Im Rahmen der Studie wurden 350 Unternehmen befragt.
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Dupont erstellt Studie zum Risikomanagement

Das Ergebnis einer Studie zum Risikomanagement überrascht: Eine unzureichende Risikobeherrschung auf Seiten von Führungskräften gefährdet Unternehmen.

Trotz der Betriebsstörungen, die nachweislich als Folge von mangelhaftem Risikomanagement auftreten können, erkennen und beurteilen viele Führungskräften die Risiken, die potenziell katastrophale Auswirkungen auf ihren Betrieb haben können, nicht adäquat. Noch bereiten sie ihr Unternehmen hinreichend auf diese Risiken vor. Zu diesem Ergebnis kommt die jährlich durchgeführte weltweite Studie von Dupont Sustainable Solutions (DSS), für die Führungskräfte von Unternehmen befragt werden. Ändert sich das nicht, so kann auch die betriebliche Leistung der betroffenen Unternehmen, ihre Geschäftskontinuität, die Betriebserlaubnis und auch ihre Fähigkeit, Aktionären einen nachhaltigen Wert zu bieten, leiden.

Alte Methoden zur Einschätzung von Risiken seien im heutigen globalen Geschäftsumfeld unzureichend, wenn Führungskräfte die Nachhaltigkeit und den Erfolg ihres Unternehmens sicherstellen wollten, so Davide Vassallo, Global Managing Director bei Dupont Sustainable Solutions. Ein Unternehmen erfolgreich zu führen, sei heute komplexer als je zuvor. Führungskräfte müssten täglich zahlreiche unternehmensinterne und externe Herausforderungen bewältigen. Mit diesen Herausforderungen seien zahlreiche Risiken verbunden, die Führungskräfte erfolgreich voraussehen und minimieren müssten, so Vassallo weiter. Eine Transformation in ihrem Unternehmen erzielten Führungskräfte, wenn sie Risiken in die Geschäftsstrategie integrierten. So könnten sie die Mitarbeiter mit einbeziehen, die Produktivität verbessern und ihren Wettbewerbsvorteil steigern.

Die Ergebnisse der weltweiten DSS-Umfrage 2018 über operatives Risikomanagement unter Führungskräften zeigen, dass die Teilnehmer zwar in Bezug auf die wichtigsten Eigenschaften eines erfolgreichen Risikomanagementprogramms generell übereinstimmen und sich ihrer Bedeutung durchaus bewusst sind, es jedoch nicht schaffen, diese Eigenschaften in ihrem eigenen Unternehmen zu implementieren. Dieses Versäumnis zeigt sich an folgenden Punkten:

  • Führungskräfte stellen Risiken, die gravierende Zwischenfälle zur Folge haben können, nicht ausreichend in den Vordergrund. Es scheint, als würden Führungskräfte sich aufgrund der geringen Häufigkeit von Zwischenfällen in falscher Sicherheit wiegen und nicht auf Anzeichen für potenziell gravierende Ereignisse achten. Während 78 Prozent der Umfrageteilnehmer darin übereinstimmen, dass eine geringe Anzahl von Zwischenfällen nicht unbedingt bedeutet, dass auch das Risiko abnimmt, geben zwei Drittel der Führungskräfte dennoch zu, sich sicher zu fühlen, wenn sie Daten sehen, denen zufolge die Anzahl von Zwischenfällen gering ist oder gegen Null tendiert.

  • Die an der Umfrage teilnehmenden Führungskräfte sind sich einig, dass es wichtig ist, Risikomanagementsysteme zu haben, die integriert sind, einander ergänzen und regelmäßig auf ihre Effektivität überprüft werden. Dennoch geben 44 Prozent der Umfrageteilnehmer zu, dass Lücken in bestehenden Systemen eine Herausforderung für ihr Unternehmen bedeuten.

  • Führungskräfte bestätigen, dass unter Mitarbeitern eine Kluft in Bezug auf das Management von Risiken besteht. Ein Viertel der befragten Führungskräfte glaubt, dass ihre Mitarbeiter an der vordersten Front eine voneinander abweichende Auffassung von den wichtigsten Risiken für das Unternehmen haben. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) meint, auch leitende Führungskräfte seien sich über die wichtigsten Risiken für das Unternehmen nicht einig, was einem Anstieg von 35 Prozent im Vergleich zu der im letzten Jahr durchgeführten DSS-Umfrage entspricht. Das weist auf einen wachsenden Unterschied im Engagement für Sicherheit zwischen Führungskräften und Mitarbeitern hin, der Unternehmen daran hindert, Risiken effektiv zu erkennen und zu minimieren.

Die weltweite, jährlich stattfindende DSS-Umfrage zum Thema Risikomanagement unter Führungskräften vergleicht und misst den Reifegrad von Programmen für operatives Risikomanagement in Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen. Die Umfrage beleuchtet ebenfalls die Herausforderungen, denen Unternehmen beim effektiven Risikomanagement und bei der Verbesserung ihrer Unternehmensleistung begegnen.

An der von Mai bis August 2018 durchgeführten Umfragen nahmen Führungskräfte aus mehr als 350 Unternehmen teil. Die Hälfte der Teilnehmer (52 Prozent) sind leitende Führungskräfte (CEO, CFO), während die andere Hälfte (48 Prozent) Geschäftsführer sind. Sechzig Prozent der teilnehmenden Unternehmen sind in mit hohen Risiken verbundenen Branchen tätig, unter anderem Bergbau und Metall, Öl und Gas und der Fertigungsindustrie. Rund zwei Drittel der teilnehmenden Unternehmen sind global präsent. 44 Prozent haben ihren Firmensitz in Nordamerika, 27 Prozent in der Region Asien-Pazifik und 24 Prozent in Europa.