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Foto: Dallmeier
Der Bahnhof Køge Nord ist einer von 298 Bahnhöfen der Dänischen Staatsbahnen, die nun auf eine neue Software mit Darstellungs- und Vorfallsmanagement-Funktionen und Kameras setzen.

Videosicherheit

Dänische Staatsbahnen mit neuer Software und Kameras

Mit Dallmeier-Software-Komponenten und über 2.500 Kameras garantieren die Dänischen Staatsbahnen Passagieren und Mitarbeitern ein Höchstmaß an Sicherheit.

Die Dänischen Staatsbahnen (DSB) vertrauen bereits seit 20 Jahren auf Videosicherheitstechnik des deutschen Herstellers Dallmeier; mit Dallmeier-Software-Komponenten in der Azure-Cloud und über 2.500 Kameras nahm vor Kurzem die nächste Ausbaustufe ihren Betrieb auf.

Dänische Staatsbahnen vertrauen auf Videoüberwachung

Die DSB betreiben den Personennahverkehr auf nahezu allen Eisenbahnstrecken in Dänemark. Auch die internationale Magistrale Schweden-Deutschland und das innerstädtische Schnellbahnnetz Kopenhagens fallen in ihren Verantwortungsbereich. Bei der Sicherheit vertrauen die DSB seit 20 Jahren auf die Videotechnik von Dallmeier und bei der Betreuung und Vor-Ort-Installation auf das dänische Unternehmen Scanview A/S.

Wo viele Menschen zusammentreffen, passieren auch unangenehme Dinge. Diebstähle und Handgreiflichkeiten, aber auch der Vandalismus an abgestellten Zügen oder Drogendelikte zählen zu den tagtäglichen Vorkommnissen an Bahnhöfen und Abstellgleisen. Um hier effizient und zeitnah intervenieren zu können, verlässt sich die Dänische Staatsbahn auf eine Videosicherheitslösung von Dallmeier. Diese erlaubt es beliebig vielen Operatoren, von der DSB-Hauptzentrale in Kopenhagen aus individuell auf die Videobilder sämtlicher Standorte zuzugreifen. Umfassende Darstellungs- und Vorfallsmanagement-Funktionen gewährleisten die effiziente Verfolgung, Intervention und Aufklärung eines Geschehnisses.

Von der Kopenhagener Hauptzentrale der Dänischen Staatsbahnen haben die zuständigen Sicherheitsverantwortlichen über die Hemisphere-Semsy-Videomanagement-Lösung stets alle Geschehnisse an den Bahnhöfen im Blick. Dabei laufen die wesentlichen Software-Komponenten in der von der DSB als IT-Backbone betriebenen Microsoft Azure Cloud. So sind alle Prozesse wie das Management der Systeme, Rechte- und Userverwaltung, aber auch die Zuweisung von Rechenleistung zentral und flexibel möglich.

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Aufgaben erfüllen dank Software-Komponenten und über 2.500 Kameras

Durch die zentrale Bereitstellung der Komponenten können die Operatoren von dort schnell und mit optimaler Übersicht auf jede einzelne der 2.500 Single-Sensorkameras sowie auf alle Panomera-Multifocal-Sensorsysteme zugreifen. Eine individuelle Konfigurierbarkeit der einzelnen Arbeitsplätze und Ansichten der User stellt sicher, dass jeweils nur die für die spezifischen Tätigkeiten nötigen Widgets sichtbar sind. Somit können die Mitarbeiter ihre spezifischen Aufgaben ohne Ablenkung zielgerichtet erfüllen.

Die Module der Hemisphere-Plattform erlauben neben dem klassischen Videomanagement ein benutzerfreundliches, schnelles Zusammenstellen und Erfassen aller relevanten Falldaten wie Fotos, Videos oder Zeugenaussagen und das Weiterleiten derselben in einer digitalen Vorfallsakte. Darüber hinaus integriert die Plattform einen genauen Lageplan der einzelnen Standorte. Mit Hilfe dieser Map-Funktion können Operatoren und Sicherheitsverantwortliche im Falle registrierter Vorfälle die benötigte Kamera bequem anwählen. Die Bedienung der Systeme durch die Operatoren erfolgt über Dallmeier Workstations und eine Monitorwall bestehend aus 22 Hemisphere-Semsy-Variodecodern. Die einfache und verlustfreie Aufschaltung auf jeden einzelnen Bahnhof garantiert Dallmeier „Premote HD“, ein durch Transcodierung bandbreiteschonendes Verfahren, das den Zugriff auf hochauflösendes Videomaterial selbst bei schwacher Internetanbindung ermöglicht.

Hemisphere Semsy ersetze beziehungsweise ergänze viele der bisher durch die DSB verwendeten Systeme und verbessert so ihren Workflow in Effizienz und Qualität. Durch die Kombination aus Dallmeier Kameratechnologie, Cloud-Deployment und der Management-Komponenten der Hemisphere stehe ihnen ein äußerst leistungsfähiges System zur Verfügung, das weit mehr biete als klassisches Videomanagement,  erklärt Søren H. Nielsen, technischer Leiter DSB.

Weite Strecken und große Flächen – kein Problem dank Panomera

Die meisten Bahnhöfe in Dänemark sind weitläufig. Parkplätze, Shoppingmöglichkeiten und Warteplattformen sind alles Bereiche, die es zu überwachen gilt. Die Schwierigkeit lag darin, die hohe Mindestauflösungsqualität für eine Gerichtsverwertbarkeit der Aufnahmen (beschrieben in der DIN-Norm DIN EN 62676-4) auf der gesamten Fläche zu erfüllen. Bei der von der DSB eingesetzten, patentierten Panomera-Technologie sind bis zu acht Sensoren unterschiedlicher Brennweiten in einer optischen Einheit zusammengefasst. Das Ergebnis ist ein durchgängig hochauflösendes Gesamtbild, in das zudem live und in der Aufzeichnung beliebig viele Detail-Zooms erfolgen können. So erfasst Panomera enorme Weiten und Flächen mit einem über den gesamten Objektraum gleichbleibenden Auflösungsraster in Echtzeit – und das mit sehr wenigen Kamerasystemen. Das liefert nicht nur durchgängig gerichtsverwertbare Aufnahmen, sondern spart darüber hinaus einen Großteil der Infrastrukturkosten im Vergleich zu konventionellen Lösungen ein.

