate (bis zu 30 Bilder pro Sekunde) konfigurieren. Die Mindestbeleuchtung wird herstellerseitig mit 0,0121 Lux bei voller Auflösung von fünf Megapixeln in Farbe und 0,00825 Lux bei einer Auflösung von 1080p angegeben. Die Kamera besitzt umfangreiche Bildkorrektur- und -verbesserungsfunktionen sowie dynamische Rauschunterdrückung, integrierte Videoanalyse, WDR sowie Funktionen für das Ansteuern von Regions of Interest sowie EPTZ. Zur Ausstattung gehören überdies ein interner Micro-SD-Steckplatz, Vollduplex-Audio sowie ein Videoausgang.

Einrichtung

Die Installation der Bosch-Kamera stellt keinerlei Schwierigkeit dar und verläuft dank der Stromversorgung über PoE schnell und ohne großen Aufwand. Das Browser-Menü der Kamera ist ebenfalls sehr übersichtlich gestaltet und wurde selbsterklärend gegliedert. So findet man alle benötigten Funktionen schnell und sicher. Hier befindet sich auch eine motorbetriebene Auflagemaßeinstellung, die bei der Scharfstellung hilft und im Test problemlos funktioniert. Das Gehäuse der Dinion IP Starlight 8000 MP wirkt robust und langlebig und scheint gut verarbeitet zu sein. Onvif wird in Form des Profile-S unterstützt.

Bildqualität

Beim Test mit Normalbeleuchtung liefert die Bosch-Kamera ein sehr gutes und ansprechendes Bild. Der Aufbau mit Motivtisch kommt sehr gut zur Geltung. Farben und Hauttöne wirken natürlich und sind tadellos zu differenzieren. Auch Auflösung und Schärfe sind auf Top-Niveau. Die Zeichnung ist in allen Bereichen gut, kein Zulaufen der Schatten oder Ausfressen der Lichter wird sichtbar – lediglich der Schwarzwert könnte noch besser sein. Auch beim Testchart überzeugt die Kamera mit einer sehr guten Leistung, alle Farbfelder sind sauber reproduziert, und dank der guten Auflösung können kleinere Schriften mühelos gelesen werden. Der automatische Weißabgleich arbeitet präzise. Rauschen wird kaum sichtbar, und auch sonstige Artefakte sucht man vergeblich. Die Dynamik wird sehr gut ausgenutzt so dass das Bild ausgewogen und natürlich wirkt.

Der Encoder des Bosch-Modells reagiert sehr gut auf Bewegung und passt sich dementsprechend an. Stellt man ihn im Betrieb mit variabler Bitrate auf 720p- Auflösung und 30 Bilder pro Sekunde ein, so wird bei ruhendem Bild eine moderate Bitrate von etwa 1,2 Megabit erreicht. Kommt dann starke Bewegung ins Bild, erhöht der Encoder die Datenrate auf etwa drei Megabit. Die Bildfrequenz wird davon nicht beeinflusst, sie liegt abgesehen von leichten Schwankungen die ganze Zeit um die 30 Bilder pro Sekunde.

Schwieriges Licht

Die Low-Light-Prüfung meistert die Starlight 8000 ebenfalls souverän. Es zeigt sich subjektiv kaum ein Unterschied zur Normalbeleuchtung. Messtechnisch gesehen steigt das Rauschen zwar etwas, aber das fällt visuell kaum ins Gewicht. Schärfe und Auflösung sind nach wie vor sehr gut, und auch die Farbwiedergabe ist naturgetreu und sauber. Die Dynamik stimmt, und in allen Partien ist ausreichend Zeichnung vorhanden.

Im Gegenlicht reagiert die Kamera gut, wenn auch mit minimalen Abstrichen in Sachen Zeichnung. So werden zwar die hellen Partien sehr gut und ohne Überstrahlen erfasst, dafür geraten die Schatten tendenziell etwas dunkel. Doch angesichts der extremen Lichtverhältnisse ist dies Kritik auf recht hohem Niveau, vor allem weil Auflösung und Farbdarstellung nach wie vor zu überzeugen wissen. Rauschen wird ebenso kaum sichtbar. Das Regelverhalten beim Einschalten des Gegenlichts ist in Ordnung, auch wenn es noch etwas zügiger ausfallen könnte.

Ausstattung Sensor:1/1,8 Zoll CMOS
Objektiv-Anschluss:C/CS-Mount
Auflösungen: u.a. 5 MP, 1080p, 720p, diverse SD
Codecs: H.264, M-JPEG
Streaming: Multi-Streaming
Onvif-Version: Profile-S
Anschlüsse:1x RJ45, Audio-In und -Out, Analoger Video-Out, Alarmein- und -ausgänge, MicroSD-Kartensteckplatz, RS- 232/422/485, Stromversorgung
Leistungsaufnahme: max. 9 W
Empf. VK-Preis: 1.500 Euro

Beim Abschalten reagiert die Kamera etwas schneller und passt sich den veränderten Lichtverhältnissen an.


Michael Gückel



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