Wer alleine ohne Kollegen im Einsatz ist, ist einer höheren Gefahr ausgesetzt.
Foto: Soloprotect

Alleinarbeiterschutz

Cleverer Schutz

Gerade bei Mitarbeitern, die alleine im Einsatz sind, gehört ein Alarmierungssystem zur Grundausstattung. Nur so kann sichergestellt werden, dass im Notfall schnell Hilfe geleistet werden kann.

In der Stadt Bochum kümmert sich das Unternehmen USB Bochum GmbH seit 1995 um die Abfallentsorgung und die Stadtreinigung. Die mehr als 600 Mitarbeiter sammeln, verwerten und entsorgen jährlich rund 170.000 Tonnen Abfälle, säubern jede Woche Straßen und Gehwege von etwa 5.300 Kilometern Länge und betreiben mehrere öffentliche Toilettenanlagen.

Die meisten Mitarbeiter arbeiten in festen Teams bestehend aus mehreren Personen. Viele von ihnen verrichten jedoch Tätigkeiten komplett ohne Kollegen und sind dementsprechend während ihrer in der Stadt verteilten Einsätze ganz allein unterwegs.

Alleinarbeit birgt Risiken

Wie hoch das jeweilige Gefahrenpotenzial jedes einzelnen Arbeitsplatzes ist, überprüft die USB Bochum GmbH regelmäßig im Rahmen von innerbetrieblichen Gefährdungsbeurteilungen. Dabei wurde eindeutig ermittelt: Alleinarbeitern drohen erheblich mehr Gefahren als Mitarbeitern, die sich bei der Ausführung ihrer Tätigkeiten stets in Sicht- oder Rufweite von Kollegen befinden. Im Falle von plötzlichem Unwohlsein, einem Unfall oder einem tätlichen Übergriff von anderen Personen sind Alleinarbeiter vollkommen auf sich gestellt.

Um die Sicherheit ihrer Alleinarbeiter bei sämtlichen Einsätzen zuverlässig gewährleisten zu können, setzt die USB Bochum GmbH daher seit August 2017 Notsignal-Anlagen des Modells „SoloProtect ID“ der britischen Firma Soloprotect ein. Alle Gerätemodelle dieses Anbieters wurden speziell für die Bedürfnisse von Alleinarbeitern mit potenziell gefährlichem Personenkontakt entwickelt: Die Notsignalanlage wiegt beispielsweise nur 75 Gramm und ist dennoch sehr robust. Mit einem kleinen Knopf auf der Rückseite des als Namensschild getarnten Gerätes kann ein Alarm mit nur einem schnellen Griff und sehr diskret ausgelöst werden. Ein zertifiziertes Alarmempfangszentrum wird dann automatisch zugeschaltet, ein dort rund um die Uhr präsenter Mitarbeiter hört direkt alles mit, startet eine Audioaufzeichnung der Geschehnisse und gibt den Alarm sofort firmenintern und im Bedarfsfall auch umgehend an Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr weiter.

Die Alarmierungskette lässt sich individuell festlegen. Bei einer längeren Neigung des Gerätes mit gleichzeitiger Bewegungslosigkeit löst sich von allein ein „Totmannalarm“ inklusive GPS-Ortung aus. In dieser Alarmstufe wird das Alarmempfangszentrum automatisch kontaktiert, damit die notwendigen Hilfs- und Rettungsmaßnahmen ohne unnötigen Zeitverlust eingeleitet werden können. Weitere Alarmoptionen lassen sich zusätzlich einstellen. Ein monatlicher Bericht dokumentiert jeden Einsatz und die Häufigkeit der Gerätenutzung und lässt sich gezielt hinsichtlich Optimierungsmöglichkeiten auswerten.

Unterstützung bei unangenehmen Begegnungen

Die USB-Mitarbeiterin Frau D. gehört zum überwiegend weiblichen Reinigungsteam, das die in der Stadt verteilten öffentlichen Toilettenanlagen betreut: Diese Arbeit umfasst die regelmäßige Kontrolle von Funktion und Sauberkeit sowie bei Bedarf die Reinigung der Anlage und das Nachfüllen von Toilettenpapier, Papierhandtüchern und Seife. Dabei ist Frau D. immer allein unterwegs und kommt jeweils vor Ort oft mit den Personen in Kontakt, die die Toiletten benutzen: Die meisten dieser Besucher sind erfreut, dass ihnen im öffentlichen Raum die Möglichkeit geboten wird, auf ein funktionstüchtiges und sauberes WC gehen zu können. Doch es kommt schon mal vor, dass sich Personen in einer aggressiven Stimmung befinden oder unter Alkohol- und Drogeneinfluss stehen und sich dadurch Frau D. gegenüber unberechenbar und bedrohlich verhalten. „Einige unserer Toilettenhäuser befinden sich in Grünanlagen. Besonders bei frühzeitiger Dunkelheit ist es dort ziemlich unheimlich“, berichtet Frau D. über ihre verschiedenen Einsatzorte. „Aber mit der Personen-Notsignal-Anlage von Soloprotect fühle ich mich viel sicherer als vorher, denn ich kann durch einen einfachen Knopfdruck sofort Kontakt mit dem Alarmempfangszentrum aufnehmen.“ Weitere Einsatzgebiete der Personen- Notsignal-Anlage sind die Wertstoffhöfe in Bochum. „Hier müssen sich unsere Mitarbeiter häufig mit aufgebrachten Bürgern auseinandersetzen, wenn sie beispielsweise die Annahme seltener Abfallarten ablehnen oder nach Ende der Öffnungszeiten nichts mehr annehmen können“, erklärt Andrea Giesenberg, Einsatzleiterin der Wertstoffhöfe. Im Fall des Falles kann hier eine Ton-Aufzeichnung der oftmals hitzigen Dialoge im Nachhinein nützlich sein. Den Mitarbeitern vermittelt auch hier die ständige Verfügbarkeit des Alarmmeldezentrums das beruhigende Gefühl, im Konfliktfall zuverlässige Hilfe an der Seite zu haben und nicht vollkommen allein zu sein.

Unternehmerischer Vorteil durch zuverlässigen Arbeitsschutz

Bevor die USB Bochum GmbH das Notrufgerät im Einsatz hatte, wurde natürlich auch auf die Sicherheit der Alleinarbeiter geachtet. Allerdings hatten die damaligen Schutzmaßnahmen gravierende Nachteile: Die Reinigungskräfte bekamen an den jeweiligen Einsatzorten Begleitschutz von betriebseigenen Fahrern. Doch dabei kam es oft beiderseitig zu Wartezeiten, da nicht immer beide Parteien gleichzeitig vor Ort ankamen. Auch stündliche Kontrolltelefonate mit allen Alleinarbeitern erwiesen sich als unpraktisch, denn für alle Beteiligten bedeuteten die Anrufe alle sechzig Minuten eine störende Unterbrechung der Arbeitstätigkeiten. „Für Unternehmen ist es das Wichtigste, dass die Mitarbeiter während der Arbeit in Sicherheit sind – egal wo sie eingesetzt werden. Die Geräte von Soloprotect sorgen rund um die Uhr für zuverlässigen Schutz, ohne dass weiteres Personal unserer Kunden dabei eingebunden werden muss. Das bedeutet letzten Endes natürlich auch einen betriebswirtschaftlichen Vorteil“, erklärt Craig Swallow, Managing Director von Soloprotect.