Echte Enterprise-Fähigkeit für eine komplexe und dynamische Umgebung

Die Dänischen Staatsbahnen beschäftigen mehr als 7.000 Mitarbeiter. Davon finden sich über 1.000 Stellen in der Verwaltung. Derartige Größenordnungen bringen für die Videoüberwachung von derzeit 180 Bahnhöfen ein komplexes Nutzer- und Rechtemanagement mit sich. Dazu kommt, dass nicht nur Mitarbeiter, sondern auch Behörden, wie die Polizei, auf das Videoinformationssystem zugreifen dürfen und auch müssen. Hier den Überblick über die Rechtevergabe zu behalten, ist aus Datenschutz- und Sicherheitsgründen von kritischer Bedeutung. Hemisphere lässt sich deshalb nahtlos in die Active Directory Nutzerverwaltung der DSB integrieren.

Auch das stetige Aktualisieren der Anlagen birgt Herausforderungen. Bei komplexen Projekten, die über viele Jahre gehen, ist meist nur eine schrittweise Modernisierung umsetzbar. Im Zuge dessen spielt vor allem die Abwärtskompatibilität der neu implementierten Systeme eine ausschlaggebende Rolle. Die Plattform bietet die Möglichkeit, bereits bestehende Systeme, auch unabhängig vom ursprünglichen Anbieter, in eine neue Umgebung zu integrieren und ermöglicht den Kunden so, schrittweise zu migrieren. Umfassende Testphasen, wie der Dallmeier „Factory Acceptance Test“ (FAT), runden diese Einbindung ab und gewährleisten sowohl umfassende Sicherheit als auch ein optimales Funktionieren der Anlage bei Inbetriebnahme.

Bereits 2016 habe man bei den DSB das Videomanagementsystem mit dem Dallmeier Semsy III VMS-System aktualisiert. Mit der Migration zur Hemisphere-Plattform mit der neuen Generation des Semsy VMS und weiteren Modulen im Jahr 2020 stehe eine Art Baukastenprinzip aus Videomanagement, Datenmanagement und Frontend-Applikationen zur Verfügung. So habe man zusammen mit der DSB exakt die für die derzeitigen Anforderungen passende Gesamtlösung kostenoptimiert „zusammensetzen“ können. Gleichzeitig sei man durch die Vielzahl an weiteren Funktionen und Modulen für zukünftige Anforderungen bestens aufgestellt, so Torsten Ussing, MD Scanview A/S.

Nicht nur die Produkte zählen

Seit den digitalen Wavelet-Rekordern der frühen 2000er Jahre verlassen sich die DSB auf Produkte des deutschen Herstellers Dallmeier und die operative und technische Betreuung durch seinen skandinavischen Exklusivpartner Scanview. Um das Bestehen einer derart langen Zusammenarbeit aufrecht zu erhalten, bedarf es eines hohen Maßes an Flexibilität. Kurzfristiges Agieren, kundennahe Bevorratung von Ersatzteilen und kurze Lieferzeiten stellen dabei unumgängliche Prämissen dar. Aber auch die Gewährleistung von Datenschutz und Cybersecurity sind notwendige Themen, gerade bei der Videobeobachtung im öffentlichen Raum und im Zeitalter der DSGVO. Die Entwicklung und Fertigung der Dallmeier-Produkte erfolgt zu 100% in Deutschland und folgt den DSGVO-Richtlinien „Security by Design“ und „Privacy by Design“. Sowohl die Dänischen Staatsbahnen als auch ihre Passagiere profitieren so von höchsten Standards bei Datenschutz und Datensicherheit.

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Foto: Dallmeier Die modulare Dallmeier-Hemisphere-Software-Plattform ermöglicht neben einer Vielzahl von Management-Aufgaben zum Beispiel auch das Erstellen und Weiterleiten einer digitalen Vorfallsakte bei entsprechenden Ereignissen.
Foto: Sony

Sony

IP-Netzwerkkameras in Riads U-Bahnen

Siemens und der Systemintegrator Ruf Telematik bauen im saudi-arabischen Riad eine neue U-Bahn und installieren 1.700 Sony-IP Netzwerkkameras SNC-XM637. Die kompakten Mini-Dome-Kameras können sich schnell verändernden Lichtverhältnissen in der U-Bahn anpassen.

Foto: Paxton

Software erhöht Sicherheit

Geordnete Bahnen

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Foto: PCS

PCS Systemtechnik

Komplettlösung für Fisser Bergbahnen

PCS stattete im österreichischen Wintersportort Fiss das neu erbaute Skidepotgebäude mit einer umfassenden Zutrittskontrolle aus. Das System funktioniert auch bei niedrigen Außentemperaturen im Alpenraum.

Foto: Bosch

Bosch

Mehr Sicherheit auf brasilianischen Autobahnen

Die Sicherheitsleitstelle des brasilianischen Autobahnbetreiber CCR AutoBAn ist für die Verkehrssicherheit auf den Anhanguera-Bandeirantes-Autobahnen zuständig. Um die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern, hat der Betreiber das Videoüberwachungssystem um 20 Bosch MIC IP Starlight 7000 HD-Videokameras ergänzt.