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Foto: Milestone Systems
Auf Großveranstaltungen können mit computergestützter Analyse von Videomaterial oder Sensoren die pandemiekonforme Distanz zwischen Menschen gemessen und Menschenansammlungen als Heat Maps grafisch aufbereitet werden.

Software

Diese Technik macht Großveranstaltungen pandemiekonform

Videoanalytik und Sensorik sollten für ein ganzheitliches Crowd-Management genutzt werden, das Großveranstaltungen während der Pandemie ermöglicht.

Milestone Systems, Anbieter für Videomanagementsoftware, erklärt, wie die Technik bei Großveranstaltungen pandemiekonform und erfolgreich eingesetzt werden kann. Ob Festivals, Weinfeste oder Oktoberfest - Großveranstaltungen sind trotz niedriger Inzidenzen und Lockerungen meist noch nicht möglich. Ulf Hüther, Sales Manager DACH beim führenden Anbieter für Videomanagementsoftware Milestone Systems sieht jedoch großes Potenzial in der Videotechnologie, um Großveranstaltungen den Hygienestandards entsprechend stattfinden zu lassen. Technologien wie Videoanalytik oder Lidar seien Teil eines Konzepts, das Veranstaltungen auch während der Pandemie ermöglicht. Als ehemaliger Head of Sales bei Samsung (Hanwha) Techwin blickt Ulf Hüther auf über 18 Jahre Erfahrung in der Security-Branche zurück und weiß, was Videotechnologie leisten kann.

Videotechnologie fördert die pandemiekonforme Durchführung von Großveranstaltungen

Mit den derzeit niedrigen Inzidenzen sind Großveranstaltungen in einigen Bundesländern wieder möglich. Die Regeln sind aber je nach Bundesland unterschiedlich. Um Veranstaltern Planungssicherheit zu geben, braucht es Konzepte, die einer Pandemie gerecht sind. Ulf Hüther von Milestone Systems erklärt, wie das aussehen kann: “Mit Videotechnologie ist weit mehr möglich als nur die reine Überwachung von Gebäuden und Wertgegenständen. Für die Veranstaltungsbranche ist diese Technologie das fehlende Puzzlestück für ein ganzheitliches Konzept, das Großveranstaltungen während der Corona-Pandemie möglich und vor allem sicher machen kann. Veranstalter können mit der computergestützten Analyse von Videomaterial oder Sensoren die Distanz zwischen Menschen messen und die Dichte von Menschenansammlungen als Heat Maps grafisch aufbereiten. Weiterhin können sie erfassen, wie viele Personen sich auf einem Gelände oder an den Eingängen befinden.

All diese Informationen können von den verantwortlichen Personen für das Crowd-Management genutzt werden, um bei akuter Überfüllung – oder auch bereits vorher – zielgerichtete sowie maßgeschneiderte Maßnahmen zu ergreifen.“

Technische Möglichkeiten mit Lidar-Technik unter Wahrung der Privatsphäre

Videotechnologie wird oft mit Überwachung in Verbindung gebracht. Der Einsatz von Kameras und Sensoren unterliegt in Deutschland allerdings den vergleichsweise strengen Regeln des Datenschutzes. Der technische Fortschritt entkräftet viele gesellschaftliche Vorbehalte, merkt Ulf Hüther an: “Beim Einsatz von Videotechnologie wird die Privatsphäre und der Datenschutz in Deutschland großgeschrieben und ist im Vergleich zu vielen anderen Ländern sehr genau im Gesetz verankert. Durch technische Mittel ist es heute möglich, Gesichter unkenntlich zu machen, den Zugang zum rohen Videomaterial nur einzelnen autorisierten Personen zu gewähren und die Nutzung damit vollständig DSGVO-konform zu gestalten.”

“Zudem gibt es neben der Videotechnologie noch die Möglichkeit, ein Crowd-Management anhand der Daten von Lidar-Sensoren zu realisieren. Lidar wird bereits in vielfältigen Bereichen, von der industriellen Automation bis hin zum autonomen Fahren und der Sicherheitstechnik, eingesetzt. Mit Laserstrahlen arbeitet Lidar ähnlich wie ein Radar, was dem System erlaubt, Konturen, Entfernungen, Abstände und Geschwindigkeiten von Objekten sowie Personen auf großen Flächen auch in 3D detailliert abzubilden. Durch den Einsatz dieser Laser-Sensoren können einzelne Personen nicht identifiziert werden, aber ein Erfassen und Analysieren größerer Menschenmengen ist trotzdem – auch bei schwierigen Lichtverhältnissen zuverlässig – möglich”, führt Hüther weiterhin aus.

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Der Einsatz von Sensorik und Videotechnologie muss sich allerdings nicht nur auf den Event-Bereich beschränken, findet Hüther: “Videotechnologie ist ein Teilaspekt, der Großveranstaltungen während Corona ermöglichen kann. Die Technologie ist aber nicht nur auf derartigen Events nützlich, sondern auch überall da, wo viele Menschen auf begrenztem Raum aufeinandertreffen. Das können Einkaufszentren, Flughäfen oder Bahnhöfe sein. Damit gibt Videotechnologie nicht nur der Veranstaltungsbranche, sondern auch dem Einzelhandel oder der Tourismusbranche Hoffnung, bald wieder auf Vor-Pandemie-Niveau arbeiten zu können.”

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Foto: Milestone Systems
Ulf Hüther, Sales Manager DACH von Milestone Systems.
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Foto: Leonid - stock.adobe.com

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