Messen

Das bietet die Sicherheitsexpo 2019

Morgen startet die Sicherheitsexpo 2019 in München. Wir geben einen Ausblick, was Unternehmen den Besuchern auf der Messe zeigen.

Die Sicherheitsexpo 2019 steht am 25. und 26. Juni in München im Zeichen der Digitalisierung sowie der Vernetzung der Sicherheits- mit der Gebäudetechnik. Unter dem Begriff „Smart Building“ werden die neuesten Entwicklungen und Möglichkeiten dieser Technologien präsentiert. Neben Zutrittsmanagement, Videoüberwachung, Brandschutz und Freilandsicherung werden die neuesten Anwendungen von NFC, RFID und Biometrie gezeigt. Die Messebesucher können sich über diese jüngsten Entwicklungen nicht nur an den Messeständen informieren, sondern auch in den beiden Vortragsforen. Der Zutritt zu diesen Vorträgen ist für alle Messebesucher frei. Um die Bedeutung des Brandschutzes als Unternehmensschutz zu verdeutlichen, findet an beiden Messetagen die 9. Brandschutz-Tagung unter der Leitung des Brandschutz-Experten Dr. Wolfgang J. Friedl statt. Eine gesonderte Anmeldung dazu ist erforderlich.

Vorschau: Das erwartet die Besucher auf der Sicherheitsexpo 2019

Die SicherheitsExpo ist die größte Fachmesse für Sicherheitstechnik in Deutschland 2019. Es werden 160 Aussteller erwartet. Zielgruppe der Fachmesse sind Architekten, Planer, Gebäudemanager, Sicherheitsund Brandschutzbeauftragte, Polizei und Feuerwehr, der Elektrofachhandel sowie Errichterfirmen.

Uhlmann & Zacher bereits zum 10. Mal dabei

Foto: UZ

Im Fokus des Messeauftritts von Uhlmann & Zacher (U&Z) steht die Vernetzung der Sicherheitstechnik mit anderen Komponenten aus dem Bereich der Gebäudetechnik. Auf der Fachmesse können sich die Besucher zu aktuellen Trends und Produkten aus den Bereichen Zutrittskontrolle, Videoüberwachung, IT-Security und weiteren Themen informieren. Verschiedene Vorträge runden das Messekonzept ab. U&Z präsentiert aktuelle Produkte und Systementwicklungen aus der Welt der elektronischen Schließsysteme. Hierzu gehören unter anderem die vielseitigen Varianten des elektronischen Türdrückers/Türbeschlags, Knaufzylinder für unterschiedliche Einsatzbereiche oder die Vernetzung des Schließsystems mit Einbruchmeldeanlagen.

Skalierbare Zutrittskontrolllösungen von Assa Abloy

Foto: Assa Abloy

Assa Abloy zeigt sein Portfolio von der Ein-Tür-Anwendung bis hin zu Schließanlagen mit über 50.000 Zylindern. Das skalierbare System Scala ist ein eigens entwickeltes Zutrittskontrollsystem. Es passt sich stufenlos an, ist nahezu beliebig erweiterbar und kann von einer bis hin zu über 2.000 Türen eingebunden werdne. Die Anwendung Scala Offline dient zur Verwaltung von Aperio Offline-Beschlägen und -Zylinder. Zur Programmierung und Rechtevergabe von Zutrittsbefugnissen wird nur eine Windwos-Applikation benötigt. Insgesamt können bis zu 500 Türen und 500 Personen verwaltet werden. Die Cliq-Familie eignet sich sowohl für kleinere Betrieben als auch für Schließlösungen mit über 50.000 Zylindern. Die wenigen Komponenten des skalierbaren Systems vereinen elektronische und mechanische Sicherheit. Die Stromversorgung liefert eine Standardbatterie im Schlüssel, die den Zylinder bei Kontakt mit Energie versorgt. Die Variante Cliq Go eignet sich für kleine Schließanlagen, Cliq Connect eignet sich für E-Cliq-Schließanlagen.

