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Paxton Interview

„Ehrlichkeit und Einfachheit“

Die mittlerweile seit 30 Jahren bestehende Paxton Group gilt heute als einer der führenden Anbieter im Segment der Zutrittskontrolle. Auch im deutschen Markt ist man seit einiger Zeit präsent. PROTECTOR & WIK besuchte das Unternehmen in Brighton und sprach exklusiv mit dem Managing Director der Paxton GmbH, Gareth O’Hara, über die Historie und Strategien für die Zukunft.

PROTECTOR & WIK: Das Jahr 2015 markierte das 30-jährige Bestehen der Paxton Group. In den letzten drei Jahrzehnten ist Ihr Unternehmen stetig gewachsen und hat sich zu einem führenden Anbieter der Zutrittstechnik entwickelt. Wie kann man diese lange Erfolgsgeschichte erklären?

Gareth O’Hara: Ich denke, dass unser bis heute anhaltender Erfolg schon bei den Grundwerten beginnt, auf die Paxton aufgebaut ist: Ehrlichkeit, Einfachheit, gute Zusammenarbeit mit den Kunden sowie der Wunsch, als eine Firma von Weltklasse wahrgenommen zu werden. Als Unternehmen kennen wir unsere Kernkompetenzen ganz genau. Dazu zählen ein tiefes Verständnis der Zutrittskontrolle, eine fantastische Beziehung zu unseren Errichtern sowie die Fähigkeit, komplexe Technologien in errichterfreundliche, einfache Lösungen umzusetzen. Das schafft eine ideale Basis, um das Unternehmen nach vorne zu bringen.

Seit unserem Einstieg in den Sicherheitsmarkt vor 30 Jahren haben wir immer Erfindergeist bewiesen und innovative Lösungen geschaffen, die zwar neueste Technik nutzen, aber dennoch leicht zu bedienen sind. Durch die Innovation und Diversifizierung der Produkte wurden neue Lösungen kreiert. Beispielsweise die Integration der IPTechnologie in unser Net2 Zutrittskontrollsystem und die Einführung von Net2 Entry, welches die Synergien zwischen Zutrittstechnik und Türsprechstellen deutlich macht.

Die Entwicklung und Lieferung von Produkten ist aber nur ein Faktor des Erfolgs. Im Zuge unserer Prämisse, erste Wahl für Errichter zu sein, sorgen wir dafür, dass die Produkte in allen wichtigen Märkten stets über die passenden Kanäle verfügbar sind. Darüber hinaus bieten wir kostenfreie Schulungen an, die Hürden beim Umgang mit der Technik abbauen. Ergänzt wird das durch verschiedene Ebenen des technischen Supports.

Vor drei Jahren wurde mit der Paxton GmbH eine deutsche Tochter gegründet, um den hiesigen Markt zu erschließen. Welche waren die Hauptziele dieses Engagements und welche Besonderheiten gibt es in Deutschland, die man berücksichtigen muss?

Unser ursprüngliches Ziel war es, Paxton als Marke in Deutschland zu etablieren und der Errichterschaft deutlich zu machen, dass die Paxton GmbH ein langfristiges Interesse an diesem Markt hat. Wir sind dies mit Hilfe einer Strategie angegangen, welche den Zielmarkt durch Wissensvermittlung prägt. Wir wenden uns an Errichter, die vor allem im mittleren Segment Anlagen installieren, so etwa in Schulen, Krankenhäusern, bei Einzelhändlern, in Freizeiteinrichtungen oder auch an öffentlichen Orten.

Was die Eigenheiten des deutschen Marktes angeht, so haben wir nichts vor- gefunden, das nicht bereits hinlänglich bekannt oder von unserer Marktforschung nicht erfasst worden wäre. Generell hat sich gezeigt, dass Tür- und Schließkomponenten in Deutschland sehr anders sind als in den übrigen Märkten, in denen wir aktiv sind. Es gibt hier wichtige einheimische Anbieter, die einen hohen Marktanteil besitzen. Andererseits hat es uns gefreut, dass viele Errichter schon sehr früh gewillt waren, neue Technologien auszuprobieren.

In diesem Jahr wird Paxton auf der Ifsec in London und auf der Security in Essen ausstellen. Was erwarten Sie von diesen beiden großen Sicherheitsmessen?

Beides sind große Events im Kalender der Sicherheitsindustrie. Wir arbeiten immer weiter daran, uns noch besser im internationalen Sicherheitsmark zu positionieren, weshalb die Teilnahme an solche Messen für uns enorm wichtig ist – vor allem, um eine intensive Interaktion mit den Kunden zu erreichen, die wir für essenziell halten.

