Alexander Borgschulze, Vorstandsvorsitzender BVSW, Caroline Eder, Geschäftsführerin BVSW und Robert Heimberger, Präsident des Bayerischen Landeskriminalamt (v.l.) am 13. November 2019 beim ersten BVSW-Sicherheitsforum bei Siemens in München.

Verbände

BVSW-Sicherheitsforum erfolgreich gestartet

Eine vom BVSW gegründete Plattform, für Industrie und Polizei, das BVSW-Sicherheitsforum, bringt Sicherheitsbehörden und Unternehmen in direkten Kontakt.

Das Sicherheitsforum des Bayerischen Verbands für Sicherheit in der Wirtschaft e.V. (BVSW) fand am 13. November in der Zentrale der Siemens AG in München statt. „Ziel des Sicherheitsforums ist es, den Dialog zwischen den Sicherheitsbehörden und den Unternehmen zu intensivieren“, sagte Robert Heimberger, Präsident des LKA Bayern. „Durch den Austausch von Lageinformationen sollen aktuelle Kriminalitätsphänomene frühzeitig erkannt und noch wirksamer bekämpft werden.“

Ransomware-Attacken haben deutlich zugenommen

„Dass unsere Mitglieder ein solches Format begrüßen, haben wir in der Mitgliederbefragung Anfang des Jahres festgestellt“, erklärte Alexander Borgschulze, Vorstandsvorsitzender der BVSW. Auch die Themensetzung basiert auf den Ergebnissen der Umfrage: Die Unternehmen hatten sich Informationen rund um Cyberkriminalität und die Radikalisierung von Mitarbeitern gewünscht.

Mario Huber, Kriminaldirektor LKA Bayern und Leiter des Dezernats für Cyber-Kriminalität, gab daher den Teilnehmern einen Einblick in die aktuelle Bedrohungslage. Deutlich zugenommen hätten laut Huber die Ransomware-Attacken, bei denen Daten auf den betroffenen Computern verschlüsselt und ein weiteres Arbeiten unmöglich gemacht würden.

Appell an Unternehmen, Vorfälle der Polizei zu melden

Mario Huber erklärte, wie Unternehmen in einem solchen Fall am besten vorgehen sollten und betonte, wie wichtig es sei, strafrechtlich relevante Vorfälle bei der Polizei anzuzeigen. Nur durch den Schulterschluss von Polizei und Unternehmen könnte Cyber-Kriminalität nachhaltig bekämpft werden.

Über das Thema Radikalisierung referierten Vertreter des LKA Bayern und der bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus (BIGE). Dabei gingen die Referenten auf die Symbolik von rechtsradikalen und islamistischen Gruppierungen ein und erläuterten, woran sich möglicherweise eine Radikalisierung von Mitarbeitern erkennen lässt.

Geladene Gäste beim ersten BVSW- Sicherheitsforum

Gastgeber der Auftaktveranstaltung war die Siemens AG, die Mitglied in der BVSW Sparte Industrie ist. Jedes weitere Sicherheitsforum wird bei einem anderen Unternehmen dieser Sparte ausgerichtet, neben den Vorträgen der Sicherheitsbehörden steht auch ein Beitrag des Gastgebers auf der Agenda. Sam Roberts, Leiter Crime Prevention und Investigations bei der Siemens AG, sprach über das Bedrohungsmanagement des Konzerns.

Zu dem Sicherheitsforum wurden nur geladene Teilnehmer zugelassen. Neben den Vertretern der Unternehmen kamen Herr Robert Heimberger, Präsident Bay. LKA, Herr Thomas Hampel, Präsident Bay. Landesamt für Asyl und Rückführungen, Herr Günther Gietl, Präsident PP Oberbayern Nord, Herr Alfons Schieder, Präsident PP Oberfranken, Herr Michael Schwald, Präsident PP Schwaben-Nord, Herr Herbert Wenzl, Präsident PP Niederbayern sowie Vertreter aus den Bayerischen Polizeipräsidien, dem Bayerischen Landeskriminalamt und dem Bayerischen Innenministerium.

„Die positiven Rückmeldungen haben bestätigt, dass das Format sehr gut ankommt“, sagt Caroline Eder, Geschäftsführerin des BVSW. „Über einen Fragebogen werden wir von den Teilnehmern detaillierte Informationen einholen, um auch die zukünftigen Sicherheitsforen genau an ihren Anforderungen ausrichten zu können.“