Dormakaba zeigt mobilen Schlüssel

Foto: Dormakaba

Zusammen mit Partnern stellt Dormakaba auf der Sicherheitsexpo eine Reihe von neuen Produkten und Lösungen zur Zutrittskontrolle vor. Mit „Mobile Access“ erhalten Personen mit ihrem Smartphone Zutritt. Die Zutrittsrechte können in Echtzeit vergeben werden. Beim Smartphone als Zutrittsmedium sparen sich Systembetreiber Zeit und Geld, indem sie den Prozess der Medienübergabe und Rechtevergabe verkürzen. „Dormakaba Jay Cloud“, eine „Software as a Service“-Anwendung, ermöglicht Unternehmen die gesamte Zeitwirtschaft und Zutrittskontrolle in ihrem SAP-System zu organisieren und zu administrieren. Sie ist direkt integriert in SAP Success Factors Employee Central und eignet sich als globale, zentrale Lösung für alle Branchen. Im Bereich Türen präsentiert Dormakaba neben dem 10,5 bis 11,5 Millimeter flachen elektronischen Beschlag „C-Lever Air“ auch das Fluchtwegsicherungssystem „Safe Route“. Der Funktionsumfang des Systems wird bei weitgehend identischer Hardware über die gewählte Lizenzkarte bestimmt. So bietet das System eine höhere Flexibilität und Wirtschaftlichkeit.

Automatic System bietet Möglichkeiten für kontrollierten Zutritt

Foto: Automatic Systems

Am Stand von Automatic Systems können sich Besucher einen Eindruck der Personensperren Slim Lane 940 sowie Tri Lane machen. Zudem steht aus dem Bereich der Zufahrtssicherung die Schranke BL229 mit der neuen Steuerung AS1620 als Exponat bereit. Die Sicherheitsschleuse Slim Lane gibt es mit ein- oder doppelflügelige Glastüren. Sie ist in unterschiedlichen Breiten und Längen erhältlich. Mit einer Öffnungs- und Schließgeschwindigkeit von weniger als einer Sekunde eignet sie sich für stark frequentierte Bereiche. Die Tri Lane ist als Drehsperre für den Innen- und Außeneinsatz geeignet. Mit 20 Personen pro Minute ermöglicht sie einen schnellen Einzelpersonendurchsatz bei hohem Besucheraufkommen. Die universelle Hochleistungsschranke BL 229 wurde für eine intensive Nutzung entwickelt und besitzt eine schnelle Öffnungs- und Schließgeschwindigkeit. Die Steuerung AS1620 ermöglicht die Programmierung via USB-Verbindung über einen Standard Webbrowser. So verringert sich der administrative Aufwand, da keine spezielle Software mehr installiert werden muss. Ebenso gestalten sich Handhabung und Bedienung benutzerfreundlicher.

PCS mit physischen Sicherheitslösungen für Smart Buildings

Foto: PCS

PCS zeigt Produkte und Lösungen für die unternehmensweite Gebäudesicherheit und eine intelligente Absicherung von Gebäude und Firmengelände für Smart Buildings. So ersetzt zum Beispiel die webbasierte Zutrittskontrolle Intus Access ND mechanische Schließsysteme in kleineren und mittleren Firmen. Für SAP-Anwender hat PCS die leistungsstarke Software Dexicon am Stand ausgestellt. Mit Schnittstellen zu SAP und anderen Gewerken stellt sie eine Plattform für die Unternehmenssicherheit her. Videoüberwachung, Besuchermanagement oder Gefahrenmanagementsysteme werden mit der Zutrittskontrolle zum Gebäude gekoppelt. PCS präsentiert auf der Messe seine aktuellen Hardware-Produkte, auch für Cloud-Lösungen oder Migrationsprojekte, wie den neuen Zutrittskontrollmanager Intus ACM 40E oder den Schmalrahmenleser Intus 700 Slim.

Salto präsentiert erweitertes SVN-Flex

Foto: Salto Systems

Vorgestellt wird das SVN-Flex, das virtuell vernetzte Zutrittslösungen ermöglicht, in denen funkvernetzte elektronische Beschläge und Zylinder als kabellose Updater fungieren. Das Neue daran: Anwender benötigen nicht mehr zwingend verkabelte Wandleser, um die Zutrittsrechte auf der Karte zu aktualisieren und mit dem Server Daten auszutauschen. Das funktioniert jetzt an jedem dafür aktivierten elektronischen Beschlag oder Zylinder direkt an der Tür. Dafür nutzt SVN-Flex eine Kombination aus dem Salto Virtual Network (SVN) und der auf Bluetooth basierenden Funkvernetzung Salto Blue-Net. Zudem zeigt Salto die Cloud-Zutrittslösung Salto KS Keys as a Service. Mit neuen Funktionserweiterungen ist es künftig möglich, Türen auch mittels mobiler Schlüssel direkt über das Smartphone zu öffnen. Die Fernöffnung über App und Online-Plattform ist parallel weiterhin möglich. Auch die Keypad-Beschläge und Wandleser sind künftig mit Salto KS kompatibel. Damit können mehr Öffnungsmodi für flexiblere Anwendungsszenarien genutzt werden.