Diese Messen bieten uns die Möglichkeit, mit bestehenden und potenziellen Kunden zusammenzukommen und ihnen unsere auf Errichter zugeschnittenen Produkte sowie unsere Integrator-Partner vorzustellen. Außerdem ist es eine ideale Gelegenheit, um Feedback von den Kunden über Produkte sowie ihre Wünsche aufzunehmen. Entwicklung und Diversifizierung werden die Kernthemen unserer Auftritte sein. Auch die Stände anderer Anbieter sind immer einen Besuch wert, weil man dort gut die aktuellen und künftigen Trends des Sicherheitsmarkts beobachten kann. Wir sind gespannt, welche Highlights die Messen prägen werden – Internet of Things, Smarte Gebäude, Cyberattacken und vieles mehr.

Tony Ratcliffe hat Paxton im Jahr 1985 als Ein-Mann-Unternehmen gegründet. 2015 bestand die Paxton Group aus fünf Unternehmen mit mehr als 270 Angestellten. Wo sehen Sie die Firma im Jahr 2045?

Der größte Teil unseres Wachstums spielt sich heute auf internationaler Ebene ab. Wir haben daran in den letzten fünf Jahren auch sehr hart gearbeitet und Länder wie Deutschland, Frankreich, Südafrika oder die Vereinigten Arabischen Emirate erschlossen. Unser Ziel ist es, in jedem Land unter die Top drei der Anbieter zu kommen.

Wir sehen bereits jetzt den großen Einfluss, den das Internet of Things auf den Industriesektor und das Angebot an Services haben wird. Deshalb ist es wichtig, dass wir als Unternehmen agil bleiben und im Hinterkopf behalten, dass die Geschwindigkeit, mit der sich Technologie weiterentwickelt zunimmt, und dies ebenso viele großartige Möglichkeiten wie auch potenzielle Gefahren bringen kann. Paxton ist auf diese unausweichlichen Möglichkeiten gut vorbereitet. Durch das Internet of Things werden sich schrittweise Veränderungen ergeben: Nutzer werden neue Services benötigen und wir werden eine Konsolidierung der fragmentierten Teile der Sicherheitsindustrie erleben. Eine neue Klasse von Unternehmen wird dominanter hervortreten, weil sie kein technologisches Erbe mit sich herumtragen.

Ich sehe auch ein stärkeres Einwirken der Gebäudeautomation in die Sicherheitsindustrie. Ich sage das, weil die technischen Vorgänge prinzipiell die gleichen sind – man kommuniziert mit verschiedenen Geräten. Aus der Perspektive der Zutrittskontrolle wissen wir, wo sich die einzelnen Personen in einem Gebäude befinden, was eine fantastische Basis ist, auf der man eine Vielzahl weiterer Aktivitäten aufbauen kann. Man könnte sogar sagen, dass es keinen bessern Ausgangspunkt gibt, von dem aus man Gebäudeautomation anbieten kann.

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Paxton-Interview

"Support für zufriedene Geschäftspartner"

Mit der Paxton GmbH hat ein etablierter englischer Anbieter für Zutrittskontrolle eine Niederlassung im deutschen Markt gegründet. PROTECTOR unterhielt sich mit Adam Strout, CEO der Paxton Gruppe, und Gareth O'Hara, Geschäftsführer der Paxton GmbH, über die Ambitionen des Unternehmens.

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Interview mit Gareth O’Hara, Chief Sales Officer von Paxton

„Innovation steht über allem”

Im Juni 2016 begann Paxton am Firmenstammsitz in Brighton mit dem Bau eines neuen, 3.000 Quadratmeter großen Technologiezentrums. Keine 18 Monate später wurde es Ende 2017 eröffnet. PROTECTOR & WIK sprach mit Chief Sales Officer Gareth O`Hara über die technische Entwicklung der Zutrittskontrolle, die Vernetzung mit anderen Gewerken und die Gründe der Investition seines Unternehmen.

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Paxton

Kostenlose Tagesseminare für Fachbetriebe

Die Paxton GmbH führt das Paxton Partner-Programm in Deutschland ein, um Fachbetriebe im Bereich Sicherheitstechnik beim Wechsel zu einfacher Zutrittskontrolle zu unterstützen.

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Paxton

Besucherverwaltung in Net2 integriert

Paxton hat die Integration seines vernetzten Zutrittskontrollsystem Net2 mit Intrebas Besucherverwaltungslösung Arke angekündigt. Unterschiedliche Besucheranforderungen an verschiedenen Standorten sollen damit erfüllt werden können.