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Foto: BVSW
Experten diskutierten im Rahmen der digitalen Roadshow verschiedene Aspekte des Wirtschaftsschutzes. Gesprächspartner im Forum B (v.l.): Uli Grötsch, Werner Heyer, Elisabeth Greiner, Sabine Wiedemann, Dr. Michael Kiechling, Moderatorin: Vera Cornette.

Veranstaltungen

Digitale Roadshow der Initiative Wirtschaftsschutz

Ende Mai machte die digitale Roadshow der Initiative Wirtschaftsschutz in München Halt: Experten tauschten sich über den Schutz deutscher Unternehmen aus.

Für das Regionalforum Süddeutschland, organisiert vom Bayerischen Verband für Sicherheit in der Wirtschaft (BVSW) und der Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Baden-Württemberg (ASW BW), lieferten ausgewählte Experten im Rahmen der Roadshow der Initiative Wirtschaftsschutz Antworten auf die Frage, wie sich deutsche Unternehmen und Einrichtungen vor den zunehmenden digitalen Sicherheitsrisiken erfolgreich schützen können. Knapp 120 Teilnehmer informierten sich über Bedrohungen durch staatliche und nichtstaatliche Akteure und die Möglichkeit, ihre Unternehmen zu sichern.

Deutschland – China: Beziehung mit Konflikten

Viele deutsche Unternehmen profitieren vom Zugang zum chinesischen Markt und sind dafür bereit, einen möglichen Wissens- und Technologietransfer nach China zu riskieren. Dieser Transfer wird allerdings seit einiger Zeit mit wachsender Sorge registriert, vor allem in Bezug auf den Anspruch Chinas, die Führung der digitalen Ökonomie an sich zu bringen und darüber hinaus sein politisches System weltweit als Alternative zur vorherrschenden, westlichen Ordnung anzubieten. Der Einfluss auf Politiker ist dabei nicht zu unterschätzen, dennoch herrscht große Unwissenheit darüber, wie genau sich die Einflussnahme Chinas gestaltet. In diesem Bereich muss mehr Wissen aufgebaut werden, das erfordert höhere Investitionen in die Chinakompetenz von Unternehmen.

Atomisierung der Arbeitswelt steigert Risiken

Cyberkriminelle nutzen die durch die Pandemie gestiegene Arbeit im Home Office für gezielte Angriffe auf Unternehmensmitarbeiter. Die Kontaktaufnahme über soziale Medien führt oft zu erfolgreichen Social-Engineering-Attacken, mit denen versucht wird, Unternehmen zu schädigen. Darüber hinaus sind „Supply-Chain-Attacken“ auf dem Vormarsch, bei denen über Lieferanten und Dienstleister Zugang zu größeren Unternehmen, den eigentlichen Zielen, gesucht wird. Das Bewusstsein für solche Gefahren steigt erfahrungsgemäß proportional zur Unternehmensgröße, deshalb sollten große Unternehmen ihr Wissen mit kleineren und mittleren Firmen teilen – dadurch lässt sich der gesamtwirtschaftliche Schaden, der durch Cyberattacken entsteht, verringern.

Qualifikationsprogramm für Sicherheitsbranche beim BVSW

Der Bayerische Verband für Sicherheit in der Wirtschaft (BVSW) bietet Einsteigern in der Sicherheitsbranche ab dem Sommer ein neues Qualifikationsprogramm.
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Sensibilisieren und Schulen

Viele Einrichtungen – von Unternehmen bis hin zu Universitäten – sind sich der Risiken, die sich aufgrund der zunehmenden Digitalisierung ergeben, bewusst und haben entsprechende Schutzmaßnahmen ergriffen. In Unternehmen existieren Abteilungen, die sich ausschließlich um die IT-Sicherheit kümmern. Selbst beim deutschen Bundestag wurde ein nationaler Pakt für Cybersicherheit eingerichtet. Und die Exekutive bietet Schulungen und Seminare im Bereich digitale Risiken beziehungsweise Schutz vor Cyberangriffen an.

Universitäten und Forschungseinrichtungen sind vor allem durch Angriffe über Innentäter gefährdet, bedingt durch eine hohe Personalfluktuation, die durch Zeitverträge entsteht. Hier sollen Schulungen und Trainings Abhilfe schaffen und das Risiko mindern.

Einig sind sich die Experten darin, dass es wichtig ist, Cyberattacken zu melden. Dann können Informationen über die Angreifer gesammelt und auf politischer Ebene entsprechende Schritte eingeleitet werden. Außerdem können sich Unternehmen, die Opfer eines Cyberangriffs wurden, an die Polizei und an den Verfassungsschutz wenden. Darüber hinaus steht Unternehmen der „Sec-O-Mat“ zur Verfügung. Mit diesem Instrument können Unternehmen ihren individuellen IT-Sicherheitsbedarf ermitteln.

BVSW Sicherheitspolitische Tage 2021

Der BVSW veranstaltete mit den Sicherheitspolitischen Tagen 2021 eine Vortragsreihe mit hochkarätigen Referenten zu globalen Sicherheitsfragen.
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Digitale Roadshow zum Wirtschaftsschutz setzt Impuls

Für das Ziel der digitalen Roadshow, Wirtschaftsschutz dort anzubieten, wo die Wirtschaft tätig ist, hat die Veranstaltung einen wichtigen Impuls gesetzt. Die positive Resonanz auf die Regionalveranstaltung sowie die hohe Teilnehmerzahl zeigen, dass es vielen Unternehmen wichtig ist, das Netzwerk zwischen Unternehmen und Behörden weiterzuentwickeln. Man hofft, dass sich dieser Austausch in Kürze statt in digitaler Form vor Ort fortsetzen lässt.

Foto: BDSW

BDSW

Spitzendialog zum Wirtschaftsschutz

Anlässlich der Security Essen 2014 führte BDSW Präsident Gregor Lehnert ein Spitzengespräch zum Wirtschaftsschutz mit Klaus-Dieter Fritsche, Staatssekretär im Bundeskanzleramt und Beauftragter für die Nachrichtendienste des Bundes, sowie dem Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Dr. Hans-Georg Maaßen.

Foto: Henning Schacht

BMI

Wirtschaftsschutz muss Chefsache sein

Rund 200 Vertreter aus Unternehmen, Verbänden, Sicherheitsbehörden und Forschungseinrichtungen trafen sich im Juni 2017 in Berlin, um bei der Tagung unter dem Titel „Wirtschaftsschutz gemeinsam stärken“ die Herausforderungen

Foto: ASW

ASW

Wirtschaftsschutz im Fokus

Der ASW Bundesverband (Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft e.V.) vertritt die Sicherheitsinteressen der deutschen Wirtschaft auf Bundesebene. Er schafft Bewusstsein für das Thema Wirtschaftsschutz – bei den Unternehmen, der Politik und in den Medien.

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Foto: ASW Norddeutschland

Wirtschaftsschutz

Wirtschaftsschutz in einer globalisierten Gesellschaft

Die Allianz für Sicherheit der Wirtschaft Norddeutschland (ASW Nord) fordert in der globalisierten Welt zum Schutz der Unternehmen ein zeitgemäßes Risikomanagement.