Neuheiten für Tür und Tor von Winkhaus

Foto: Winkhaus

Das Unternehmen stellt unter anderem den neuen Wandleser für Blue-Compact sowie den elektronischen Türbeschlag für Blue-Smart vor. Der Wandleser für Blue-Compact eignet sich für die Montage an Toren, Parkschranken, elektronischen Türfallen oder Motorschlösser in der Haustür sowie Rohrrahmentüren. Die verschlüsselte Kommunikation zwischen den Lesern im Außenbereich geschieht durch eine im Innenbereich installierte Steuereinheit. Die Konfiguration erfolgt mittels Masterkey der Blue-Compact Anlage und der dazugehörigen App. Auch eine Dauerfreigabe ist programmierbar. Ein neuer Türbeschlag (EZK-IM) für Innentüren wird die elektronische Zutrittsorganisation Blue-Smart ergänzen. Vorab zeigt Winkhaus am Stand verschiedene Varianten. Die Designs und Materialien sind auf die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche im Objekt ausgerichtet. Mit der Nullserie für ausgewählte Kunden in Deutschland, ist ab Herbst 2019 zu rechnen. Die europaweite Markteinführung ist dann für Anfang 2020 geplant.

CES stellt Produkte für kleinere und mittlere Unternehmen vor

Foto: Ces

Die C.Ed. Schulte GmbH (CES) zeigt intelligente Lösungen für die Sicherung von Türen und die Organisation von Schließberechtigungen. Im Fokus stehen Offline- und Online vernetzte Produkte für kleinere und mittlere Unternehmen. So sind alle mechatronischen Produkte von CES kompatibel zum OSS Standard Offline und unterstützen sowohl Mifare-Desfire- als auch Legic-RFIDSysteme. Der OSS-Standard und die Konfigurations- Tools von CES ermöglichen die Integration und die Kombinierbarkeit von mechatronischen Schließgeräten in konventionellen Zutrittskontrollanlagen. Alle CES Omega Flex Produkte sind mit internen Funkbausteinen ausgestattet und zur Integration in Smart-Home-Systeme verschiedener Hersteller geeignet und vorgerichtet. Präsentiert wird zudem ein komplettes Schließgeräte-Programm zur Ausstattung von Türen in Gebäuden. Elektronikbeschläge zur Sicherung von Außen- und Innentüren können „bohrungsfrei“ an jede Tür montiert werden. Wandterminals zum Schalten von automatischen Garagentoren oder Schranken sowie automatischen Schiebetüren runden das CES Omega Flex Programm ab.

Auf der Light + Building 2020 stellt der Hersteller mechatronischer und elektronischer Zutrittssysteme CES vernetzte Lösungen für die Sicherung von Türen vor.
Foto: CES

Light+Building

Vernetzte Lösungen für mechatronische Systeme

Auf der Light + Building 2020 stellt der Hersteller mechatronischer und elektronischer Zutrittssysteme CES vernetzte Lösungen für die Sicherung von Türen vor.

Auch politische Prominenz ist auf der jährlich in München stattfindenden Sicherheitsexpo regelmäßig vertreten, im letzten Jahr etwa Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (2.v.r.), hier am Stand des Bayrischen Verbands für Sicherheit in der Wirtschaf

Messen

Sicherheitsexpo 2019 fokussiert Smart Building

Die Sicherheitsexpo ist 2019 die größte Fachmesse für Sicherheitstechnik in Deutschland. Am 26. und 27. Juni stehen in München Smart Building Anwendungen im Fokus.

Die Zutrittsorganisation Bluesmart ist die elektronische schlüsselbetätigte Zutrittsorganisation von Winkhaus, die komplexe Aufgaben und Gebäudestrukturen managt und demnächst um einen elektronischen Türbeschlag erweitert wird.
Foto: Winkhaus

Smart Home

Elektronischer Türbeschlag erweitert Winkhaus-Programm

Winkhaus Bluesmart verfügt über ein vielfältiges Programm für elektronische Lösungen. Demnächst ergänzt ein neuer intelligenter Türbeschlag das Angebot.

Auch die 2019 auf den Markt kommenden elektronischen „SALTO Neo Zylinder“ können als Updater aktiviert werden.
Foto: SALTO Systems

Interviews

„Digitaler kann Zutrittskontrolle kaum mehr werden“

In der Sicherheitstechnik denken viele an Videoüberwachung, wenn von Digitalisierung gesprochen wird. Warum eigentlich? PROTECTOR im Gespräch mit Axel Schmidt, Geschäftsführer von Salto Systems Deutschland.