Der BVSW erweitert sein berufliches Fortbildungsprogramm für Sicherheitsfachkräfte und bietet eine Weiterbildung im Bereich Personenschutz an.
Foto: Wikimedia Commons

Verbände

BVSW bietet Weiterbildung im Bereich Personenschutz

Der BVSW erweitert sein berufliches Fortbildungsprogramm für Sicherheitsfachkräfte und bietet eine Weiterbildung im Bereich Personenschutz an.

Die anspruchsvolle Fachkräfteweiterbildung im Bereich Personenschutz entwickelte der Bayerische Verband für Sicherheit in der Wirtschaft (BVSW) gemeinsam mit Sicherheitsexperten aus der Industrie und aktiven Personenschutzverantwortlichen aus Konzernen und international agierenden Familienunternehmen.

„Unser Ziel ist es, eine Weiterbildung im Personenschutz anzubieten, die den hohen Qualitätsansprüchen der Auftraggeber gerecht wird,“ sagt Caroline Eder, Geschäftsführerin des BVSW. „Strenge Zulassungsvoraussetzungen sowie ein maßgeschneidertes Schulungsprogramm bilden dabei die Grundlage für eine Ausbildung auf hohem Niveau.“

Praxisnahe Weiterbildung mit Kontakt zu potentiellen Auftraggebern

Die Teilnehmer haben schon während der Weiterbildung die Möglichkeit, mit potentiellen Arbeitgebern in Kontakt zu treten: Vertreter der Bedarfsträger werden an manchen Schulungstagen anwesend sein, um nach geeigneten Kandidaten Ausschau zu halten.

Zu den Auftrag- beziehungsweise Arbeitgebern von Personenschützern zählen überwiegend Familienunternehmer, Geschäftsführer und Vorstände größerer Unternehmen sowie Vermögensinhaber allgemein, die aufgrund ihrer exponierten Position einen besonderen Schutzbedarf haben.

Weiterbildung soll hohe Standards für Berufsbild des Personenschützers etablieren

Die Berufsbezeichnung des Personenschützers ist bis dato nicht geschützt, somit gibt es – auch zum großen Bedauern des BVSW – keinerlei relevante Regularien für diese Tätigkeit. Entsprechend dereguliert und intransparent ist der Markt. Mit der neuen Weiterbildung möchte der BVSW zusammen mit seinen Kooperationspartnern dieser Situation entgegenwirken und hohe Standards für den Beruf des Personenschützers etablieren.

Die Zulassungsvoraussetzungen sind entsprechend anspruchsvoll: Bewerben können sich ausschließlich Interessenten, die bereits eine abgeschlossene Ausbildung im Sicherheitsbereich vorweisen können.

Bei Kandidaten aus dem behördlichen Umfeld ist mindestens eine abgeschlossene Ausbildung für die mittlere Laufbahn des Polizeivollzugsdienstes bzw. für die Feldwebellaufbahn der Feldjägertruppe erforderlich.

Bewerber aus der Privatwirtschaft benötigen mindestens einen Abschluss zur „Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft“ (IHK) oder eine Ausbildung als „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“. Für die IHK-Prüfung zur „Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft“ bietet der BVSW regelmäßig Vorbereitungskurse an, ebenso wie für die Waffensachkundeprüfung nach § 7 WaffG für Kurzwaffen, die auch zu den Zulassungsvoraussetzungen zählt. Da Personenschützer außerdem mit gesundheitlichen Krisen umgehen können müssen, gehört zusätzlich ein Sanitätshelfer-Lehrgang oder Einsatzhelfer B der Bundeswehr zu den Aufnahmevoraussetzungen.

Anforderungen an den Personenschutz sind Digitalisierung und Social Media gestiegen

Wer die formalen Anforderungen erfüllt, hat die Chance, eine Einladung zu einem intensiven Auswahlinterview zu erhalten. „Wir möchten sicherstellen, dass die Bewerber nicht nur ausreichend qualifiziert, sondern vor allem auch psychologisch geeignet sind, um im Personenschutz tätig zu sein. Ausgeprägte Sozialkompetenz, hohe Eigenmotivation und ein hoher Grad an Einfühlungsvermögen sind, speziell auch aufgrund der Betreuung von Kindern und Familienangehörigen der Schutzpersonen, unabdingbar,“ sagt BVSW Vorstand Holger Baierlein.

Insgesamt sind die Aufgaben von Personenschutzverantwortlichen heute weit facettenreicher als noch vor einigen Jahren, denn in Zeiten von Digitalisierung und Social Media sind auch die Risiken vielschichtiger geworden. Eine gute Ausbildung gewinnt mit dieser Entwicklung zunehmend an Bedeutung.

Unterstützt wird der BVSW durch sein langjähriges Verbandsmitglied, die in München ansässige Seccon Group GmbH, einem langjährigen im Bereich des internationalen, operativen Sicherheitsmanagements tätigem und spezialisiertem Unternehmen, das über jegliche Kompetenzen in diesem sensiblen Sicherheitsumfeld und auch entsprechende Ausbildungserfahrung verfügt.

Foto: Adobe Stock/Claireliot

Personenschutz

Zur Diskretion verpflichtet

Dunkle Sonnenbrille, schwarzer Anzug, Funk-Knopf im Ohr und ständig in der Nähe des Schützlings – so oder so ähnlich sieht das typische Bild des Bodyguards aus. Mit einem professionellen Schutzbegleiter hat das wenig zu tun. Doch wie sieht der Berufsalltag eines professionellen Personenschützers wirklich aus? Und welche Anforderungen müssen an diesem Job Interessierte mitbringen?

Foto: BVSW

News

BVSW veröffentlicht Kursprogramm 2019

Der Bayerische Verband für Sicherheit in der Wirtschaft (BVSW) hat sein Kursangebot 2019 deutlich erweitert und bietet zahlreiche Schulungen an.

Foto: VSW Mainz

Aus- und Weiterbildung

Auf dem neusten Stand

Die Vereinigung für die Sicherheit der Wirtschaft (VSW) hat auf Basis ihrer 50-jährigen Erfahrung verschiedene Weiterbildungen entwickelt, die der dynamischen Entwicklung von Sicherheitsthemen wie etwa der Cyberkriminalität Rechnung tragen.

Foto: ArchivG

Auswahl von Personenschützern

Profis gefragt

Mindestens 99,9 Prozent der Manager unterhalb der Chefetage haben kein Problem mit dem Personenschutz (PS). Sie bekommen nämlich im Regelfall gar keinen. Selbst für Topmanager von DAX-30-Unternehmen ist ein Schutz rund um die Uhr, genau wie viele hochrangige Politiker, eine ferne Vision.

Special Zutrittskontrolle: Informieren Sie sich rund um den Themenbereich der Zutrittskontrolle

×