Image
Foto: VdS
Seit mittlerweile 25 Jahren vermittelt der VdS sein Know-how im Brandschutz.

VdS-Bildungszentrum

Brandschutzexperte wird 25

Das VdS-Bildungszentrum vermittelt Wissen in über 90 Aus- und Weiterbildungen – und feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Ein Rückblick.

Jahrhunderte lang galten Brände als Naturkatastrophen, gegen die man sich kaum wehren konnte. Immer wieder führten kleinste Feuer zur Vernichtung ganzer Städte. Dies änderte sich erst mit der Erfindung automatischer Brandschutzanlagen. Die komplexen Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes können allerdings nur dann funktionieren, also Menschenleben retten sowie Sachwerte, Standorte und Umwelt schützen, wenn sie von gut ausgebildeten Personen geplant und umgesetzt werden.

Deswegen organisierte VdS, damals noch der „Verband der Sachversicherer“, bereits seit den Siebzigern regelmäßige Fachtagungen rund um das Thema Brandschutz.

Schnelles Wachstum

Das stetig wachsende Interesse bei den Sicherheitsverantwortlichen in Deutschland führte schließlich im Februar 1991 zur Gründung des damaligen „Technischen Referates Schulung + Information“ am VdSStandort in Köln. Das Angebot an den gut besuchten Informationsveranstaltungen wurde schnell weiter ausgebaut, zum Beispiel mit den schon früh etablierten, heutigen „Klassikern“ unter der VdS-Fachtagungen wie „Feuerlöschanlagen“ oder „Brandmeldeanlagen“, aber auch mit Security-Themen wie Einbruchdiebstahlschutz.

Ein erster Meilenstein für den jungen VdS-Bereich war 1993 die Einführung des bis heute wichtigsten Lehrgangs „Brandschutzbeauftragter (BSB)“. Aufsichtsbehörden, Brandschutzdienststellen und Versicherer hatten eine solide Qualifikation gefordert, VdS entwickelte daraufhin in Zusammenarbeit mit der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb) und der Confederation of Fire Protection Associations Europe (CFPA Europe) den fundierten zweiwöchigen Lehrgang – und kann bis heute auf rund 10.500 Absolventen zurückblicken.

Lob und Anerkennung

„Die Teilnehmer schätzen die einschlägig qualifizierten Referenten und den hohen Praxisbezug der Lehrgänge, ebenso den anschaulichen Unterricht, wie zum Beispiel die auch mal „explosiven“ Experimentalvorträge zu den physikalischen Grundlagen von Bränden“, so Ingeborg Schlosser, Leiterin des seit 2009 in VdS-Bildungszentrums umbenannten Bereiches. „Wichtig war und ist uns vor allem die Qualität der Ausbildung, ebenso, unsere Schulungsangebote kontinuierlich weiterzuentwickeln, das heißt, das vermittelte Wissen stets an Änderungen in den Regelwerken, aktuelle Schadensfälle oder neue Gefahrenlagen anzupassen“, betont Schlosser. Das bestätigen auch die Teilnehmer, die Weiterempfehlungsquote liegt bei 95 Prozent.

So lobt Thomas Hegger, Geschäftsführer des Fachverbands Tageslicht und Rauchschutz (FVLR) vor allem „die hervorragende Arbeit und den tollen Full-Service im VdS-Bildungszentrum.“ Karsten Lebahn, Leiter IP Transformation Sonderdienste bei der Deutschen Telekom, betont: „Bei den VdS-Fachtagungen trifft sich die Branche und tauscht sich aus.“ Und Daniel Kollross, Sachverständiger in der Elektro- und Gebäudetechnik bei der TÜV Süd Industrie Service GmbH, bestätigt: „Durch den gebotenen hohen Bildungsstandard kann man sicher sein, dass man immer auf dem Stand der technischen Entwicklung ist. Besonders schätze ich an den Schulungen die fachliche Kompetenz der Dozenten und die ausführlichen Seminarunterlagen.“ Die Mitarbeiter des Bildungszentrums wissen, dass bei vielen Stammkunden die Lehrgangsordner und Fachtagungsbände einen beträchtlichen Teil des Büroregals in Anspruch nehmen.

Aktuell umfasst das Programm des VdS-Bildungszentrums pro Jahr 90 Lehrgänge und rund 25, auch internationale, Fachtagungen pro Jahr zu den Themen Brandschutz, Security, elektrische Anlagen, Arbeitsschutz und Informationssicherheit. Dazu kommen eine Vielzahl individueller Firmenseminare und die jährlich im Dezember stattfindenden „VdS-BrandSchutztage“.