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Sicherheitskonferenz

Cybersicherheit als Herausforderung

Im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz hat Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich einen Vortrag zum Thema Cybersicherheit gehalten. Er wies dabei auf die militärischen, politischen und ökonomischen Interessen im Cyber-Raum und den Handlungsbedarf hinsichtlich kritischer Infrastrukturen hin.

„Die Verfügbarkeit des Cyber-Raums und die Integrität, Authentizität und Vertraulichkeit der darin vorhandenen Daten sind zu einer existenziellen Frage des 21. Jahrhunderts geworden. Es ist daher eine wesentliche Herausforderung der Politik – im nationalen wie im internationalen Kontext – die Risiken, die die umfassende und globale Vernetzung in sich trägt, auf ein akzeptables Mindestmaß zu begrenzen und den Cyber-Raum dauerhaft als einen Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts zu erhalten.“

Mit diesen Worten leitete Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich auf der Münchner Sicherheitskonferenz seinen Vortrag zum Thema Cybersicherheit ein. In seinem Vortrag und der anschließenden Diskussion mit hochrangigen Vertretern der US-Regierung und der Wirtschaft führte der Bundesinnenminister aus, dass der Cyber-Raum heute verstärkt zur Durchsetzung unterschiedlichster politischer, militärischer und ökonomischer Interessen missbraucht werde.

In einer zunehmend vernetzten Welt seien Staaten, Wirtschaft und Gesellschaft auf das verlässliche Funktionieren des Cyber-Raums fundamental angewiesen. Cyber-Sicherheit könne aus Sicht der Bundesregierung nur in einem gesamtstaatlichen präventiven Ansatz verfolgt werden, wie er der Cybersicherheitsstrategie der Bundesregierung zu Grunde liege.

„Die Gewährleistung von Cyber-Sicherheit bedarf einer gemeinsamen Wahrnehmung der Verantwortung durch alle Beteiligten in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Bei den Maßnahmen zum präventiven und reaktiven Schutz der eigenen IT-Systeme und Infrastrukturen ist neben einem international abgestimmten Vorgehen auch ein Handeln auf nationaler Ebene erforderlich“, so der Bundesinnenminister.

Besonderer Handlungsbedarf bei der IT-Sicherheit bestehe hinsichtlich der kritischen Infrastrukturen, also derjenigen Bereiche, auf die man existenziell angewiesen sei, wie die Energieversorgung, Kommunikation oder Logistik. „Ich bin davon überzeugt“, so der Bundesinnenminister, „dass mit einem auf die Sicherheit der Infrastrukturen zugeschnittenen IT-Sicherheitsgesetz Deutschland die Rahmenbedingungen setzen wird, um auch in Zukunft einer der sichersten digitalen Standorte weltweit zu bleiben.“

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Instrumente zur IT-Sicherheit

Starke Allianz

Beinahe jeden Tag kommt es zu Hackingattacken bei Behörden oder in der Wirtschaft. Die Schäden, die dadurch entstehen, werden von Fachleuten auf zehn Milliarden Euro weltweit pro Jahr geschätzt. W&S befragte zur Beurteilung der Bedrohungslage Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich.

Foto: BMI/Hans-Joachim M. Rickel

Lükex 2011

Sicherheit in der Informationstechnologie

Am 30. November und 1. Dezember 2011 hat das Bundesministerium des Innern insbesondere mit den Bundesländern Hamburg, Thüringen, Sachsen, Hessen und Niedersachsen erstmals die Bewältigung einer bundesweiten Krise infolge von Cyber-Attacken geübt.

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52. Münchner Sicherheitskonferenz

Zur Zukunft von Europa

Vom 12. bis 14. Februar 2016 werden sich auf der 52. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) unter dem Vorsitz von Botschafter Wolfgang Ischinger etwa 600 hochrangige Führungspersönlichkeiten der internationalen Politik versammeln, um über aktuelle Krisen sowie die sicherheitspolitischen Herausforderungen der Zukunft zu beraten.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg im Festsaal des Bayerischen Hofs. IT-Magnaten begegnen Staatspräsidenten auf Augenhöhe.
Foto: Bernd Schöne

Veranstaltungen

IT-Sicherheit dominiert Münchner Sicherheitskonferenz

Die Zeiten, als Politiker auf der Münchner Sicherheitskonferenz noch über Atomwaffen stritten, scheinen vorbei zu sein. Dieses Jahr dominierte jedenfalls das Thema IT-Sicherheit.