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Foto: sdo216
Die rund 100 kg schwere Big-Maple-Leaf-Goldmünze wurde 2017 geraubt. Damit sich während des Corona-Lockdowns ein solcher Raub nicht noch einmal ereignet, gibt es spezielle Schutzkonzepte für Museen.

Interviews

Corona-Lockdown: Sicherheit im Museum gewährleisten

Obwohl sich wegen des Corona-Lockdowns weniger Menschen im Museum, aber auch der Umgebung aufhalten, muss die Sicherheit im Museum gewährleistet werden.

Noch immer sind Kultureinrichtungen im Corona-Lockdown überwiegend geschlossen, was sich aufgrund reduzierten Personaleinsatzes auch auf die Sicherheit der Einrichtungen wie zum Beispiel Museen auswirken kann. Doch selbst wenn im Regelbetrieb die volle Personalstärke vor Ort ist, spielen die Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle, wie zum Beispiel eine nächtliche Ausgangssperre. Diese führt dazu, dass weniger Menschen unterwegs sind, die etwa einen Einbruchsversuch oder verdächtige Personen in der Nähe eines Museums bemerken könnten. Doch auch am Tage können Diebe zuschlagen, wenn Innenstädte durch den Lockdown allgemein weniger bevölkert sind und sich auch weniger Personal in den Museen aufhält.

Weniger Personal in Zeiten des Corona-Lockdown

Nicht zuletzt deswegen müssen alle sicherheitstechnischen Gewerke regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden und das verbliebene Personal ein aufmerksames Auge für alles haben, was die Sicherheit der Einrichtung beeinträchtigen könnte. Türen, Fenster, Lüftungsschächte und Oberlichter müssen regelmäßig kontrolliert und die Zugänge auf mögliche Schwachstellen hin geprüft werden. Ebenso sind für die Wartung von Gewerken und beispielsweise  die Reinigung des Gebäudes die notwendigen Materialien vorzuhalten, da durch Verzögerungen in der Lieferketten während der Pandemie es nicht sicher ist, dass alles immer wie gewohnt lieferbar und damit zum benötigten Zeitpunkt auch vorhanden ist. Zudem bedeuten weniger Menschen im Gebäude auch die Gefahr, dass sich Tiere dafür eher ausbreiten. Insekten können schnell zur unkontrollierbaren Plage werden, sollten sie nicht rechtzeitig entdeckt werden. Feuchte Orte müssen daher schnell identifiziert werden, alleine schon, um der Schimmelbildung vorzubeugen. Zudem sind Staub, Dreck, Verunreinigungen sowie elektrische Geräte, die während eines Shutdowns nicht benutzt werden aber am Stromkreis hängen, weitere Risiken, die identifiziert und beseitigt werden müssen.

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Personal im Museum mit besonderen Aufgaben

In Bezug auf den Personaleinsatz stellt sich zudem ein weiteres Problem in der Pandemie, nämlich das Risiko der Fluktuation von Mitarbeitern, häufig solchen, die nicht fest beim Museum angestellt sind. Aus einem Lockdown heraus bleiben einem Museum in der Regel fünf Tage, um wieder in den Normalbetrieb überzugehen, was die Aktivierung des notwendigen Personals nach sich zieht. Dieses muss dann aber auch noch zur Verfügung stehen, weswegen Museen ein großes Interesse daran haben sollten, Personal, wenn möglich, zu halten. Die Arbeit im Museum mit Besuchern ist nämlich eine anspruchsvolle, weswegen sich vor einigen Jahren das European Cultural Heritage and Organization Customer Awareness Staff Training (Echocast) als Standard etabliert hat. Dieser regelt sowohl die Mindestinhalte der Trainings für Mitarbeiter als auch die Häufigkeit der Trainings.

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Die Grundqualifikation beinhaltet drei Trainingsmodule und schließt mit einer externen Prüfung ab. Insgesamt wurden bis dato neun praxisorientierte Trainingsmodule entwickelt, die die Handlungssicherheit der Mitarbeiter in Museen im Umgang mit Besuchern und den Exponaten erhöhen soll. Das Basistraining umfasst die Hausspezifische Einführung, Sicherheit, Brandschutz und Erste Hilfe sowie eine Einführung in den Besucherservice. Aufbau- und Spezialmodule vermitteln weiteres Wissen, etwa das Meistern schwieriger Situationen oder interkulturelle Kompetenzen im Umgang mit Besuchern. Den Echocast-Standard haben auch verschieden Sicherheitsdienstleister zur Schulung eigener Mitarbeiter für den Einsatz in Museen übernommen. Damit soll in der Branche ein vergleichbarer hoher Grad an Ausbildung erreicht werden, wie er für die Mitarbeiter in Museen gilt.

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Foto: SKD Michael John ist Sprecher des Arbeitskreises „Gebäudemanagement und Sicherheit“ im Deutschen Museumsbund, Vorsitzender des Notfallverbundes Dresden und Leiter der Abteilung Bau, Technik, Sicherheit der Staatlichen Kunstsammlung Dresden.
Foto: Wagner

Wagner

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Basler

Drei Jahre Gewährleistung auf Kameras

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