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Foto: A. Kaunat/Arri
Nach über 100 Jahren wurde die Firmenzentrale von Arri letztes Jahr von der Münchner Tükenstraße in die Parkstadt Schwabing verlagert.       

Zutrittskontrolle

Digitale Sicherheitslösung für Filmtechnikunternehmen

Die Arri Group mit weltweit 1.400 Mitarbeitern ist ein global tätiges Filmtechnikunternehmen, das sich für eine digitale Sicherheitslösung entschieden hat.

Die nach August Arnold und Robert Richter benannte Firmengruppe Arri wurde bereits 1917 in München gegründet, wo sich noch heute der Hauptsitz befindet, der nun mit einer digitalen Sicherheitslösung ausgestattet wurde. Weitere Niederlassungen des Filmtechnikunternehmen existieren in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Australien. Arri entwickelt, produziert und vermarktet Kamera- und Beleuchtungssysteme für die Film- und Fernsehindustrie und ist darüber hinaus als Kamera-, Licht- und Bühnenverleih (Arri Rental) sowie als Post- und Koproduktionsdienstleister (ArriI Media) tätig.

Nach über 100 Jahren zog die Firmenzentrale 2020 mit mehreren Hundert Mitarbeitern von der Maxvorstadt in den Norden der Stadt. Das neue viergeschossige Büro- und Produktionsgebäude besitzt zwei Untergeschosse, in denen die Tiefgarage, Technik und Lagerräume untergebracht sind. Um die Sicherheit zu gewährleisten, suchte das Unternehmen ein integratives, prozessorientiertes Zutrittsmanagementsystem on-premise, mit dem Zutrittsberechtigungen für verkabelte und kabellose Einheiten verwaltet werden kann.

Filmtechnikunternehmen ersetzt mechanische durch digitale Sicherheitslösung

„Wir wollten weg von einem mechanischen Schließsystem für Zutrittskontrolle hin zu einer digitalen Lösung, die verschiedenste Dienste in einem System integriert", erklärt Gerald Freundl, IT Operations Manager bei Arri. Nach sorgfältiger Prüfung der Angebote entschied sich das Unternehmen für das Zutrittsmanagementsystem „Kaba exos“, das vom Dormakaba Executive Solution Partner Bavaria Zeitsysteme GmbH angeboten wurde. Das Unternehmen hatte bereits gute Erfahrungen mit dormakaba Systemen gemacht und legte Wert auf einen lokalen Dienstleister.

Der Systempartner Bavaria Zeitsysteme aus München bietet Hard- und Softwarekomponenten sowie Dienstleistung zur Systemimplementierung bis hin zum schlüsselfertigen System. Als Generalunternehmer mit nationaler und auch internationaler Ausrichtung übernimmt er die Gesamtverantwortung für die Projekte und stellt das Funktionieren des Gesamtsystems (Hard- und Software) sicher. Dazu gehören die Projektberatung im Zusammenhang mit Infrastrukturaufgaben und Auftragsvergabe, Koordination sowie Kontrolle von Drittfirmen.

Umfassende Zutrittskontrolle sorgt für Sicherheit

Nach der ausführlichen Planung des Zutrittskonzeptes gemeinsam mit Franz Seidl als strategischem Systemberater und Andreas Quester als Projektleiter wurde das System von Bavaria Zeitsysteme installiert und in Betrieb genommen. Die Mitarbeiter erhielten Chipkarten auf RFID-Basis. Die personalisierten Legic-Ausweise können sie nicht nur für die Zutrittskontrolle verwenden, sondern auch für die Arbeitszeiterfassung, die Nutzung zentraler Kopierer, die Bezahlung in der Kantine und gleichzeitig auch als Dienstausweis. Die berührungslosen Ausweise sind einfach und bequem im Handling. Der Zugang ins Gebäude erfolgt nur über die Tiefgarage, wo sich zwei Drehkreuze befinden, oder über den Haupteingang. Die Türen der Objekt-Außenhaut sowie im Empfangsbereich sind zur Trennung des öffentlichen Bereiches mit Ausstellung und Kino vom nicht öffentlichen Unternehmensbereich mit verkabelten, online-betriebenen Subterminals abgesichert. Die sonstigen Außentüren sind reine Fluchttüren, die mit Türschließern und Fluchtwegsicherungstechnik versehen sind. Zum versicherungstechnisch korrekten Gebäudeverschluss wurden Motorverschluss-Einheiten und mechanische, selbstverriegelnde Antipanikschlösser montiert.

Im Foyer im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss sowie vor der Service-Abteilung befinden sich fünf Argus-HSB-Sensorschleusen zur Trennung von öffentlichen und nichtöffentlichen Bereichen. Auch in den Aufzügen sind Online-Leser installiert, die abhängig von den Zutrittsrechten die Fahrberechtigung in die einzelnen Etagen regeln. Weitere frequentierte Zutrittsstellen im Innenbereich, wie zum Beispiel Zonen-Trennungstüren, die Unternehmensbereiche und Abteilungen abtrennen, sind ebenfalls mit vernetzten Online-Zutrittslesern gesichert. Andere Bereiche im Innern, wie zum Beispiel Montagebereiche oder Open-Space-Büros haben nur wenige Türen. Diese sind mit kabellosen Digitalzylindern ausgerüstet, ebenso wie Besprechungsräume, Keller und Lagerräume. Um bequeme Zugänge für die Mitarbeiter zu schaffen, befinden sich vor den ESD-Schutzbereichen, der Montage und dem Betriebsrestaurant automatische Schiebetüren. Für einen komfortablen Ausgang nach dem Essen sorgt eine Charon-Schwenktür.  

Die verkabelten Leser und die kabellosen Komponenten sind via CardLink verbunden. Dabei ist der Ausweis die Verbindung. Über ein Update-Terminal erhalten die Mitarbeiter die Zutrittsrechte auf ihren Ausweis. Dadurch werden Zutrittspunkte, die über keine Netzwerkverbindung verfügen, in die Online-Zutrittskontrolle integriert. Bei Arri handelt jeder Unternehmensbereich eigenständig und vergibt und verwaltet seine ZK-Rechtestruktur selbst.

Realisiert wurde eine redundante System-Integration, die nicht nur dem Komfort dient, sondern insbesondere der Sicherheit. Besonders wichtig war dem Unternehmen der Stammdaten-Abgleich über eine API-Schnittstelle. So können Personal- und Organisations-Stammdaten via standardisierter API-Schnittstelle redundant mit dem Zutrittssystem abgeglichen werden.  Hierzu dient das Active Directory der Arri-Gruppe als Quelle.  Änderungen werden vom Zutrittsmanagementsystem interpretiert und beispielsweise die Zutrittsrechte reorganisiert bzw. validiert. Relevant ist das zum Beispiel bei Ein-/Austrittsdaten, Wiedereintritte und Namens- sowie Änderungen der Ausweis-/Personalnummer und der Organisationskennzeichen, wie Kostenstelle, Abteilung, Zone, Betrieb.

Flexibles, transparentes System für Zutritt und Ausweisdruck

Das System läuft reibungslos. Erweiterungen sind geplant, so soll in einem nächsten Schritt die Einführung der Besucher- und Fremdfirmenverwaltung in Kaba exos durch die jeweiligen Bereiche erfolgen. „Wir sind mit dem System Kaba exos sehr zufrieden. Wir haben jetzt ein flexibles, transparentes System für Zutritt und Ausweisdruck mit einem ID-Medium für viele Anwendungen. Durch seine Skalierbarkeit können wir später auch noch andere Standorte anbinden. Die API-Schnittstelle eröffnet uns zukünftig noch viele Möglichkeiten der Erweiterung,“ betont Gerald Freundl. Auch mit der Zusammenarbeit mit dem Dienstleister Bavaria Zeitsysteme ist das Unternehmen sehr zufrieden. „Mit Bavaria Zeitsysteme haben wir einen Partner gefunden, der sich professionell und routiniert von Beginn an mit hoher Kompetenz in das Gewerk eingebracht hat. Die Flexibilität des Systempartners war enorm. Die gute Projektorganisation durch den Projektleiter Andreas Quester hat ein Umsetzen des definierten, erarbeiteten Zugangskonzepts trotz des Zeitdrucks in sehr hohem Grad sichergestellt. Ein Gewerk mit dieser Herausforderung würden wir in dieser Zusammensetzung jederzeit wieder gemeinsam realisieren.“

Petra Eisenbeis-Trinkle, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marketing Deutschland, dormakaba Deutschland GmbH.

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Foto: Arri Die Digitalkamerasysteme des Filmtechnikunternehmens Arri sind weltweit bei professionellen, häufig preisgekrönten Spielfilm- und Serienproduktionen im Einsatz.      
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Foto: Arri Die neue Firmenzentrale von Arri in München.
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Foto: Arri Arri stellt nicht nur Kameras, sondern auch Objektive und Zubehör her.   
Foto: Deutsche Messe

Cebit 2014

Digitale Sicherheitslösungen

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Foto: www.siemens.com/presse

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Deister Electronic bietet ab sofort eine digitale Ausstellung mit hochkarätigen Sicherheitslösungen, die rund um die Uhr besucht werden kann.
Foto: Deister Electronic

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Digitale Ausstellung mit hochkarätigen Sicherheitslösungen

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Hacker-Abwehr

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Selbst der beste Cyberschutz ist nutzlos, wenn die physische Sicherheitstechnik eines Geräts nicht sichergestellt wird. Das gilt jedoch auch in umgekehrter Richtung.